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Julian Wangler (jw), Jörn Podehl (jp)01.10.05

"Tod im Winter"

Michael Jan Friedman

Information

Der Cross-Cult-Verlag veröffentlicht die Romane der "The Next Generation - Second Decade" jetzt auch in Deutschland. Die unten stehenden Kritiken beziehen sich auf die englischen Originalausgaben.

Inhalt

Klappentext

Lange bevor Captain Jean-Luc Picard das Kommando über das legendäre Raumschiff Enterprise übernahm, verliebte er sich innig und hoffnungslos in Doktor Beverly Crusher. Obwohl er aus dem einen oder anderen Grund nie diese Gefühle ausgelebt hat, findet Picard doch ein gewisses Maß an Zufriedenheit als Beverlys enger Freund, Kollege und täglicher Frühstückspartner. Aber als Doktor Crusher ihre Position auf der Enterprise aufgibt, um die medizinische Leitung der Sternenflotte zu übernehmen, wird Picard das hellste Licht in seinem Leben genommen. Und als er sich gerade mit seinem Verlust abgefunden hat, erfährt er, dass man Beverly auf einem entfernten Planeten vermisst - und man annimmt, dass sie tot ist.

Kevratas ist eine öde, gefrorene Welt auf der entfernten Seite der romulanischen Neutralen Zone, wo die Föderation für die von einer Seuche heimgesuchten Einheimischen zur letzten echten Hoffnung auf Überleben und Freiheit geworden ist. Die Sternenflotte hat keine andere Wahl als ein weiteres Team zur Rettung der Kevrata zu entsenden - und Picard ist die logische Wahl. Entscheidend für den Erfolg der Mission sind zwei Kollegen, die bereits bei seinem Kommando des Raumschiffes Stargazer unter ihm dienten - Pug Joseph, ein Mann mit einer Vergangenheit, die er ungeschehen machen will, und Doktor Carter Greyhorse, der eine Haftstrafe für versuchten Mord verbüßt hat - sowie ein Romulaner, der sein Volk vor Jahren verlassen hat und nie erwartet hat, einmal zurückzukehren. Zusammen verfolgen sie die Spur von Crusher nach Kevratas, entschlossen dort zu siegen, wo die Ärztin scheiterte.

Auf der romulanischen Heimatwelt wird inzwischen das durch das Ableben des Prätors Shinzon entstandene politische Vakuum durch seine standhafteste Unterstützerin, Senatorin Tal'Aura, gefüllt. Aber es gibt auch Widersacher, zu denen auch Commander Donatra und die Flotte von Warbirds unter ihrem Kommando gehören, die Tal'Aura vorwerfen, auf Rebellionen von Vasallenwelten des Imperiums falsch reagiert zu haben. Und eine Rebellion im Besonderen: die Bewegung auf der Eiswelt Kevratas.

So beginnt ein verzweifelter Kampf - nicht nur um die Freiheit der lange unterdrückten Kevratianer, sondern auch um die Seele des romulanischen Imperiums. Bevor er vorbei ist, werden Schicksale geschmiedet und zerschmettert, das Imperium wird bis auf seine uralten Grundfesten erschüttert, und Jean-Luc Picards Leben wird verändert... für immer.

Inhaltsangabe (von Julian Wangler)

Der Roman beginnt mit zwei hochinteressanten Rückblenden: die eine, im Jahre 2348, stellt den Moment dar, da Picard von einem romulanischen Spion jene berühmt-berüchtigte DNA-Probe entnommen wird, aus der später sein Klon und Rivale Shinzon entspringt (all das noch auf der Hochzeit von Jack und Beverly Crusher). Die andere Rückblende, 2339, befasst sich mit Beverly Crushers erstem Zusammentreffen mit den Kevratianern - Bewohner jenes Planeten, der im Laufe der Geschichte noch sehr wichtig wird.

Auf Seite 35 steigt der Roman in die Gegenwart ein. Dem Leser wird ein Picard präsentiert, der seine besten Tage bereits hinter sich zu haben scheint: Nach dem Shinzon-Zwischenfall vor einem Monat hat ein Großteil der Crew die generalüberholte Enterprise-E verlassen, und auch die meisten seiner Führungsoffiziere und engsten Freunden weilen nicht mehr an Bord, abgesehen vielleicht von LaForge und dem Klingonen Worf, der sein heimatloses Heil wieder auf der Enterprise findet. Picard ist (logischerweise) in einer melancholischen Stimmung, seine Leute schließlich verloren zu haben, vor allem, was sein niemals ganz eindeutiges Verhältnis zu Beverly Crusher, nun auf der Erde tätig, anbelangt.

