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Daily Trek News
SF-Zone News

Peter Tigmann (pt), Manrico Tenner (te)19.10.06

"Verhöhnter Zorn"

Pamela Sargent & George Zebrowski

Inhalt

Dem der Föderation angehörigen Planeten Epictetus III und seinen über 20 Millionen Einwohner stehen eine schreckliche Katastrophe bevor: Die Sonne des System droht zur Nova zu werden, nichts und niemand auf dem Planeten würden diese Explosion überleben. Die Enterprise, die das einzige Schiff in unmittelbarer Nähe ist, wird zu dem Planeten gesandt. Allerdings macht sich bei Picard und seinen Leuten sehr schnell Resignation breit, da auch sie nicht wissen, wie sie die Nova aufhalten sollen. Picard muss eine schwierige Entscheidung treffen. Wer darf zu den 3000 Personen gehören, die die Enterprise vom Planeten aufnehmen kann?

Schließlich präsentieren Data und LaForge Picard einen sehr gefährlichen Plan zur Rettung des Planeten: Man will Energie von der Sonne abzapfen, um so ein Wurmloch zu öffnen, welches den Planeten in ein 15 Lichtjahre entferntes System bringen soll. Picard ist sich nicht sicher, ob er diesem unsicheren Plan zustimmen oder ob er so viele Personen wie möglich evakuieren soll, um dann das System zu verlassen. Während er noch über diese Entscheidung nachsinnt, nehmen sich viele Bewohner des Planeten das Leben, um so dem scheinbar unausweichlichen Ende früher entgegenzukommen.

Picard bekommt auch aus einem anderen Grund Gewissensbisse: Die Sternenflotte hat ihn angewiesen, nichts von dem Plan zum Transport des Planeten zu erzählen, um den Bewohnern keine unnötigen Hoffnungen zu machen. Schließlich entscheidet Picard, den Plan durchzuführen. Wenn dieser scheitert, wäre dies nicht nur das sichere Ende von Epictetus III, sondern auch das der Enterprise und ihrer Besatzung...

Kritik

Ein Planet droht zerstört zu werden, Picard muss entscheiden, wer überleben darf.
1. Peter Tigmann

Was sich noch in der Inhaltsangabe spannend anhören mag, wird während des Lesens sehr schnell langweilig. Fast die ganze Zeit über bekommt man erzählt, wie unheimlich gefährlich doch der Plan von Data und LaForge wäre und welche möglichen Konsequenzen daraus resultieren würden. Es hätte gereicht, das einmal ordentlich näher zu beschreiben und dann das Thema nicht mehr zu stark anzuschneiden, es kommt dadurch auch nicht viel mehr Spannung auf.

Was aber ganz und gar unverständlich bleibt, ist der Plan, einen Planeten durch ein Wurmloch zu bringen. Ich bin kein Experte von "Star Trek"-Wurmlöchern, aber muss ein Körper nicht aus eigener Kraft hindurch fliegen? Ich glaube kaum, dass Epictetus III irgendwelche Antriebsdüsen hat. Vorstellbar wäre eventuell noch, dass der Planet irgendwie durch die Energie, die von der Sonne abgezweigt wird, bewegt wird. Etwas unklar ist auch, warum Picard nicht einmal die Erlaubnis bekommt, dem Ministerrat über den Plan einzuweihen. Es wäre vorstellbar, dass dadurch die Minister noch mehr an die Bevölkerung appellieren könnten, sich nicht freiwillig und kampffrei dem Tod auszuliefern.

Gut gefallen konnten die Charakterstudien. Vor allem einigen Nebenfiguren, wie etwa Minister Czeslaw, waren sehr gut beschrieben. Wie Picard dargestellt wird, weiß allerdings nicht sonderlich zu gefallen. Er erscheint inkonsequent. Abschließend lässt sich sagen, dass dies kein sehr rühmlicher Roman ist, da nur wenig Spannung aufkommt und es keine besonderen Überraschungen gibt.

