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Julia Pfuetzner (pf), Thomas Götz (tg)02.11.12

"Doppelhelix 5 - Doppelt oder nichts"

Peter David

Inhalt

"The Next Generation" meets "New Frontier": Commander Riker bekommt als Gast auf der U.S.S. Independence mit, wie das Schiff einem Notruf folgt und die überfallene Daystrom-Station vorfindet. Damit beginnt das Rätsel, in dem als erstes Romulaner auftauchen und die Independence zerstören.

Zufälligerweise werden die Rettungskapseln der Independence und damit auch Commander Riker von der U.S.S. Excalibur gerettet. Es kommt zu dem wenig herzlichen Wiedersehen von Shelby und Riker. Diese Beziehung ist jedoch nicht - wie von den Beteiligten gehofft - von kurzer Dauer, da Captain Calhoun eine Undercover-Mission von Admiral Nechayev übertragen bekommt und Commander Riker kurzfristig das Kommando über die Excalibur erhält. Mit Shelby als Erstem Offizier ...

Kritik

1. Julia Pfuetzner

Diese Rezension bezieht sich auf die amerikanische Originalausgabe.

"Double Helix 5": Ein alter Feind will die Föderation vernichten, und Picard und Calhoun gehen auf Undercover-Mission. Darüber hinaus kracht es zwischen Riker und Shelby.
Als Fan der "New Frontier"-Reihe sollte man es auf keinen Fall verpassen, dieses fünfte Buch der Serie zu verschlingen - was einem bei dem spannenden Schreibstil wirklich in sehr schneller Zeit gelingt. Das Buch ist solide geschrieben und bleibt bis zum Ende außerordentlich fesselnd und macht es einem schwer, das Buch aus der Hand zu geben. Es kommt zu einem Wiedersehen mit der uns bekannten Crew der U.S.S. Excalibur unter dem Kommando von Captain Calhoun. Obwohl sich die Geschichte mal wieder hauptsächlich um den tollkühnen Captain der Excalibur dreht, haben auch Shelby und mehrere Nebencharaktere ein paar Zeilen bekommen - was der Kontinuität der "New Frontier"-Serie durchaus zugutekommt.

Aber auch ansonsten hat die Geschichte einiges zu bieten. Mit Calhouns Undercover-Mission fühlt man sich an James Bond erinnert. Ein Superschurke, der die Föderation vernichten will und außerdem noch einen persönlichen Groll auf Captain Picard hegt, hat die ultimative Superwaffe hergestellt und ist in seinem geheimen Stützpunkt auch bei den Vorbereitungen, sie zu aktivieren. Wenn nicht zwei Agenten der Föderation (Calhoun und Picard) tief Undercover dabei wären, den Stützpunkt ausfindig zu machen und im Kampf Mann gegen Mann doch noch die Schlacht für das Gute zu entscheiden. Spannung und Action kommen nicht zu kurz.

Aber nicht nur für "New Frontier"-Fans, auch für alle anderen "Star Trek"-Freunde finden sich eine Fülle von Anspielungen und Hinweisen auf das "Star Trek"-Universum: vom "Captain's Table" über Scotty, der zwar namentlich nicht genannt wird, aber wohl eindeutig in einer Kneipe auf Argelius II anzutreffen ist, zu einer nicht ganz unbekannten Romulanerin namens Sela und nicht zu vergessen die Erwähnung eines Nachkommen von Harry Mudd und seiner berühmt-berüchtigten Venusdroge. Peter David ist eindeutig ein Fan, der für Fans schreibt, und dieser Eindruck wird auch in diesem Buch gefestigt.

Das manchmal ein wenig an eine Seifenoper erinnernde Crewleben der Excalibur tritt mit dem Gerücht ins Rampenlicht, dass Burgoyne schwanger wäre. Diese nette kleine B-Handlung bringt Witz und Unterhaltung in die Geschichte und zeigt mal wieder den ungezwungenen Umgang mit sexuellen Beziehungen an Bord der Excalibur auf - was aber Fans der Serie natürlich schon gewöhnt sind.