Indes erfahren wir, dass das romulanische Imperium, so wenige Wochen nach dem Tode Shinzons zwar über einen neuen Prätor verfügt - Tal'Aura heißt die gute Dame (sie unterstützte Shinzon einst und witterte dann selbst Oberwasser) -, aber innenpolitisch weit von dem Wort Stabilität entfernt ist: Überall im imperialen Territorium, vornehmlich in den Randgebieten, brechen Aufstände und regelrechte Rebellionen aus, die auf eine Separationsbewegung von Völkern zurückgehen, die sich lange genug im Würgegriff romulanischer Autorität befindet haben und nun die Chance auf Freiheit wittern, vergleichbar vielleicht mit dem Zerfall der Sowjetunion und heute auch der russischen Föderation. Innerhalb der romulanischen Führung gibt es einen großen Zwist: Tal'Aura und ihr gewiefter Stellvertreter Tomalak auf der einen, Commander Donatra und Admiral Suran als Vertreter eines nicht unerheblichen Teils der imperialen Flotte auf der anderen Seite. Donatra ist die stärkste Sympathisantin der Rebellen auf Kevratas, mit deren Anführer, Braeg, sie eine geheime Liebesbeziehung führt. Wer sich zuerst bewegt im Imperium, ist tot.

Eines Tages nimmt das Unheil dann seinen Lauf: Beverly Crusher befindet sich im Rahmen einer verdeckten Mission auf der romulanischen Grenzwelt Kevratas, um eine schwerwiegende Seuche zu heilen und wird dabei von romulanischen Truppen entdeckt und als Spion der Föderation gefangen genommen. An Bord der Enterprise wird Picard darüber in Kenntnis gesetzt, dass sie sich seit mehreren Tagen nicht mehr bei der Sternenflotte gemeldet hat und möglicherweise tot ist; das kann und will er nicht akzeptieren. Picard erhält vom Oberkommando den Auftrag, einen anderen Arzt der Sternenflotte nach Kevratas einzuschleusen, um Crushers Arbeit fortzusetzen. Man will ihm aber auch den Freiraum lassen, nach ihr zu suchen. Da die Enterprise nach der zurückliegenden Schlacht gegen Shinzon alles andere als einsatzfähig ist, gibt die Sternenflotte ihm ein alternatives Reisemittel, das zivile Frachtschiff Annabel Lee unter dem Kommando seines alten "Stargazer"-Kameraden Pug Joseph. Begleitet wird er neben Joseph und dem benannten Arzt Carter Greyhorse (ein nicht ganz sündenfreier Geselle) von einem Romulaner namens Decalon, der beizeiten zur Föderation übergelaufen ist und selbst eine Weile auf Kevratas gelebt hat.

In der Gefangenschaft der Romulaner - im Speziellen: Einer alten Bekannten namens Sela - erfährt Crusher, dass Tal'Aura und ihresgleichen offenbar bereit sind, zigtausende Kevatianer an der Seuche sterben zu lassen, nur um eine Destabilisierung der Randzonen des Imperiums zu verhindern. Der Zweck heiligt die Mittel.

Worf und LaForge an Bord der Enterprise beschließen, Picard hinterher zu schnüffeln und ihm gegebenenfalls zur Hilfe zu kommen. Währenddessen wird Crusher von einem abtrünnigen Romulaner, der die kevratanische Separationsbewegung unterstützt, aus ihrer Gefangenschaft befreit.

Nachdem Picard, Joseph und Greyhorse sowie Decalon aufgrund ihrer Tarnung als Zivilisten und Händler Zugang nach Kevratas erhalten haben, machen sie sich auf die Suche nach einem Romulaner namens Phajan, einem Mitglied der Untergrundbewegung, die einigen Romulanern in der Vergangenheit geholfen hat, in die Föderation zu flüchten. Doch dieser benannte Romulaner ist heute Steuereintreiber auf Kevratas und lebt in Saus und Braus, während der Großteil der kevratanischen Bevölkerung Armut und Hunger leidet. Picard traut ihm nicht, und als Phajan aus unklaren Gründen für eine Weile weg geht, beschließt der Captain gegen den Protest Decalons, weiter zu ziehen, damit sie ihre Missionsziele erfüllen können. (Vielleicht sind es die schlechten Erfahrungen mit Pardek.) Es stellt sich heraus, dass die Befürchtungen Picards richtig waren: Phajan verpetzt die Eindringlinge bei Sela. Von nun an sind sie auf der Flucht. Doch bald schon finden sie Unterschlupf bei den kevratanischen Rebellen.

