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Nina Ruzicka (ru)29.05.10

"Das verschwundene Juwel"

Michael Jan Friedman

Inhalt

Auf dem Planeten Imprima herrscht ein wirtschaftsorientiertes System. Mehrere Großkonzerne, Madraggi genannt, teilen sich die Macht über den Planeten. Erst wenige Jahre zuvor ist es einem Föderationsteam (darunter Will Riker) gelungen, Imprima für den Handel mit der Föderation zu gewinnen und damit die Ferengi als alternative Handelspartner auszubooten.

Will Riker zur Seite stand sein Freund aus Akademietagen, Teller Conlon, der nach erfolgreichem Abschluss der Mission als Botschafter der Föderation auf Imprima zurück blieb. Nun steht eben dieser Mann unter Diebstahlsverdacht.

Zwei Madraggi stehen kurz vor dem Zusammenschluss, was die Position der Föderation auf Imprima festigen würde, doch ein dafür notwendiges Siegel ("Glückslicht" genannt, das der englischen Originalversion den Buchtitel "Fortune's Light" verleiht) ist verschwunden, und Conlon ist der Hauptverdächtige. Die ganze Affäre steht unter Geheimstufenpriorität 1, und somit muss Riker, der die Sache aufklären soll, verdeckt agieren. Lediglich Picard weiß Bescheid. Erschwerend kommt hinzu, dass derzeit auf Imprima ein Fest herrscht, währenddessen jegliche Art der Hochtechnologie - also auch Phaser und Transporter - verboten sind, und dass Riker eine imprimanische Geheimagentin zur Seite gestellt wird, die eine ziemlich xenophobe Lebenshaltung zur Schau trägt.

Zunächst will Riker die Unschuld seines Freundes Teller Conlon beweisen, muss aber schon bald feststellen, dass dieser wirklich auf die schiefe Bahn geraten und zum Schmuggler geworden ist. Leider kann Riker ihn nicht mehr zur Rede stellen, denn als er Conlon findet, steckt diesem ein Messer in der Brust, und jetzt gilt es mehr als nur ein Verbrechen aufzudecken. Die Suche nach dem Schuldigen erweist sich als Verwirrspiel, das letztlich in einer weiteren Messerattacke kulminiert, der Riker selbst zum Opfer fällt und dabei lebensgefährlich verwundet wird. Und das auf einem Planeten, auf dem zurzeit lebensrettende Technik verboten ist ...

Abseits von der wirklich spannenden Handlung gibt es noch einen völlig unabhängigen Seitenstrang, in welchem Data anhand eines Holodeck-Baseballspiels die Prinzipien des Sportsgeistes erfährt.

Kritik

Riker muss die Unschuld seines Freundes beweisen und gerät dabei in Gefahr...
Meine Hoffnungen wurden erfüllt - ich habe endlich einen Friedman-Roman gelesen, bei dem nicht eine spannende Handlung durch triefigen Pathos zerstört wurde! Man kann die Logik der Schlussklimax (in welcher der wahre Schuldige dramatisch überführt wird) ein wenig anzweifeln, aber es war längst nicht so schlimm, wie es hätte sein können. Vielleicht bin ich von dem Autor einfach schon Schlimmeres gewöhnt, so dass ich ihn hier milder beurteile, aber im Großen und Ganzen kann man an dem Buch nichts aussetzen.

Wieder einmal sprechen die Enterprise-Mitglieder problemlos die Sprache einer anderen Kultur, denn Kommunikatoren und damit Universalübersetzer sind ebenfalls verboten. Aber diese Nachlässigkeit wird von vielen Autoren so oft begangen, dass man sie eigentlich gar nicht mehr werten kann.

Die Spannung ist überaus mitreißend, umso mehr, als immer wieder neue Verdächtige in Rikers und Lyneeas (seiner Ermittlungspartnerin) Fokus drängen, teils befinden sich darunter auch alte Bekannte aus Rikers Vergangenheit, denn er hatte im Zuge der einstigen Verhandlungen mehrere Monate auf Imprima verbracht.

Und abgesehen davon, dass Riker natürlich heldenhaft bis zum Geht-nicht-Mehr alle Verwundungen und Schmerzen ignoriert, um seinen Auftrag zu Ende zu führen, gibt es hier nichts zu bekritteln. Mit einer kleinen Ausnahme: Das Baseball-Spiel. Ich habe instinktiv diese Teile getrennt von der eigentlichen Handlung zuerst gelesen und kann dies auch jedem nur ans Herz legen. Wiewohl nicht uninteressant, ist es meiner Ansicht nach störend, in der Lektüre einer spannenden Krimi-Handlung permanent durch Baseball-Details unterbrochen zu werden. Wäre ich meiner inneren Eingebung nicht gefolgt, sondern hätte linear gelesen, wäre ich vermutlich durchgedreht.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Das verschwundene Juwel"

Originaltitel "Fortune's Light"

Buchreihe The Next Generation

Autor Michael Jan Friedman

Übersetzer Andreas Brandhorst

Preis Ursprüngl. Ladenpreis:
14,90 DM

Antiquarisch:
1 bis 3 Euro

Dieser Roman ist nur noch antiquarisch erhältlich.

Umfang 297 Seiten

Verlag Heyne

Bestellnummer 06/4958

ISBN 3-4530-6200-0

(ru - 29.05.10)


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