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Peter Potz (pp)30.08.06

"Die Friedenswächter"

Gene Deweese

Inhalt

In einem kaum erforschten Raumsektor stößt die Enterprise auf ein verlassenes, zehntausend Jahre altes Raumschiff - Zeugnis einer verschollenen, hoch entwickelten Rasse. Selbst die Spezialisten der Enterprise sind nicht in der Lage, die komplizierte Technologie des riesigen Schiffes zu verstehen. Doch die Erforschung des Wracks erweckt die automatischen Systeme zum Leben und aktiviert den Transporter. Zwei Crew-Mitglieder - der Androide Data und der blinde Lieutenant LaForge - werden Lichtjahre weit durch den Raum gebeamt. Die Enterprise hat jeden Kontakt zu ihnen verloren.

Captain Jean-Luc Picard startet eine verzweifelte, aussichtslos scheinende Suche in der Unendlichkeit des Raums. Und er ahnt nicht, dass seine Offiziere bei den "Friedenswächtern" gelandet sind - in einer Raumstation, die einen ganzen Planeten diktatorisch beherrscht.

Data und LaForge werden dort zwar wie gottähnliche Wesen empfangen, geraten jedoch sofort zwischen die Fronten der rivalisierenden Parteien. Um sich nicht selbst zu gefährden, müssen sie sich auf ein riskantes Täuschungsmanöver einlassen. Bei allen Versuchen, die Konflikte zu schlichten, gibt es für sie aber nur eine Frage: Werden sie jemals zur Enterprise zurückkehren können?

Soweit die Zusammenfassung des Buches von der Rückseite - nun zur Ergänzung: Die Station der Friedenswächter kreist um einen Planeten mit dem technologischen Niveau des 20. beziehungsweise 21. Jahrhunderts der Erde. Shar-Lon, der Vorsitzende des Friedenskonzils, hat vor 50 Jahren mit den "Gaben" der Raumstation sämtliche Atomwaffen seines Heimatplaneten vernichtet und die weitere Raumfahrt unterbunden, nachdem für ihn und seine Friedenswächter ein großes Weltraumhabitat gebaut wurde. Als nun Data und Geordi in seiner Raumstation erscheinen, hält Shar-Lon die beiden für Konstrukteure derselben und möchte ihren Segen für seine Verwendung der Gaben. Schon kurze Zeit später werden die beiden Starfleet-Offiziere von der Opposition entführt.

Inzwischen ist es der Crew der Enterprise gelungen, die Transportervorrichtung des alten Raumschiffes noch einmal zu aktivieren und ein zweites Außenteam - bestehend aus Commander Riker und Lieutenant Yar - dem ersten Team nachzuschicken. Bei dieser Aktion wird das alte Wrack endgültig vernichtet. Das zweite Team ist mit einem starken Subraumsender ausgestattet, um mit der Enterprise Kontakt aufnehmen zu können. Es kommt kein Kontakt zustande. Ist der Subraumsender nur ausgefallen oder hat das zweite Team die Vernichtung des Wracks nicht überlebt? Captain Picard ordnet eine konventionelle Suche in dem umliegenden Sonnensystemen an.

Riker und Yar haben natürlich überlebt, aber der Subraumsender nicht. Sie sitzen nun einem reichlich nervösen Shar-Lon gegenüber, der die beiden für die Vorgesetzten der entführten Konstrukteure hält. In dem Moment, als die beiden Außenteams Kontakt miteinander aufnehmen, explodiert im Habitat der Friedenswächter eine Bombe. Es gibt noch eine dritte Partei, die ihre eigenen Interessen verfolgt.

Kritik

Die Enterprise-Crew untersucht ein uraltes Raumschiff, dessen Technik vollkommen fremd ist und verliert plötzlich Data und LaForge!
Es handelt sich bei diesem Buch um das zweite Buch zur "The Next Generation". Es gibt keine B-Story als Nebenhandlung. Obwohl B-Storys "Star Trek"-Büchern häufig für die nötige Abwechslung in der Handlung sorgen, habe ich sie bei den Friedenswächtern nicht vermisst. Für die Abwechslung reichen die Wechsel der Handlungsorte (Enterprise beim Wrack beziehungsweise auf der Suche und die Außenteams bei den Friedenswächtern).

Auf großartige Charakterdarstellungen der Crew wird ebenfalls verzichtet, was beim zweiten Buch allerdings auch verständlich ist, da der Autor diese vermutlich nicht in die falsche Richtung entwickeln wollte. Die Crew und die Beziehungen zueinander sind aber gut beschrieben und entsprechen dem, was man aus der ersten Season kennt. Allerdings kommt Data bei mir in diesem Buch nicht ganz gut weg. Praktisch übergibt er Geordi das Kommando, nachdem die beiden von der Enterprise getrennt sind. Man wird nicht Zweiter Offizier des Flaggschiffes der Föderation, wenn man nicht gute Führungsqualitäten an den Tag gelegt und auch Einfühlungsvermögen gezeigt hat. Das ist allerdings eine Schwäche, die man auch in der Serie in der ersten Season recht häufig findet. Da Data am Ende des Buches aber so etwas wie Intuition zeigt, war ich doch wieder versöhnt.

Die Charakterzeichnung Shar-Lons finde ich sehr gelungen. Er hält sich für einen Auserwählten, weil er die Station der Friedenswächter gefunden und gelernt hat, die "Gaben" einzusetzen. Er ist kein machthungriger Tyrann, sondern ein Mann, der glaubt, das Richtige zu tun, um seine Welt zu retten. Und der unterbewusst an sich zweifelt und deshalb psychisch nicht gerade der stabilste ist. Der eigentlich Bösewicht dieser Geschichte ist Kel-Nar, der Stellvertreter Shar-Lons. Von diesem erfährt man allerdings nicht allzu viel, da er in der ganzen Geschichte nur zwei oder dreimal auftritt. Ansonsten wird nur über ihn geredet. Außerdem erfährt man fast nichts über die Gesellschaft der Friedenswächter oder des Planeten. Aus diesen drei Punkten hätte man vielleicht noch etwas mehr machen können.

Fazit: Ich habe "Die Friedenswächter" für diese Rezension jetzt das vierte oder fünfte Mal gelesen und fand die Geschichte immer noch interessant und spannend. Und vor allem hervorragend in unser bekanntes "Star Trek"-Universum passend.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Die Friedenswächter"

Originaltitel "The Peacekeepers"

Buchreihe The Next Generation

Autor Gene Deweese

Übersetzer Andreas Brandhorst

Preis Ursprüngl. Ladenpreis:
8,80 DM

Antiquarisch:
2 bis 3 Euro

Dieser Roman ist nur noch antiquarisch erhältlich.

Umfang 256 Seiten

Verlag Heyne

Bestellnummer 06/4646

ISBN 3-453-03909-2

(pp - 30.08.06)


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