Julia Pfuetzner (pf)
03.01.07
"Double Heelix 5: Double or Nothing"
Peter David
Inhalt
"The Next Generation" meets "New Frontier": Commander Riker
bekommt als Gast auf der U.S.S. Independence mit, wie das Schiff einem Notruf
folgt und die überfallene Daystrom-Station vorfindet. Damit beginnt das Rätsel,
in dem als erstes Romulaner auftauchen und die Indepencence zerstören.
Zufälligerweise werden die Rettungskapseln der Independence und damit auch
Commander Riker von der U.S.S. Excalibur gerettet. Es kommt zu dem wenig
herzlichen Wiedersehen von Shelby und Riker. Diese Beziehung ist jedoch nicht -
wie von den Beteiligten gehofft - von kurzer Dauer, da Captain Calhoun eine
Undercover-Mission von Admiral Nechayev übertragen bekommt und Commander Riker
kurzfristig das Kommando über die Excalibur erhält. Mit Shelby als Ersten
Offizier...
Kritik
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 "Double Helix 5": Ein alter Feind will die Föderation vernichten, und Picard und Calhoun gehen auf Undercover-Mission. Darüber hinaus kracht es zwischen Riker und Shelby. |
Als
Fan der "New Frontier"-Reihe sollte man es auf keinen Fall verpassen, dieses
fünfte Buch der Serie zu verschlingen. Was einem bei dem spannenden Schreibstil
wirklich in sehr schneller Zeit gelingt. Das Buch ist solide geschrieben und
bleibt bis zum Ende außerordentlich fesselnd und macht es einem schwer, das Buch
aus der Hand zu geben. Es kommt zu einem Wiedersehen mit der uns bekannten Crew
der U.S.S. Excalibur unter dem Kommando von Captain Calhoun. Obwohl sich die
Geschichte mal wieder hauptsächlich um den tollkühnen Captain der Excalibur
dreht, haben auch Shelby und mehrere Nebencharaktere ein paar Zeilen bekommen.
Was der Kontinuität der "New Frontier"-Serie durchaus zugute kommt.
Aber auch ansonsten hat die Geschichte einiges zu bieten. Mit Calhouns
Undercover-Mission fühlt man sich an James Bond erinnert. Ein Superschurke, der
die Föderation vernichten will und außerdem noch einen persönlichen Groll auf
Captain Picard hegt, hat die ultimative Superwaffe hergestellt und ist in seinem
geheimen Stützpunkt auch bei den Vorbereitungen, sie zu aktivieren. Wenn nicht
zwei Agenten der Föderation (Calhoun und Picard) tief Undercover dabei wären,
den Stützpunkt ausfindig zu machen und im Kampf Mann gegen Mann doch noch die
Schlacht für das Gute zu entscheiden. Spannung und Action kommen nicht zu kurz.
Aber nicht nur für "New Frontier"-Fans, auch für alle anderen "Star
Trek"-Freunde finden sich eine Fülle von Anspielungen und Hinweisen auf das
"Star Trek"-Universum: vom "Captain's Table" über Scotty, der zwar namentlich
nicht genannt wird, aber wohl eindeutig in einer Kneipe auf Argelius II
anzutreffen ist, zu einer nicht ganz unbekannten Romulanerin namens Sela und
nicht zu vergessen die Erwähnung eines Nachkommen von Harry Mudd und seiner
berühmt-berüchtigten Venusdroge. Peter David ist eindeutig ein Fan, der für Fans
schreibt, und dieser Eindruck wird auch in diesem Buch gefestigt.
Das manchmal ein wenig an eine Soap-Opera erinnernde Crewleben der Excalibur
tritt mit dem Gerücht ins Rampenlicht, dass Burgoyne schwanger wäre. Diese nette
kleine B-Handlung bringt Witz und Unterhaltung in die Geschichte und zeigt mal
wieder den ungezwungenen Umgang mit sexuellen Beziehungen an Bord der Excalibur
auf - was aber Fans der Serie natürlich schon gewöhnt sind.
Ein sicher für viele "Next Generation"-Fans interessantes Zusammentreffen ist
die Begegnung von Shelby und Riker - vor allem als herauskommt, dass Riker
Shelbys neuer - wenn auch nur temporärer - Vorgesetzter werden soll. So wechselt
die eine oder andere bissige Bemerkung ihren Besitzer. Am Ende wird jedoch
beteuert, es wäre nichts gewesen. Die andere interessante Zusammenkunft ist die
von Captain Calhoun und Captain Picard. Wobei ich hier sagen muss, dass sie erst
relativ spät im Buch vorkommt, was für mich ein wenig enttäuschend war. Die
Besonderheit liegt in der früheren Beziehung zwischen Calhoun und Picard: So war
es doch Picard, der auf Calhouns Heimatplaneten Xenex zu Verhandlungen kam und
auch so Calhouns späteren Lebensweg in der Sternenflotte ebnete. Calhoun sieht
Picard als eine Art Vorbild und wird während der Mission in dieser Hinsicht
jedoch ein wenig enttäuscht. Also bleibt auch während einer nervenaufreibenden
Mission ein wenig Platz für Charakterentwicklung.
Aber auch als Fan der Serie muss ich Negativ-Punkte ansprechen: Warum muss
ausgerechnet der Captain eines Sternenflottenschiffes zu einem
Undercover-Einsatz geschickt werden? In diesem Fall sogar zwei, nämlich Picard
und Calhoun. Dem mangelt es ein wenig an Glaubwürdigkeit. Auch fliegen die
beiden später auf, werden jedoch nicht getötet, sondern "nur" eingesperrt, damit
sie den Tag doch noch retten können. Sind Superschurken wirklich so von sich
selbst überzeugt, dass sie ihre Feinde nur gefangen setzen? Warum besetzt man
den Posten des Captains der Excalibur während Calhouns Abwesenheit mit einem
"Fremden", also Riker? Hätte Shelby nicht mehr Erfahrung mit der Crew und dem
Schiff? Aber ich denke, jeder James-Bond-Film hat ähnliche Logikfehler, um das
Konfliktpotential auszuschöpfen und die Story interessant zu halten. Man sollte
sich keineswegs den Lesegenuss hierdurch verderben lassen.
Fazit: Dieses Buch ist eindeutig ein Peter-David-Buch. Sein fesselnder
Schreibstil und seine Anspielungen auf verschiedene Aspekte des "Star
Trek"-Universums machen es zu einem "Muss" für alle "New Frontier"-Fans und auch
für alle anderen "Star Trek"-Fans, die gerne ein spannendes Buch lesen, in dem
auch die zwischenmenschlichen Beziehungen nicht zu kurz kommen.
Bewertung
Weitere Infos
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| Originaltitel |
"Double Heelix 5: Double or Nothing" |
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| Buchreihe |
The Next Generation |
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| Autor |
Peter David |
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| Preis |
Ursprüngl. Ladenpreis:
6,49 Euro

Antiquarisch: ca. 12 - 14 Euro
 Dieser Roman ist nur noch antiquarisch erhältlich.
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| Umfang |
277 Seiten |
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| Verlag |
Simon & Schuster Pocket Books |
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| ISBN |
0-67103-478-2 |
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(pf - 12.03.07)