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Manrico Tenner (te)27.09.06

"Altes Blut"

Diane Carey

Inhalt

Der Tag der Ehre ist ein klingonisches Ritual, das entgegen seiner Bezeichnung mehrere Tage andauert und einen Wendepunkt im Leben aller Nachwuchsklingonen darstellt. So soll Junior unter Anleitung vom Senior anhand eines Ereignisses der glorreichen Vergangenheit seiner Familie die Bedeutung von Ehre kennen und verstehen lernen.

Worf erhält einen kurzfristigen Geheimauftrag und bittet Picard, seine Stelle als Mentor Alexanders zu übernehmen. Der Captain ist gern einverstanden, stellt jedoch verblüfft fest, dass sich Alexander einen Vorfahren der menschlichen Seite seiner Mutter für die Studien erwählt hat. So beginnt für die beiden ein Holodeckabenteuer im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg: Sie gehören zur Besatzung der britischen Fregatte H.M.S. Justina, die sich gerade im Gefecht mit einem amerikanischen Schiff befindet...

Sindikash ist eine föderale Kolonialwelt, die sich vom Planetenbund lösen möchte. Sezessionstreiberin Odette Khanty, Ehefrau des Gouverneurs, hat die Regierungsgeschäfte übernommen, seit ihr Mann nach einem Anschlag im Koma liegt. Als die Enterprise Zeugen für illegale Machenschaften Khantys an Bord nehmen will, findet sie im Transportschiff grausam zugerichtete Leichen. Die Untersuchung erweist Klingonen als Mörder - und Khantys Leibwache besteht aus Klingonen. Also werden Worf und sein alter Freund Ross Grant auf den Planeten geschickt. Worf soll die Klingonentruppe infiltrieren, Grant durchsucht die EDV nach Beweisen. Hierbei beobachtet er Khanty bei der Vergiftung ihres Mannes. Nach geltendem Recht des Planeten bedarf eine Anklage mindestens zwei Augenzeugen.

Worf steht nun vor einem Dilemma: Soll er lügen und Grants Aussage bestätigen, damit Khanty angeklagt werden kann und ihre Pläne durchkreuzt werden? Oder soll die Wahrheit sagen und seinen Freund auf die Abschussliste der Klingonen setzen? Und zu welchen Erkenntnissen über die Ehre würde Alexander gelangen?

Kritik

Der Auftakt zur "Tag der Ehre"-Reihe: Picard erklärt Alexander etwas über den Tag der Ehre, während Worf den Tod seines Freundes untersucht.
Der erste Band der "Tag der Ehre"-Reihe präsentiert sich mit zwei gelungenen Handlungsbögen, die zum einen Alexander, als auch dem Leser zeigen wollen, was Ehre in einer von Gewalt geprägten Umgebung sein kann.

In der teilweise recht brutal geschilderten A-Story trifft Worf auf ehrlose Klingonen, die für die schlimmste Kriminelle auf Sindikash arbeiten. Der Leser kann den inneren Konflikt Worfs, nicht einfach auf die Bande einzuschlagen, recht gut nachvollziehen. Odette Khanty allerdings ist ein Gegner aus der Klischeekiste: Unfähige Untergebene, eiskaltes Biest, macht den ihr völlig unbekannten Worf sofort zu ihrer Nummer eins, lässt sich bei der Ermordung ihres Mannes beobachten und eilt letztlich schnellstens herbei, um vor der versteckten Kamera auszusagen. Worfs Entscheidung gegen eine Falschaussage leuchtet ein, allerdings hätte sich die Enterprise zeitiger zu einer Rettungsmission entschließen können. Und ein Sicherheitsoffizier von Starfleet sollte auch in der Kolonie mehr Einfluss haben. So erweist sich der tragische Tod von Grant als dramaturgisch nicht notwendig. Alles in allem eine temporeiche Spionagegeschichte, die ein wenig an ihrer Mittelmäßigkeit leidet.

Die B-Story um Alexander und Captain Picard erweist sich als technische Reise in die Vergangenheit, den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Hierbei erkennt selbst Picard, dass bestimmte Formen von Ehre die Jahrhunderte nicht überdauert haben. Der Freigang von Kriegsgefangenen, die nur an ihr Wort gebunden sind, wäre sowohl heute, als auch zu Picards Zeiten undenkbar. Schade eigentlich. Neben reichlich Action zu Wasser und zu Land bietet die Geschichte um Alexanders Vorfahren gut ausgearbeitete Charaktere und glücklicherweise keine Holzhammer-Argumentation über Wesen und Inhalt von Ehre. Allerdings wundere ich mich über Alexanders amerikanische Vorfahren, denn vom menschlichen Elternteil seiner Mutter erfährt man in der Fernsehserie nichts. Seine nächste Verbindung zur irdischen Kultur sind Worfs Pflegeeltern, die Rhozenkos. Warum zeigt die Autorin keine Episode über Ehre aus der russischen Vergangenheit?

Fazit: Die Autorin liefert keine neuen Erkenntnisse über Ehre. Allerdings gehört diese Frage eher in den philosophischen Bereich, mit dem sich "Star Trek"-Autoren generell schwer tun. Alles in allem eine kurzweilige, spannend erzählte Geschichte mit sehr gut geschriebenen Charakteren, wenn auch bisweilen unnötig gewaltsam.

Der "Tag der Ehre"-Zyklus

  • Band 1: "Altes Blut" ("The Next Generation")
  • Band 2: "Der Himmel von Armageddon" ("Deep Space Nine")
  • Band 3: "Ihre klingonische Seele" ("Voyager")
  • Band 4: "Das Gesetz des Verrats" ("Classic")

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Altes Blut"

Originaltitel "Ancient Blood"

Buchreihe The Next Generation

Autor Diane Carey

Übersetzer Ronald Hahn

Preis Ursprüngl. Ladenpreis:
14,90 DM

Antiquarisch:
1 bis 3 Euro

Dieser Roman ist nur noch antiquarisch erhältlich.

Umfang 345 Seiten

Verlag Heyne

Bestellnummer 06/5763

ISBN 3-453-15640-4

(te - 19.09.07)


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