Ein sicher für viele "Next Generation"-Fans interessantes Zusammentreffen ist die Begegnung von Shelby und Riker - vor allem als herauskommt, dass Riker Shelbys neuer - wenn auch nur temporärer - Vorgesetzter werden soll. So wechselt die eine oder andere bissige Bemerkung ihren Besitzer. Am Ende wird jedoch beteuert, es wäre nichts gewesen. Die andere interessante Zusammenkunft ist die von Captain Calhoun und Captain Picard. Wobei ich hier sagen muss, dass sie erst relativ spät im Buch vorkommt, was für mich ein wenig enttäuschend war. Die Besonderheit liegt in der früheren Beziehung zwischen Calhoun und Picard: So war es doch Picard, der auf Calhouns Heimatplaneten Xenex zu Verhandlungen kam und auch so Calhouns späteren Lebensweg in der Sternenflotte ebnete. Calhoun sieht Picard als eine Art Vorbild und wird während der Mission in dieser Hinsicht jedoch ein wenig enttäuscht. Also bleibt auch während einer nervenaufreibenden Mission ein wenig Platz für Charakterentwicklung.

Aber auch als Fan der Serie muss ich Negativ-Punkte ansprechen: Warum muss ausgerechnet der Captain eines Sternenflottenschiffes zu einem Undercover-Einsatz geschickt werden? In diesem Fall sogar zwei, nämlich Picard und Calhoun. Dem mangelt es ein wenig an Glaubwürdigkeit. Auch fliegen die beiden später auf, werden jedoch nicht getötet, sondern "nur" eingesperrt, damit sie den Tag doch noch retten können. Sind Superschurken wirklich so von sich selbst überzeugt, dass sie ihre Feinde nur gefangen setzen? Warum besetzt man den Posten des Captains der Excalibur während Calhouns Abwesenheit mit einem "Fremden", also Riker? Hätte Shelby nicht mehr Erfahrung mit der Crew und dem Schiff? Aber ich denke, jeder James-Bond-Film hat ähnliche Logikfehler, um das Konfliktpotential auszuschöpfen und die Story interessant zu halten. Man sollte sich keineswegs den Lesegenuss hierdurch verderben lassen.

Fazit: Dieses Buch ist eindeutig ein Peter-David-Buch. Sein fesselnder Schreibstil und seine Anspielungen auf verschiedene Aspekte des "Star Trek"-Universums machen es zu einem Muss für alle "New Frontier"-Fans und auch für alle anderen "Star Trek"-Fans, die gerne ein spannendes Buch lesen, in dem auch die zwischenmenschlichen Beziehungen nicht zu kurz kommen.

2. Thomas Götz

Diese Rezension bezieht sich auf die deutsche Ausgabe des Cross Cult Verlages.

Band fünf der "Doppelhelix"-Reihe, die sich damit rasant ihrem Ende nähert, stellt das Ensemble von "New Frontier" in den Mittelpunkt, und der Autor ist kein geringerer als Peter David. Das (deutsche) Cover zieren Picard und Calhoun - und als Leser fragt man sich bis kurz vor Ende, warum eigentlich, scheint Picard doch gar nicht dabei zu sein. Doch dann kommt eine der Überraschungen des Buches ...

Und damit nicht genug. Denn auch weitere alte Bekannte tauchen auf, allen voran Riker sowie Davids Lieblingsadmiräle Jellico und Nechayev. Und es ist einfach ein herrliches Feuerwerk, das David da abfeuert. Die Kabbeleien zwischen Riker und Shelby, das Einleben von Riker an Bord der Excalibur. Allein damit hätte man sicher schon einen Roman füllen können, denn diese Szenen, so lustig sie auch sind, gehören mit zu den besten des Bandes.

