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Martin Weinrich (wc)26.06.15

"Takedown"

John Jackson Miller

Inhalt

Admiral Riker begibt sich auf eine Friedenskonferenz zu der die Romulaner eingeladen haben. Vertreten sind auch die Klingonen und die Ferengi sowie die Gorn, die Tholianer und die Tzenkheti. Der Konferenz wird von der Föderation kein allzu großer Stellenwert eingeräumt, zu wenig ist über den Anlass bekannt.

Auf der romulanischen Seite glaubt man an eine Einladung der Föderation und glaubt noch weniger an den Erfolg der Konferenz: Die Prätorin entsendet einen äußerst unwichtigen Senator der darunter leidet, nie nennenswertem Einfluss erreichtzu haben. Die vier anderen Teilnehmer der Konferenz sind ebenfalls allenfalls zweite Wahl.

Entsprechend verwundert es niemanden, dass die Konferenz, bei der keiner der Teilnehmer Begleitung mitbringen darf, nach gerade einmal drei Stunden erfolglos abgebrochen wird. Doch Riker verfällt kurz darauf in hektischen Aktivismus. Er verlegt sein Büro von der Titan auf Captain Daxs Aventine und präsentiert dort eine geheime Mission Admiral Akaars. Diese beinhaltet die Zerstörung zentraler Kommunikationsanlagen der Tzenkethi und der Ferengi.

Während unter den Besatzungsmitgliedern der Aventine langsam die Zweifel an der Mission wachsen, erhält die Besatzung der Enterprise unter Captain Picard bald Klarheit, dass die Befehle gefälscht sind. Picard erhält den Auftrag, Riker unter allen Umständen zu stoppen bevor er einen interstellaren Konflikt von ungeahnten Ausmaßen auslöst.

Kritik

An der Grenze der Kithomer-Mächte zum Typhon Pact gibt es unbekannte Angriffe - ausgelöst von Admiral Riker. Die Enterprise interveniert.
Bereits in den ersten Kapiteln wird deutlich, dass "Takedown" ein Stand-Alone-Roman ist. Admiral Riker wird von Unbekannten verhört und Tests unterzogen, in denen er auf seine Taten auf der Aventine zurückblickt. Dem Leser wird zwar noch nicht verraten, welche Motivation hinter Rikers "Verrat" an der Sternenflotte stehen, seine nachträgliche Bestürzung über seine Aktionen sind jedoch deutlich. Miller meistert diese rückblickende Erzählform ausgesprochen gut. Denn er verrät kaum etwas über die vergangene Handlung, sondern baut in erster Linie Spannung auf.

Von dieser Spannung lebt der Roman. Mit außergewöhnlich hohem Tempo erzählt Miller eine Geschichte, in der sechs Admiräle, Politiker und Diplomaten unterschiedlicher befreundeter und verfeindeter Völker aus ihren Befehlsstrukturen ausbrechen, mithilfe ihrer Privilegien ein Schiff ergattern und eine Zerstörungsorgie beginnen. Das Ziel sind dabei immer Kommunikationssatelliten und keiner der Beteiligten tötet Lebewesen. Dies ist ein ungewöhnliches aber schnelles und actionreiches Szenario. Immerhin können diese Aktionen ohne Weiteres einen Krieg zwischen dem Typhon Pact und den Kithomer-Mächten auslösen.

Obwohl der Roman das "Next Generation"-Banner trägt, spielt die Besatzung der Enterprise kaum eine Rolle. Natürlich ist die Enterprise maßgeblich an dem Versuch, die Abtrünnigen Diplomaten zu stoppen, beteiligt. Der Fokus der Charakterhandlung liegt jedoch auf der Besatzung der Aventine um Captain Dax sowie auf dem romulanischen Senator. Diese Auseinandersetzung ist an einigen Punkten leider etwas oberflächlich. Vor allem der romulanische Senator wird recht eindimensional dargestellt. Daxs Charakterisierung ist besser gelungen, hätte aber auch über ihre Sorgen um ihre Karriere hinaus gehen können.

Andererseits beinhaltet der Roman insgesamt wenige Charaktermomente und konzentriert sich stattdessen vor allem auf den Spannungsbogen. Miller wählt dabei nicht nur mit den Rückblenden einen äußerst interessanten Aufbau. Nach zwei Drittel des Romans werden die Drahtzieher der Angriffe enthüllt. Anstatt das Tempo daraufhin noch einmal zu steigern, drosselt Miller es zunächst. Das erlaubt ihm, die Handlung zu vertiefen und einige ruhigere aber dafür deutlich intensivere Momente einzubauen und die Auslöser der Ereignisse überzeugend einzuführen. Durch diesen Tempowechsel gelingt es Miller ein sehr überzeugendes Finale abzuliefern, dass sich von der actionreichen vorherigen Handlung absetzt und mit einer "Star Trek" würdigen diplomatischen Geste endet. Am Schluss ist lediglich zu bedauern, dass Miller sich neben Riker und den romulanischen Senator für keinen anderen der "Abtrünnigen" Diplomaten interessiert und der Leser dementsprechend auch nicht erfährt, was aus ihnen geworden ist.

Fazit: Miller nutzt in "Takedown" alle Möglichkeiten eines abgeschlossenen Romans im "Typhon Pact"-Setting. Er bezieht fast alle Konfliktparteien mit ein, baut eine spannende Geschichte auf und rundet diese mit einem untypischen Handlungsaufbau und einem gelungenen Finale ab. Bis auf die Vernachlässigung der Charakterarbeit ist der Roman eine sehr gute und unterhaltsame Lektüre.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Takedown"

Buchreihe TNG - The Second Decade

Autor John Jackson Miller

Preis 6

Umfang 369 Seiten

Verlag Simon & Schuster Pocket Books

ISBN 9781476782713

(wc - 26.06.15)


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