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Peter Schipfmann (ps), Manrico Tenner (te)29.12.02

"Sohn der Vergangenheit"

A.C. Crispin

Inhalt

Der Roman ist die Fortsetzung der vorletzten TOS-Episode "Portal in die Vergangenheit" aus der dritten Staffel. In dieser Folge gerieten Kirk, Spock und McCoy durch ein Versehen in die vergangenen Zeiten des dem Untergang geweihten Planeten Sarpeidon. McCoy und Spock verschlug es dabei in eine Eiswüste vor 5000 Jahren. Dank einer Einheimischen namens Zarabeth können sie in einer Höhle überleben. Natürlich kehren sie wieder in die Gegenwart und somit zur Enterprise zurück. Aber der unfreiwillige Ausflug in die Vergangenheit führte bei Spock zu einer Veränderung seiner Persönlichkeit. Er verwandelte sich zwischenzeitlich in ein "Urvulkanier", aß Fleisch, zeigte Gefühle und verliebte sich gar in Zarabeth.

Nun aber zum Roman: Im letzten Jahr der berühmten ersten Fünfjahresmission sieht Spock in einer archäologischen Datensammlung eine Höhlenmalerei von Sarpeidon. Ein Bild zeigt eindeutig einen Vulkanier. Des Rätsels Lösung: Die Liebe von Spock zu Zarabath war nicht platonisch geblieben, der erste Offizier der Enterprise hat einen Sohn in der Vergangenheit. Er beschließt mit Hilfe des "Wächters der Ewigkeit" (siehe die Folge: "Griff in die Geschichte") auf dem Planeten Gateway seinen Sohn mit dessen Mutter in die Gegenwart zu holen. Kirk und McCoy bleiben seine Pläne nicht verborgen und so macht sich das Trio gemeinsam zu der Rettungsaktion auf.

In der Eiswüste treffen sie auf einen jungen Mann namens Zar, der sich als Zarabeths und Spocks Sohn entpuppt. Zarabeth ist leider mittlerweile tot. Mit Zar kehren sie in die Gegenwart zurück. Auf der Enterprise übernimmt Spock den Unterricht seines Sohnes. Ihr Verhältnis wird immer angespannter. Zar kommt nicht mit dem für Vulkanier so typischen unterkühltem Verhalten seines Vaters zurecht. Er fühlt sich nicht geliebt.

Da wird der Planet Gateway von den Romulanern angegriffen. Die Enterprise eilt zu Hilfe. Den Romulanern ist es bei der Ankunft der Enterprise schon gelungen den Planeten zu besetzen und ein abschirmendes Energiefeld um den Wächter der Ewigkeit zu errichten. Ein Zeitportal in den Händen der Romulaner - das stellt eine ungeheuere Bedrohung für die Föderation da. Wenn es nicht gelingt, die Romulaner zu vertreiben, muss Kirk den Wächter notfalls zerstören.

Kritik

Die sehr gute Fortsetzung der Folge "Portal in die Vergangenheit".
1. Peter Schipfmann

Spock war in der Originalserie der faszinierendste und beliebteste Charakter. Trotzdem sind die Vulkanier eine ziemlich eindimensionale, blass gebliebene Rasse. Haben spitze Ohren, kriegen ihr "Pon Farr" und lächeln nie. Punkt. Was daran liegt, dass bei der ersten Serie schon nach der dritten Staffel der Vorhang fiel und in den folgenden beiden Spin-offs ("The Next Generation" und "Deep Space Nine") die Vulkanier nur eine Nebenrolle spielen. Man erfährt dafür fast alles Wissenswerte über Klingonen, Bajoraner und Trill. Mit Tuvok hätte es in "Voyager" anders werden können, aber das war eine der vielen verpassten Chancen der Serie.

Wer mehr über die "Spitzohren" erfahren will, muss zu den Romanen der Classic-Serie greifen (Die Romane zählen natürlich nicht offiziell zum Kanon, aber wenn es keine groben Widersprüche zur jeweiligen Serie gibt, ist mir das egal.). "Sohn der Vergangenheit" zählt für mich zu den besten "Vulkanier-Romanen". Das erste Drittel knüpft nahtlos an die zugrunde liegende Folge an. Die bekannten Charaktere wirken sehr lebendig (fast besser als in der Serie), die Bezüge auf zwei weitere Folgen fügen sich perfekt in die Handlung ein, es gibt einige schöne humoristische Stellen und die Erlebnisse des allseits bekannten Trios Kirk/Spock/McCoy auf Sarbeidon sind sehr gut geschildert. Am interessantesten in Bezug auf die vulkanische Kultur ist das Treffen von Spock und T'Pau auf Vulkan.