Und auch damit noch nicht genug, entfaltet sich auch noch eine Verschwörung um einen thallonianischen General, die Calhoun auf seine typische Weise als Undercover-Agent verhindern soll. Besagter General entpuppt sich später sogar als Drahtzieher hinter der Doppelhelix-Verschwörung (Aha, das Ganze ist also eine "New Frontier"-Reihe, deswegen wurde sie also herausgebracht ...?), obwohl er das gar nicht gemusst hätte. Die ganze Story dieses Bandes hätte locker auch als Standalone-Story für sich stehen können, so spannend erzählt ist sie. Und bis etwa 100 Seiten vor Schluss taucht die Doppelhelix auch gar nicht auf. Tatsächlich fragt man sich als geneigter Leser sogar, was der ganze Band eigentlich mit der übergeordneten Reihe zu tun hat.

Natürlich gibt es auch ein paar kleinere Negativpunkte. So fragt man sich etwa, warum der General zehn Jahre Testphase für seinen Virus braucht oder warum die Testläufe nur bestimmte Rassen befielen, wenn das Ziel eh war, alle anderen auszulöschen? Aber gut, für diese Logiklöcher kann David natürlich nichts, sind sie doch eher auch den anderen Autoren beziehungsweise der Reihe an sich geschuldet.

Immerhin hat es David erneut geschafft, auf eines seiner Lieblingsthemen zu verzichten: Superwaffen. Zwar gibt es am Ende einer Art Supergebilde, das so nicht hätte sein müssen, aber dies ist vertretbar. Auch Selas Auftritt und Gefangennahme bildet ein loses Ende, das man vielleicht noch hätte auflösen können (oder es vielleicht noch wird). Aber davon abgesehen gibt es natürlich auch zuhauf Charakterszenen, in denen wirklich jeder Charakter einmal glänzen darf - auch das schafft David routiniert und stilecht, ohne unglaubwürdig zu wirken (okay, das Aufzwingen einer Gedankenverschmelzung ist hier vielleicht das Einzige, was nicht wirklich passt). Man merkt aber, dass sich David auch bis zum kleinsten Nebencharakter hin gut im "Star Trek"-Universum auskennt und diese gut umzusetzen vermag (etwas, was ihm fast zehn Jahre später in der Superkubus-Krise nicht mehr so ganz gelungen ist). Auch bei erstmals in diesem Band eingeführten Charakteren wie Vandelia schafft es David, eine emotionale Bindung zum Leser aufzubauen, so dass auch dieser Verlust richtiggehend schmerzt, hat man doch die ganze Zeit das Gefühl, hier stecke viel Potential.

So oder so entfaltet das ganze Buch aber einen regelrechten Sog aus Spannung, Humor und Action und man kann es eigentlich nicht mehr weglegen, weil man unbedingt wissen will, wie es weitergeht. Lediglich auf den letzten 100 Seiten lässt dieser Sog etwas nach, da es hier um die große Verschwörung der Vorgängerbände geht, die so nicht ganz zu diesem Band zu passen scheint. Aber allein ein Buch, das einen derartigen Rausch auslöst, ist selten und verdient allein deswegen schon die Höchstwertung.

Fazit: Ein rundum gelungenes und geniales Buch, das einfach alles hat: Spannung, Humor, Erotik, Dramatik, Action - und vieles mehr. Da es auch für sich allein stehen könnte, ergeht hiermit eine unbedingte Kauf- beziehungsweise Leseempfehlung.

"Doppelt oder nichts" ist unter anderem bei Amazon.de als Taschenbuch und als E-Book erhältlich.

Bewertung

1. Julia Pfuetzner
2. Thomas Götz

Weitere Infos


Titel "Doppelhelix 5 - Doppelt oder nichts"

Originaltitel "Double Heelix 5: Double or Nothing"

Buchreihe The Next Generation

Autor Peter David

Übersetzer Bernhard Kempen

Preis 12,80 Euro

Umfang 320 Seiten

Verlag Cross Cult

ISBN 978-3-86425-015-6

(pf, tg - 04.11.12)


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