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Thomas Götz (tg)21.07.18

"Das Herz der Hölle"

John Jackson Miller

Inhalt

Als 2285 der klingonische Commander Kruge im Kampf gegen James T. Kirk auf dem Genesis-Planeten fiel, stürzte das ein mächtiges Haus ins Chaos – und es blieben einige tickende Zeitbomben zurück: Das Phantomgeschwader, eine geheime Einheit fortschrittlicher Bird-of-Preys; eine verschworene Gruppe loyaler Offiziere, die sein Erbe bewahren wollten; und der junge Korgh, sein abgesetzter Erbe, der bereit war, ein ganzes klingonisches Leben lang auf seine Vergeltung zu warten. Jetzt, einhundert Jahre später, geraten Captain Jean-Luc Picard und die Besatzung der U.S.S. Enterprise während einer diplomatischen Mission für die Vereinte Föderation der Planeten in die Falle des gealterten Korgh – und finden sich mitten in einer uralten Auseinandersetzung wieder. Aber Commander Worf muss bald feststellen, dass Korgh möglicherweise weitaus größere Ziele verfolgt, als sich irgendwer vorstellen kann. Damit stürzt er die Allianz zwischen der Föderation und den Klingonen in ein Krise, wie sie sie noch nie erlebt hat! Bevor sie die Tomol jedoch aus dem Kreislauf der Selbstzerstörung befreien können, muss sich die Crew zunächst selbst retten – vor dem niederträchtigsten klingonischen Captain, den es jemals gegeben hat.

Kritik

Prey ist der erste Band einer Klingonen-Trilogie und setzt zeitlich an die „The Fall“-Reihe an, ist also quasi auch hier die Fortsetzung der Geschichte. Wer nun aber eine Ansammlung an Ritualen oder ähnlichen Einblicken in die klingonische Gesellschaft erwartet, könnte etwas enttäuscht werden. Denn der Roman stellt sich als eine starke, charaktergetriebene Geschichte heraus, die sogar die ein oder andere neue Facette einzuführen vermag. Denn mal ehrlich, an und für sich wurde über die Klingonen schon mehr als genug geschrieben.
Der Auftakt der neuen Klingonen-Trilogie, die an die Ereignisse aus "The Fall" anknüpft.

Dabei bedient sich der Roman im Aufbau einem klassischen Trick, der in vielen Trek-Romane bereits zum Einsatz kam: Vergessene oder Einmal-Charaktere auszugraben und deren Story logisch weiterzuspinnen. In diesem Fall handelt es sich dabei um Kruge, dem Klingonen aus Star Trek III. Aber Moment, ist dieser dort nicht umgekommen? Natürlich ist er das und die Auflösung dieser Diskrepanz ist eines der Kernelemente des Buches, daher soll an dieser Stelle nicht weiter darüber gespoilert werden. Doch neben Kruge tauchen auch die nur einmal aufgetauchten Jäger (und Tosks) wieder auf und die ein oder andere Brücke zum neunten Kinofilm ist auch noch vorhanden. Auch der Kahless-Klon tritt wieder in Erscheinung.

Wie bereits erwähnt baut der Roman zu einem Großteil auf Charakterszenen auf, die überdies sehr gut gelungen sind. Dies fängt schon damit an, das eine Menge an Nebencharakteren eingeführt werden, die zwar nicht alle das Ende des Bandes erleben, die ihn aber irgendwie lebendiger wirken lassen. Selbst die Bösewichte bekommen Tiefe verliehen und man bekommt nachvollziehbare Gründe für ihr Handeln aufgetischt. Sogar der Hauptbösewicht vermag es, anfangs noch so etwas wie Mitleid im Leser zu wecken. Natürlich ist aber schnell klar, wie diabolisch der Schurke in Wahrheit ist und das er es ist, der hinter allem steckt. Für den Leser wird daraus auch kein Hehl gemacht und die Identität recht schnell enthüllt, während unsere Helden weiter im Dunkeln tappen.

Apropos Helden: Natürlich darf in einem Klingonen-Roman Worf nicht fehlen und tatsächlich ist er es auch, um den sich ein Großteil der Geschichte dreht. Picard und Riker sind zwar auch noch da, aber vor allem andere Charaktere der Enterprise (oder Titan respektive) bleiben eher im Hintergrund. Immerhin bekommen sie aber alle kurze Szenen spendiert, sogar die neuen Nebencharaktere, die in Erinnerung bleiben. Davon aber abgesehen macht die Konzentration auf die Klingonen das Buch keinesfalls schlechter.

In einer Rückblende erfahren wir zudem, was im Nachgang an Star Trek III passiert ist und auch, welche Rolle Kirk und Spock bei den Abtrünnigen Klingonen spielen. Auch hier wird sehr schön der Übergang zu Star Trek VI etabliert, denn Spocks Wunsch nach Frieden mit dem Reich beginnt sich zu manifestieren. Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn Spock nicht in einem der Nachfolgebände auftauchen würde. Auch die Handlungsweise besagter Abtrünniger bzw. Entehrter wird beleuchtet und auch hier sind die Beweggründe gut nachvollziehbar.

Bemängeln könnte man an der Stelle höchstens, das ziemlich offensichtlich ein neuer Love Interest für Worf eingeführt wird und es ebenso offensichtlich ist, wohin die Handlung mit den Entehrten gehen wird. Zumindest nach dem Ende dieses ersten Bandes dürften die meisten Leser sich so etwas denken können – aber vielleicht kommt es hier ja noch zu einer überraschenden Wendung?

Alles in allem kann man sich aber über den Roman in keiner Weise beschweren und selbstredend kommen auch ein paar Actionszenen vor, auch wenn die Charaktere die Story vermutlich auch allein hätten tragen können.

Fazit: Ein Roman, der von Anfang bis Ende gute Charakterszenen präsentiert und sich ins Gesamtbild des Star Trek-Universums absolut nahtlos einfügt. Wer nach „The Fall“ wissen will, wie es weitergeht, aber vielleicht von der Klingonenthematik etwas abgeschreckt sein mag, der kann dennoch beruhigt zugreifen.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Prey 1 - Das Herz der Hölle"

Originaltitel "Prey 1 - Hell's Heart"

Buchreihe TNG - The Second Decade

Autor John Jackson Miller

Übersetzer Katrin Aust

Preis 15 Euro

Umfang 526 Seiten

Verlag CrossCult

ISBN 978-3-95981-658-8

(tg - 21.07.18)


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