Die Rebellen scheinen andere Pläne mit Doktor Crusher zu haben, als sie zunächst vorgeben. Tatsächlich wollen sie sich am romulanischen Volk rächen - und sie dazu zwingen, eine romulanische Variante der kevratanischen Seuche zu entwickeln. Insofern haben sich die Fronten verhärtet und verquert, und für Picard, Crusher & Co. wird es eine harte Mission, wieder lebend aus dieser schneeweißen Hölle Kevratas herauszukommen...

Kritik

1. Julian Wangler

Picard muss Dr. Crusher von dem Planeten Kevratas bringen, bevor es zu einer noch größeren Katastrophe kommt.
Ein Buch von ganz eigenartiger Konsistenz hat Jan Michael Friedman da abgeliefert. Denn streng genommen ist "Death in Winter" kein eindeutiger Auftakt für einen "The Next Generation"-Relaunch, sondern eher so etwas wie ein verlängerter Arm von "Nemesis" mit eigenem Kontext. Gleichzeitig ist es auch eine verkappte Fortsetzung der "Stargazer"-Reihe, sieht man einmal auf Picards Begleitung an Bord der Annabel Lee.

In erster Linie aber ist es die Geschichte einer verschütteten Liebe. Und das macht den Roman, trotz mancher Mängel, zu etwas Besonderem. Es ist ein gutes Zeichen, dass man bei Pocket Books offenbar jenen Mut gefasst hat, den die Produzenten der TV-Serie anno dazumal nicht aufbrachten: Picard und Beverly eine Zukunft zu geben, selbst, wenn es bedeutet, den in "Nemesis" verkündeten Weggang der Ärztin wieder zurückdrehen zu müssen.

Damit setzt das Buch sehr klare Prioritäten und verscherzt sich nicht in überflüssigen Szenen. Zum einen, weil der Charakterfokus ausschließlich auf der Konstellation Picard - Beverly liegt - was Flashbacks zu Anfang sehr schön untermauern -, zum anderen die persönliche Problematik sehr schön vor dem Hintergrund politischer Wirren im Romulanischen Reich integriert wird. Denn da herrschen nun, gleichsam im Machtvakuum, das Shinzon hinterließ, Intrigen, Mord und Todschlag: Verschiedene romulanische Fraktionen kämpfen gegeneinander, und es ist schön, dass die Remaner diesmal außen vor bleiben.

Die Auflösung des Romans in die sich gewahr werdende Liebe zwischen Picard und Beverly - ein lange überfälliger Prozess - lässt es einem richtig warm ums Herz werden (wobei ich mich doch zeitweilig fragte, was eigentlich aus Anij aus "Der Aufstand" geworden ist?). Der eigentliche Verlauf des Abenteuers um Kevratas war spannend und actionlastig, ganz sicher aber nicht überoriginell. Manche Szenen, gerade zum Ende hin, büßen etwas Spannung ein, weil sie zu mechanisch und vorhersehbar ablaufen. Da kann man die Seiten regelrecht überfliegen.

Auch hätte ich mir in diesem Zusammenhang gewünscht, etwas tiefer in die Abgründe romulanischer Politik einzutauchen, ähnlich, wie es im Pilotroman von "Star Trek: Titan" geschieht. "Death in Winter" hingegen sucht sich (so wie einst "Nemesis" mit den Remanern) lieber wieder einen Nebenkriegsschauplatz aus und bleibt alles in allem eher an der Oberfläche.

