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Peter Schipfmann (ps), Markus Loosen (ma), Peter Tigmann (pt)18.10.06

"Der Widersacher"

Greg Cox

Inhalt

Am Schluss des zweiten Bandes hat 0 das Reich der Tkon durch eine Supernova vernichtet, die Enterprise ist vor den Camarainern in die Galaktische Barriere geflüchtet, und Lem Faals Verstand wird von dem Wesen jenseits der Barriere immer stärker beeinflusst.

Und so geht es im letzten Band weiter:

Nach dem Ende des Tkon-Reiches tritt das Kontinuum auf, um Q und die vier Bösewichte zu bestrafen. Q kann sich mit den vier kurzfristig in einem Gasriesen verstecken, sie werden aber schnell entdeckt, und es kommt zum Kampf zwischen dem Kontinuum und den Übeltätern. Das Kontinuum siegt, Der Eine wird in das Zentrum der Galaxie verbannt, 0 hinter die eigens für ihn errichtete galaktische Barriere.

Picard kehrt auf die Enterprise zurück. Dort wird Professor Faals Bewusstsein inzwischen von 0 vollständig übernommen. Er hat übermenschliche Kräfte, niemand kann ihn stoppen, und es gelingt ihm, im Maschinenraum des Schiffes den Torpedo abzuschießen, der ein Wurmloch durch die Barriere entstehen lässt. 0 kommt zurück!

Er übernimmt die Kontrolle des Schiffes, steuert es auf das Zentrum unserer Galaxie zu und beginnt, Q durch das Schiff zu jagen. Ein Teil von 0 steckt ja ebenfalls in Professor Faal, und der führt als sein Stellvertreter mit q Experimente auf der Krankenstation durch, an deren Ende unweigerlich der Tod von q stehen wird. Die weibliche Q kann der dem Wahnsinn verfallenen Entität wenig entgegen setzen und, auch Q (also hier: der Q) scheint ihm nicht gewachsen. Da erscheinen noch zu allen Überfluss die Carmarainer und attackieren wieder die Enterprise...

Kritik

Q und Picard kämpfen zusammen gegen Qs größten Feind.
1. Peter Schipfmann

Der dritte Band der "Q-Kontinuum"-Trilogie ist für mich der brillante Höhepunkt der Geschichte um Qs größten Fehler. Eine dramatische und fesselnde Handlung, die mich, je länger ich sie las, immer mehr in den Bann gezogen hat. Besonders die zweite Hälfte ist Spannung pur. Natürlich weiß man als Fan, dass die Enterprise-E und ihre Crew noch für den zehnten Kinofilm gebraucht werden, die drei Qs noch in der siebter "Voyager"-Staffel einen Auftritt haben werden, sie ergo nicht in einem ordinären "Star Trek"-Roman zerstört beziehungsweise getötet werden können. Bei der Lektüre vergisst man diese Tatsache aber.

Auch die sprachliche Qualität ist nicht schlecht. In den ersten beiden Teilen haben mir die kleinen Kapitel mit den inneren Monologen des Wesens hinter der Barriere (Dialoge von 0) gut gefallen. Im dritten Teil sind sie in den fortlaufenden Text integriert. Es gibt immer wieder dieses merkwürdige, fast nur aus Alliterationen, Komparativen und Superlativen bestehende Gebrabbel und die skurrilen Reime, welche mich an Kinder-Verse erinnern. Der nun wahnsinnige 0 wird wirklich sehr plastisch und eindringlich gezeichnet.

Wie der von 0 übernommene Lem Faal sein Vorgehen gegen den armen, hilflosen q mit diversen eiskalten, grauenhaften, schrecklichen und pseudowissenschaftlichen Statements untermalt und illustriert, jagte mir bei der Lektüre manchmal einen Schauer über den Rücken. Brillant gemacht, diese Darstellung eines Josef Mengele im "Star Trek"-Universum. Greg Cox lässt es also, wie Peter Tigmann in seiner Kritik zum zweiten Band schon vermutete, "heftig krachen". Es ist aber nicht so, dass die Gewalt, die von 0 ausgeht, reiner Selbstzweck ist, nur um den Leser mit Schockeffekten bei der Stange zu halten. Die Auflösung am Schluss ist typisch für "The Next Generation" und hält die Philosophie von "Star Trek" und deren Ideale hoch.

Es gibt auch wieder zahlreiche Bezüge und Anspielungen zu den Serien und Spielfilmen. Der Autor scheint besonders die Originalserie zu mögen. Wie schon in Band zwei liefert Cox Hintergründe und Erklärungen für Episoden der alten Serie aus den 60er-Jahren.

Eine schöne Moral hat die Geschichte auch: Das Böse existiert durchaus in unserem Universum. Wenn man klug und umsichtig handelt, kann man es zwar nicht völlig aus der Welt bannen, es aber doch unter Kontrolle halten.

Fazit zu allen drei Büchern über das Q-Kontinuum: Es beginnt mit recht bekannten Versatzstücken, wie man sie schon kennt, gut gemacht, aber nichts Neues und Eigenständiges. Ab dem zweiten Band gewinnt die Geschichte an Dynamik und Qualität. 0 ist eine elementare Bedrohung wie der Planetenkiller, die Borg oder das Dominion. Der dritte Teil ist schlichtweg genial. Wer "The Next Generation" nicht mit einer naiven, heilen Welt der Zukunft verwechselt, den erwartet eine interessante Lektüre.

2. Markus Loosen

Zum dritten Band kann man nur sagen, dass dieser die Spannung, welche ja im zweiten Band auch schon sehr gut war, durchweg halten kann. Ein Schwerpunkt liegt hier vor allem auf dem Duell 0 gegen Q, welches auf der Enterprise stattfindet. Und welches einen überraschenden Ausgang nimmt. Es ist an einigen Stellen schon lustig zu lesen, wo Q sich überall vor 0 zu verstecken versucht.