2. Manrico Tenner

Wen wundert es, dass die Enterprise mal wieder das einzige Schiff im Quadranten ist? Zusammen mit Picard fragt man sich anfangs, was die Enterprise im Epictetus-System erreichen soll. Die Lage ist hoffnungslos. Glücklicherweise wartet die Story mit einigen Überraschungen auf: Datas Plan ist innovativ und sein Gelingen nicht vorhersehbar. Fast kommt der übliche Eindruck auf, es läuft wie gewohnt, und das Happy End ist von vornherein klar. Aber einen ganzen Planeten durchs Wurmloch schicken, ist schließlich ein Vorhaben, das vielleicht doch schief gehen könnte.

Allerdings scheinen die Autoren keinen richtigen Gesamtplan zu verfolgen. Die Story beginnt auf der Enterprise, rückt Data und Geordi in den Vordergrund, lässt sie jedoch im weiteren Verlauf fast außer Acht. Beim Showdown dürfen sie noch mal als Stichwortgeber auftauchen. Ebenso überraschend ist das Auftauchen der Tireos-Gruppe in der Mitte des Romans. Vorher werden die Meeresforscher gar nicht erwähnt und plötzlich stehen sie im Zentrum des Geschehens. Dieser Handlungsstrang wirkt wie nachträglich eingefügt, um noch ein paar Seiten zu füllen und irgendeinen Gegner vorweisen zu können. Glücklicherweise entpuppen sich die Nereiden nicht wirklich als Nachkommen der Ureinwohner des Planeten, Superwesen, die im letzten Augenblick aus dem Wasser steigen, mit den Flossen wackeln und die Sonne stabilisieren.

Mich hätten dennoch ein paar Argumente der Meeresforscher interessiert, denn Professoren und ähnlich studierte Leute müssen ja einen Grund zu der Annahme haben, die Nereiden besäßen Intelligenz. So bleiben sie allerdings die "Spinner am Rand" und wirken eher blass zu den übrigen Charakteren.

Weiterhin hätte ich mir eine ausführliche Diskussion über eines der ethischen Probleme gewünscht: Soll wirklich nur den Menschen des Planeten das Glück gewährt werden, wenigstens in Form der 3000 Kinder weiterzuleben? Haben die anderen Spezies kein Recht, weiter zu bestehen? Die Enterprise als moderne Arche Noah ("Arche Picard"?) wäre vielleicht ein provokanter und spannender Aufhänger gewesen. Glücklicherweise bleibt es dem Leser überlassen, sich ein Urteil über die Flüchtlinge in den Unterlichtschiffen zu bilden. Ich würde diese verzweifelten Menschen nicht verurteilen, aber andere Leser sehen das vielleicht nicht so.

Die Verzweiflung der Epicteter ist sehr gut getroffen und einfühlsam beschrieben, als Leser bangt und hofft man mit ihnen. Daher reißt die Spannung nie ab. Trois empathische Fähigkeiten erweisen sich diesmal als nicht sehr hilfreich. Die ständigen Zweifel Picards an seiner Entscheidung sind anfangs noch nachvollziehbar, später wirken sie jedoch übertrieben und aufgesetzt.

Fazit: Alles in allem ein Katastrophenbuch, womit allerdings der Inhalt, nicht die Qualität des Buches gemeint ist

Bewertung

1. Peter Tigmann
2. Manrico Tenner

Weitere Infos


Titel "Verhöhnter Zorn"

Originaltitel "A Fury Scorned"

Buchreihe The Next Generation

Autor Pamela Sargent & George Zebrowski

Übersetzer Uwe Anton

Preis Ursprüngl. Ladenpreis:
12,90 DM

Antiquarisch:
ca. 2 bis 8 Euro

Dieser Roman ist nur noch antiquarisch erhältlich.

Umfang 366 Seiten

Verlag Heyne

Bestellnummer 06/5756

ISBN 3-453-16189-0

(pt, te - 29.10.06)


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