Ebenfalls ein Manko ist Selas Rückkehr: Wer sich auf ein gefährliches Spiel mit der hybriden Antagonisten freut, wird enttäuscht werden. Das alles ist aber zu verschmerzen, denn das Buch dreht sich, wie vom Cover bereits angedeutet, nur in zweiter Linie um Politisches. Schwierig sind schließlich die Verweise in die (ausgesprochen erfolglose) "Stargazer"-Reihe von Autor Friedman. Das Gros der TNG-Fans, die zu diesem Buch greifen, wird mit ihnen nur herzlich wenig anfangen können und sie als ablenkenden Ballast empfinden. Und dennoch: Überaus gelungen ist der Ausklang des Buches, als die Rebellen es schaffen, eine spezielle Seuche aus der Taufe zu heben, die Romulaner infizieren kann und die sich auf dem Weg nach Romulus befinden könnte. Hier winkt möglicherweise eine Fortsetzung, die "Death in Winter" einen größeren Zusammenhang verleihen könnte.

Fazit: "Death in Winter" räumt auf mit einer totgeschwiegenen Liebe. Alleine deshalb ist es empfehlenswert. Obwohl auch die restliche Handlung um Kevratas und Romulaner sich durchaus von kurzweiliger Spannung anlässt, kann dieses Buch die über allem schwebende Frage, wie es denn jetzt mit TNG weiter geht, nicht hinreichend beantworten. Zu schwer wiegen da noch der in großem Stile erfolgte Weggang von Stammcharakteren wie Riker, Troi und Data. Insofern ist "Death in Winter" bestenfalls ein Vorlauf für künftige Bücher. Der große zeitliche Abstand, bis "Resistance" erschien - satte zwei Jahre - deutet darauf hin. Es darf mit Spannung beobachtet werden, wie künftige Autoren der Serie neues Leben einzuhauchen gedenken.

Anmerkung der Redaktion: Dieses Buch ist im Mai 2005 auch als Hardcover-Ausgabe unter der ISBN-Nummer 0-7434-9721-X erschienen. Diese Hardcover-Ausgabe wurde hier rezensiert.

2. Jörn Podehl

Die "The Next Generation"-Crew ist zurück mit etwas, das man vielleicht auch Relaunch nennen kann, nur dass es in diesem Fall "The Second Decade" heißt. Was erwartet uns nach "Star Trek Nemesis"? Mit solchen Fragen soll "Death in Winter" aufräumen. Und dazu hat Paramount einen alten Experten ans Werk gelassen, nämlich Michael Jan Friedman, der bereits viele "The Next Generation"-Bücher und seine sieben Bücher umfassende "Stargazer"-Bände auf dem Buckel hat. Also, was kann da schon schief gehen?

Leider irgendwie alles. Die erste Romanszene ist für die Handlung und das Buch zwar nett, aber unwichtig: Sie zeigt, wie Jahre zuvor ein romulanischer Spion auf der Hochzeitsparty von Beverly Howard und Jack Crusher DNS-Spuren von Picard stiehlt (Anspielung auf "Nemesis" und den Gen-Diebstahl, wodurch letztlich Shinzon entstanden ist). Bis auf Picard und Crusher wird auf die anderen Charaktere der Enterprise-Besatzung darüber hinaus so gut wie nie eingegangen. Nur Geordi und Worf haben einen ziemlich undankbaren Auftritt. Riker und Troi sind auf Hochzeitsreise, B-4 gammelt wohl irgendwo auf dem Schiff herum und ist nicht zu sehen und, und, und. Dafür haben wir jede Menge "Stargazer"-Charaktere, die mit "The Second Decade" nichts am Hut haben. Personen und Schicksale, die mich schon in den "Stargazer"-Bänden nicht überzeugt haben. Da ist zum Beispiel Pug Joseph, der sich für den Tod von Jack Crusher verantwortlich fühlt. Dr. Carter Greyhorse wird mit an Bord geholt, obwohl er in der "Stargazer"-Reihe Picard & Co. für den Tod seiner Geliebten verantwortlich machte und einst selbst deren Leben ein Ende setzten wollte. Jetzt gilt er als kuriert.

Der Konflikt, Greyhorse und Picard wieder zusammenzubringen, zündet überhaupt nicht. Nur sporadisch wird erwähnt, dass er - nach seiner Heilung und Einweisung in eine Psychiatrie -, sich für seine damaligen Taten schämt; Picard geht am Rande darauf ein und verdrängt die Vergangenheit. Also, was soll dann eine Person, die zwar zum Konflikt beitragen kann, ihn aber ständig umschifft? Pug Joseph ist nichts weiter als ein Wasserträger und Pilot, der Picard und seine Kollegen nach Romulus bringt. Das Highlight war, als Joseph von einem Phaserstrahl (der leider auf Betäubung gestellt war) getroffen wird: denn endlich hält er mal den Mund.