Positiv anzumerken ist aber, dass keiner der Charaktere dabei irgendwie ins Lächerliche gezogen wird. Aber auch der erste, im zweiten Band angekündigte Q-Krieg wird gut erklärt. In diesem Handlungsstrang erfährt man dann gleich auch noch einige allgemein bildende Dinge. Zum Beispiel den wahren Grund, warum die Dinosaurier ausgestorben sind.

Auch wurde die Handlung mit Professor Faal, welcher zu einem Teil von 0 geworden ist, natürlich fortgesetzt. Allerdings hat mir das Ende dieses Handlungsstranges weniger gefallen. Ich möchte hierauf aber nicht genauer eingehen, da ich sonst das Ende verraten müsste, was ich nicht will.

Ich will aber auch noch dazu anmerken, dass diese Handlung an einigen Stellen im Buch etwas unglücklich und zu einseitig in meinen Augen verläuft. Hier hat man manchmal das Gefühl, als wenn es diesen Stellen noch an dem allerletzten Feinschliff fehlt. Aber in der Regel sind diese Momente eher kurz, weswegen man eigentlich weiterlesen kann, ohne dass die Spannung allzu sehr nachlässt.

Auch hat der Autor, durch seine Insider-Anspielungen, welche auch in diesem Buch an vielen Stellen vorkommen, seinen Zyklus perfekt in die "Star Trek"-Saga eingeschmiedet. So erfährt man in diesem Band zum Beispiel, wer jenes Wesen ist, das sich für Gott ausgibt und das ja Kirk und Co. in "Star Trek V" treffen. Und nur, um den Kreis der üblichen bekannten Verdächtigen schon mal einzuengen, verrate ich schon mal, dass es nicht 0 ist.

Fazit: Das Buch ist durch die Bank weg spannend geschrieben. Allerdings hat man an wenigen Stellen kurz den Eindruck, dass auch hier der allerletzte Feinschliff fehlt. Diese Stellen sind aber längst nicht so häufig wie im ersten Band. Auch sind sie nicht solange anhaltend, weswegen man in der Regel problemlos darüber hinweglesen kann.

3. Peter Tigmann

Wollten Sie schon immer einmal wissen, wie es wirklich zum Ende der Dinosaurier kam? Oder wem Captain Kirk den Ärger in "Star Trek V" wirklich zu verdanken hatte? Diese und viele andere Antworten zur Geschichte von "Star Trek", aber auch zu der "wirklichen" Geschichte, finden Sie in "Das Q-Kontinuum 3". Waren die ersten zwei Bände vielleicht noch über einige Stellen hinweg etwas langweilig, ist der dritte Band "Der Widersacher" fast nicht an Einfallsreichtum zu überbieten. Autor Greg Cox beweist enormen Einfallsreichtum und bringt selbst die verrücktesten Ideen in den Roman mit ein.

Man sollte aber auf keinen Fall glauben, dass die Geschichte deshalb zur Komödie ausartet. Der Roman hat zwar seine lustigen Momente (wie wäre das in einer Q-Geschichte auch anders möglich), ist aber trotzdem sehr ernst. Anfangs erleben wir mehr von Qs Geschichte. Als dieser Handlungsfaden dann endet, konzentriert sich die Geschichte auf die Enterprise, die noch in der Barriere festsitzt. Der Handlungsstrang um Lem Faal findet hier seinen dramatischen Höhepunkt und auch seine endgültige Aufklärung. Wer in den zwei anderen Bänden gedacht hatte, dass die Geschichte um seinen Sohn Milo eher langweilen würde und das übliche Geschichten vom schlechten Vater erzähle, wird hier eines besseren belehrt.

Leider müssen wir uns aber auch schon wieder von einigen Nebencharakteren verabschieden, die in den letzten beiden Romanen schön eingeführt wurden. Wer das ist, wird natürlich noch nicht verraten.

Die Spannung reißt in keinem Moment ab und die Charaktere kommen sehr gut rüber. Und das gilt wirklich für alle. Cox hat es geschafft, allen Charakteren genug Raum zu geben, und das obwohl die Geschichte sich eigentlich auf Q und seinen Widersacher konzentriert. Was noch auffällt ist, dass die Q etwas "menschlicher" wirken als wir sie kennen. Sei es jetzt die weibliche Q, die sich Sorgen um ihren Sohn macht oder der uns bekannte Q, dem seine Fehler peinlich sind.

Abschließend kann man sagen, dass der dritte und letzte Teil der "Q-Kontinuum"-Trilogie eindeutig auch den besten darstellt und an Einfallsreichtum fast nicht mehr überboten werden kann. Oft sitzt man einfach mit offenem Mund da und glaubt gar nicht, was man da liest. Da ist es ein wahres Glück, dass Heyne auch diesen Roman mal wieder lange vor dem offiziellen Erscheinungsdatum veröffentlicht hat.

Bewertung

1. Peter Schipfmann
2. Markus Loosen
3. Peter Tigmann

Weitere Infos


Titel "Das Q-Kontinuum 3: Der Widersacher"

Originaltitel "The Q-Continuum 3: Q-Strike"

Buchreihe The Next Generation

Autor Greg Cox

Übersetzer Andreas Brandhorst

Preis Ursprüngl. Ladenpreis:
15,55 DM

Antiquarisch:
ca. 2 - 8 Euro

Umfang 250 Seiten

Verlag Heyne

Bestellnummer 06/5773

ISBN 3-453-19654-6

(ps, ma, pt - 12.08.07)


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