Nachdem es gelungen ist, Spocks Sohn aus der Eiswüste zu befreien, dreht sich das Buch um das immer schwierigere Verhältnis von Spock zu seinem Sohn. Zar kommt mit dem unterkühltem Gebaren seines Vaters nicht zurecht. Es kommt zu Missverständnissen und beinahe zum Bruch zwischen den beiden. Das Buch wird von einem Abenteuerroman zu einem fesselnden psychologischen Roman.

Als im letzten Drittel die Romulaner auftauchen, kommt auch die Spannung nicht zu kurz. Jetzt gibt es zwei nicht von einander zu trennende Handlungsebenen: Im gemeinsamen Kampf gegen die Invasoren kommen sich Spock und Zar näher und schaffen es, sich gegenseitig zu verstehen. Das Ende ist sogar logisch und ohne Widersprüche, was bei Zeitreise-Geschichten eher selten ist. Obwohl der Schluss es nicht gerade vermuten lässt, gibt es noch eine Fortsetzung ("Zeit für Gestern"), die gleichfalls sehr gut ist.

Fazit: Ein hervorragender Roman für alle Vulkanier-Fans und nicht nur für die.

Im Buchhandel ist der Roman leider nicht mehr erhältlich, aber in Science-Fiction-Antiquariaten und guten Comic-Läden ist er relativ leicht zu bekommen.

2. Manrico Tenner

Geschildert wird in diesem Buch eine interessante Ausgangssituation, aus der viel mehr hätte entstehen können. Leider ist der gesamte Roman von Spocks Emotionen gegenüber seinem Sohn geprägt. Unlogisch ist, dass Spock erst alles daran setzt, Zar zu finden, um ihn dann nicht als Sohn anzuerkennen. Die Suche nach Zar auf Sarpeidon erscheint als kurzweilige und spannende Abenteuer- und Forschungsreise. Leider ebbt die Spannung an Bord der Enterprise wieder ab. Zar lernt fleißig, gehorcht und alle lieben ihn. Außer Spock, dessen Zuneigung und Anerkennung er eigentlich gewinnen will. So gerät der Mittelteil langatmig und bringt die Handlung kaum voran.

In der zweiten Hälfte gibt es neben Vater/Sohn Gesprächen wieder Action: Die Romulaner greifen die Forschungsstation an. Zwar sind Romulaner nicht unbedingt die logischsten Wesen des Universums, aber dass sie nicht wissen, wonach sie überhaupt suchen und dennoch Schiffe und Besatzungen, sowie einen Krieg mit der Föderation riskieren, erscheint mir zweifelhaft. Wozu wurden die Romulaner überhaupt ins Spiel gebracht? Damit Zar erkennt, dass er in seine alte Welt gehört? Diese Erkenntnis hätte auch anders und schlüssiger kommen können. So wirkt der Romulaner-Plot wie angefügt, um Action und Seitenzahlen zu erhöhen. Die Charaktere der Enterprise-Crew, allen voran Spock, sind nicht besonders gut getroffen.

Letztlich stellt sich die Frage, wozu hat Spock Zar überhaupt zu sich holen wollen? Als Sohn hat er ihn nicht anerkannt und Zars neues Leben als Viertelvulkanier in der vulkanischen Kultur und Tradition wäre ihm auch nur aufgezwungen worden.

Fazit: Eine zusammengestückelte Story, mittelmäßige Charakterzeichnungen und eine langatmige Vater-Sohn-Beziehungskiste: Spock- und Vulkanier-Fans werden sicher geteilter Meinung über dieses Buch sein. Empfehlen kann ich diesen Roman nur jenen, die die Fortsetzung "Zeit für Gestern" lesen wollen.

Bewertung

1. Peter Schipfmann
2. Manrico Tenner

Weitere Infos


Titel "Sohn der Vergangenheit"

Originaltitel "Yesterday's Son"

Buchreihe Classic

Autor A.(nne) C. Crispin

Übersetzer Andreas Brandhorst

Preis Ursprüngl. Ladenpreis:
7,80 DM

Antiquarisch:
ca. 2 bis 3 Euro

Dieser Roman ist nur noch antiquarisch erhältlich.

Umfang 250 Seiten

Verlag Heyne

Bestellnummer 06/4431

ISBN 3-453-00444-2

(ps, te - 30.08.06)


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