Überhaupt, die ganze Idee mit einem Virus, der das Volk dezimiert und schließlich von Starfleet-Helden eingedämmt wird, ist alt und ein typisches Zeichen für Ideenlosigkeit. Jenes hat Friedman in seinen Büchern leider zu oft bewiesen. Erinnern Sie sich noch an seine Bücher "Wieder vereint" und "Saratoga"? Im Grunde genommen waren es dieselben Handlungen, nur mit anderen Personen. In "Stargazer" sind's irgendwelche mysteriösen Frauen, die Picard um den Verstand bringen. Und hier? Ein Virus, das die Bevölkerung dezimiert, von den Romulanern geduldet wird und das Volk am Ende geheilt wird.

Positiv anzumerken sind neben dem flüssigen und Spannung erzeugenden Schreibstil, die Charakterisierungen von Imperatorin Tal'Aura und die Einblicke in die Machtspiele der Romulaner - besonders Tomalak und Donatra. Oder der Verrat von Tal'Auras Angehörigen. Hier wird der Grundstein für ein weiteres Geplänkel gelegt und zum Glück in "Titan: Taking Wing" fortgeführt. Schön ist auch, dass Crusher den Löwenanteil an der Geschichte hat. Gut, ich bin nicht begeistert von der Idee, dass der Doktor allein nach Kevratas aufbricht, um einem fremden Volk zu helfen und schließlich gefangen wird. Natürlich kann sie entkommen, es wird gezeigt, wie verschlagen die Romulaner sind und sich selbst nicht einmal das Schwarze (oder das romulanische Äquivalent dazu) unter den Fingernägeln gönnen. Aber es ist schön, Crusher in Action zu erleben und am Ende zu sehen, dass sie mit Picard zusammenkommt. Die Ereignisse auf Kevratas sind übrigens der Grund dafür, dass Crusher ihren neuen Posten als Leiterin von Starfleet-Medical doch nicht antritt und somit auf der Enterprise bleibt.

Tja, was machen nun die oben genannten "Stargazer"-Charaktere in diesem Buch? Da Crusher entführt wird, muss Starfleet handeln und einen anderen Doktor schicken, um die Epidemie einzudämmen. Sonst droht eine weiterreichende Destabilisierung des Romulanischen Reichs, was die Föderation nicht will. Carter Greyhorse hat in der Vergangenheit mit Dr. Crusher sehr eng an einer Lösung für das Virus zusammengearbeitet und ist der Einzige, der den Kevratasianern noch helfen kann. Pug Joseph besitzt einen unauffälligen Frachter, mit dem sie wie Händler wirkend in das romulanische Raumgebiet eindringen können. Das ist alles. Schade, für mich ist das kein Grund, irgendwelche Charaktere zu nehmen, die mit "The Next Generation" so gut wie nichts gemein haben und bekannte Leute à la Worf, Geordi & Co. nur peripher auftauchen zu lassen. Letztere haben übrigens einen mehr schlecht als recht beschriebenen Auftritt, denn Picards Mission ist als geheim klassifiziert und beide versuchen mit allen Mitteln, herauszubekommen, wo Picard tatsächlich ist.

Fazit: Dieser Roman ist eher das achte "Stargazer"-Buch als der Auftakt zu einer neuen "The Next Generation"-Serie; man hätte daraus mehr machen können. Der gute Schreibstil, die nett beschriebenen Hauptfiguren und das neue Paar Picard-Crusher reißen das Buch gerade noch aus einer schlechten Bewertung heraus.

Bewertung

1. Julian Wangler
2. Jörn Podehl

Weitere Infos


Titel "Tod im Winter"

Originaltitel "Death in Winter"

Buchreihe TNG - The Second Decade

Autor Michael Jan Friedman

Übersetzer Stephanie Pannen

Preis Ursprüngl. Ladenpreis:
12,80 Euro

Antiquarisch:
14 bis 16 Euro

Umfang 355 Seiten

Verlag Cross-Cult-Verlag

ISBN 3-9412-4861-8

(jw, jp - 12.10.09)


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