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Peter Tigmann (pt), Manrico Tenner (te)06.03.03

"Die Strategie der Romulaner"

Robert Greenberger

Inhalt

Auf dem Planeten Eloh hat bis vor kurzem ein Bürgerkrieg geherrscht. Nun haben die Mächtigen des Planeten sich entschlossen, ihre inneren Feindseligkeiten einzustellen und sich einer der Weltraummächte anzuschließen. Picard bekommt den Auftrag, bei den Gesprächen die Föderation vorzustellen.

Die Föderation weiß allerdings nicht, dass die Elohsianer auch mit den Romulanern Gespräche aufgenommen haben, und so kommt es beinahe im Orbit um Eloh zu einem Gefecht der beiden Mächte. Der Führer des Planeten, Daithin, setzt Picard davon in Kenntnis, dass die Romulaner auf seinem Wunsch hin hier sind. Bald stellt sich heraus, dass die Romulaner von niemand Geringerem als Commander Sela, der angeblichen Tochter von Tasha Yar, repräsentiert werden. Sela hegt einen tiefen Hass gegen Picard, da der Captain ihr schon einige empfindliche Niederlagen beigebracht hat.

Auf Eloh kommt es unterdessen zu terroristischen Anschlägen, in die sowohl Menschen auch als Romulaner verwickelt zu sein scheinen. Picard hat eine schwere Aufgabe: Er muss die Unschuld einer seiner Offiziere, Geordi LaForge, beweisen und versuchen, den Planeten Eloh für die Föderation zu gewinnen. Außerdem kündigt Sela an, diese Mission um jeden Preis zu Gewinnen...

Kritik

Wiedersehen mit Sela: Die Romulaner und die Föderation wollen den Planeten Eloh für sich gewinnen...
1. Peter Tigmann

"Die Strategie der Romulaner" ist ein bemerkenswerter Roman. Dies kommt vor allem daher, dass der Autor nicht sehr viele Action-Passagen verwendet, um Spannung aufzubauen. Viel mehr kann das Buch durch seine Dialoge gefallen, die auch ganz klar im Vordergrund stehen. Mit Picard und Sela treffen auch zwei sehr starke Charaktere aufeinander. Es macht großen Spaß zu lesen, wie sowohl Picard als auch Sela Daithin überzeugen wollen, dass ihre Partei die richtige ist. Der Handlungsstrang um die terroristischen Anschläge ist ebenfalls sehr gelungen, da man nicht wusste, wer wirklich der Schuldige ist. Die Auflösung des Ganzen erschien mir dann auch sehr gelungen und auch überraschend.

Dann gibt es noch den dritten Handlungsfaden, der sich um Ro Laren dreht. Sie versucht, den Annäherungsversuchen eines 17-jährigen Teenagers aus dem Weg zu gehen, der bekommt allerdings Hilfe durch einen Fachmann des "Anbaggerns": Will Riker. Auch wenn dieser Handlungsstrang etwas langweilt und manchmal auch unpassend wirkt, lockert er die ernste Atmosphäre doch etwas auf.

Beachtenswert fand ich auch, dass trotz des Wettstreites zwischen Picard und Sela auch andere Charaktere der Crew ihren Platz bekamen. Wer "Star Trek"-Bücher kennt, weiß, dass dieses eher selten ist und die Autoren sich meist auf wenige Charaktere konzentrieren. Hier bekam aber fast die ganze Seniorcrew ihren Auftritt.

Abschließend kann man sagen, dass dieses Buch für diejenigen, die auf harte Action stehen, nichts ist. Der Roman hat zwar auch einige Sequenzen, in denen die Fetzten fliegen, allerdings wirken diese nie übertrieben. Der Focus liegt auf den Charakteren, die hier alle gut beschrieben sind. Die Spannung und Atmosphäre des Romans wird durch die tollen Dialoge aufgebaut. Das Ende, bei dem man bis zum zerreißen auf Daithins Entscheidung gespannt war, ist sehr überraschend und auch bei Trek-Büchern eher selten. Mehr soll noch nicht verraten werden.

2. Manrico Tenner

Das Buch ist eine klassische Kalter-Krieg-Story, in der Romulaner wie auch die Vertreter der Föderation versuchen, die jeweils andere Seite zu übertrumpfen und teilweise auch schlecht zu machen. Letzteres fällt vor allem bei der Delegation der Föderation unangenehm auf.

Das Volk der Elohsianer ist ausgezeichnet ausgearbeitet und durch seine inneren Konflikte lebendig gestaltet. Einzig die Entscheidung für die Romulaner ist nicht völlig schlüssig. Daithin gibt zwar stichhaltige Gründe an, aber keiner davon rechtfertigt letztlich den zu befürchtenden Untergang der elohsianischen Kultur. Somit fehlt es den Elohsianern trotz aller inneren Konflikte leider an Tiefgang, so dass der Leser Daithins Entscheidung zwar bedauert und eventuell missbilligt, die Elohsianer aber nicht wirklich als Verlust für die Föderation ansieht und bald vergessen wird.

Die Charaktere agieren routiniert wie gewohnt: La Forge repariert, Dr. Crusher heilt, Worf hat einige Kampf-Szenen und die Romulaner sind hinterhältig. Hervorzuheben sind Datas Sherlock-Holmes-Leistungen, sowie seine Zusammenarbeit mit Sela.

Die B-Story um Fähnrich Ro gestaltet sich recht nett, trägt aber zur Hauptstory nichts bei und ist im Grunde genommen überflüssig.

Fazit: Eine spannende Story mit überzeugenden Charakteren, einer durchdachten neuen Spezies und den Romulanern, ausnahmsweise auf der Siegerseite, sorgen für kurzweilige Unterhaltung.

Bewertung

1. Peter Tigmann
2. Manrico Tenner

Weitere Infos


Titel "Die Strategie der Romulaner"

Originaltitel "The Romulans Stratagem"

Buchreihe The Next Generation

Autor Robert Greenberger

Übersetzer Uwe Anton

Preis Ursprüngl. Ladenpreis:
12,90 DM

Antiquarisch:
2 bis 3 Euro

Dieser Roman ist nur noch antiquarisch erhältlich.

Umfang 313 Seiten

Verlag Heyne

Bestellnummer 06/5447

ISBN 3-453-13323-4

(pt, te - 06.03.03)


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