Manrico Tenner (te)
01.06.03
"Hort des Lebens"
Lee Correy
Inhalt
Während der Erforschung von Schwerkraftturbolenzen im Orion-Arm
wird die Enterprise von einer solchen erfasst und über eine Entfernung von
dreihundert Parsec geschleudert. Zur Durchführung notwendiger Reparaturen am
Schiff schwenkt die Enterprise in den Orbit des Planeten Mercan ein, der von den
Sensoren nur aufgrund starker Transporterstrahlung erfasst werden kann. Kirk
beamt sich mit einem Landungstrupp auf den Planeten, den die Einheimischen "Hort
des Lebens" nennen. Durch die Atmosphäre können keine Lichtsignale dringen, so
dass die Mercanier glauben, ihr Planet stelle das Universum dar und sie seien
die einzigen Lebewesen. Dementsprechend lässt ihre Religion die Existenz von
Außenweltlern nicht zu, so dass der Landungstrupp von Protektoren gefangen
genommen wird und als Produkte der "Techniker" vor die "Hüter" gebracht wird.
Die "Techniker" werden von einer Gruppe von Wissenschaftlern gebildet, während
die "Hüter" die Regierung und das religiöse Zentrum bilden, also die Machthaber
des Planeten darstellen. Mit Hilfe einiger Techniker gelingt dem Landungstrupp
die Flucht, allerdings scheint das nicht mehr sonderlich wichtig zu sein.
Regelmäßig eintretende instabile Phasen der Sonne Mercans setzen radioaktive
Strahlung frei und tötet jeden, der nicht spezielle Schutzräume aufsucht, die
unter der Verwaltung der "Hüter" stehen. Und die nächste Instabilität steht kurz
bevor. Doch Spock hat eine sehr riskante Idee: Er will mit zwei Photonentorpedos
die Instabilität ausgleichen und somit die gegenwärtige, wie auch zukünftige
Katastrophen verhindern. Nach einer kurzen Konfrontation zwischen dem
Landungstrupp, Technikern und Protektoren werden alle an Bord der Enterprise gebeamt, von wo aus die schockierten Mercanier erstmals ihren Heimatplaneten
sehen.
Spocks Plan gelingt und nun sind auch die Protektoren zu Verhandlungen bereit.
Einzig die Hüter sträuben sich, ihr Glaubensbild aufzugeben, können aber
letztlich von einer Lockerung ihrer Religion und Reformen in der Regierung
überzeugt werden. Die Enterprise kann endlich repariert werden und setzt ihren
Kurs Richtung Heimat fort.
Kritik
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 Die Enterprise besucht einen Planeten, dessen Bewohner nicht an Außerirdische glauben. |
Die recht einfache und vorhersehbare Geschichte ist flüssig geschrieben und
lässt sich sehr gut lesen. Ein Volk, in seinem Glauben gefangen und auf dem Weg
zu Reformen, die die herrschende Partei verhindern will, ist nichts Neues, wird
aber hintergründig geschildert und glaubwürdig umgesetzt.
Die Enterprise-Crew agiert mitunter schwerfällig. Lange Dialoge und viele
Logbucheintragungen Kirks sind etwas ungewöhnlich für die Charaktere. Gerade
diese Logbucheintragungen wiederholen das zuvor Geschehene und ziehen das Buch
in die Länge. Die Action tritt hinter den Charakteren und der Problematik der Mercanier ein wenig zurück, was dem Roman in keinster Weise schadet. Die Erste
Direktive wird zwar angesprochen, aber leider zu schnell abgetan, obwohl das
Auftauchen der Enterprise das gesamte Weltbild der Mercanier zerstört.
Fazit: Ein flüssiger Schreibstil, gelungene Charaktere und eine trotz
Vorhersehbarkeit interessante Geschichte sorgen für kurzweilige Unterhaltung,
nicht mehr und nicht weniger.
Bewertung
Weitere Infos
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| Titel |
"Hort des Lebens" |
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| Originaltitel |
"The Abode of Life" |
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| Buchreihe |
Classic |
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| Autor |
Lee Correy |
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| Übersetzer |
Hans Maeter |
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| Preis |
Ursprüngl. Ladenpreis:
9,80 DM

Antiquarisch: ca. 2 bis 4 Euro
 Dieser Roman ist nur noch antiquarisch erhältlich.
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| Umfang |
254 Seiten |
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| Verlag |
Heyne |
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| Bestellnummer |
06/4083 |
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| ISBN |
3-453-31046-2 |
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(te - 30.08.06)