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Manrico Tenner (te), Katrin Müller (km)13.10.02

"Kobayashi Maru"

Julia Ecklar

Der Kobayashi-Maru-Test ist eine Computersimulation, mit der Starfleet-Kadetten konfrontiert werden. Doch das Szenario lässt keinen Sieg zu - die Niederlage ist vorprogrammiert. Sinn und Zweck des Experiments ist es, das Verhalten des zukünftigen Raumschiffkommandanten in einer aussichtslosen Situation zu testen.

Jim Kirk, Pille McCoy, Scotty, Sulu und Chekov sitzen in einem Shuttle fest, mitten in einem Asteroidengürtel. Antrieb und Kommunikation sind ausgefallen, die Energie wird allmählich knapp. Und die Enterprise kann das Shuttle nicht mit den Sensoren entdecken. Um sich in dieser ausweglosen Situation die Zeit zu vertreiben, plaudern die Offiziere aus ihrem Nähkästchen und berichten wie jeder von ihnen beim Kobayashi-Maru-Test abgeschnitten hat.

Kritik

Der Titel ist Programm: Märchenstunde mit den Enterprise-Offizieren.
1. Manrico Tenner

Die "Shuttle in Not"-Handlung ist schon Tradition in den "Star Trek"-Geschichten und erweist sich hier als ein besonders langatmiger Versuch, die Handlungsträger in Gefahr zu bringen, obwohl von vornherein klar ist, dass niemand stirbt. Das ist zwar bei fast allen "Star Trek"-Geschichten der Fall, aber hier erweist sich die Rahmenstory als völlig überflüssig. Beim Kobayashi-Maru-Szenario selbst finde ich befremdlich, dass das Schiff während des Tests von Klingonen angegriffen wird, also die Kadetten ihre erste Niederlage und den Verlust von Schiff und Crew durch diese Rasse erfahren. Wird dadurch nicht ein Feindbild geschaffen und Hass auf die Klingonen gebildet und geschürt? Welche Rasse greift im 24. Jahrhundert an? (Sofern es diesen Test dann noch gibt.)

Von Kirks Test kennt man den Ausgang bereits aus "Star Trek II: Der Zorn des Khan". Um so erwartungsvoller liest man seinen Bericht, der recht gelungen beginnt. Allerdings gerät die Lösung des manipulierten Tests schwach und viel zu kurz.

Chekovs Geschichte berichtet von einem anderen Test, dessen Ausgangssituation interessant ist. Leider ist das Ende vorhersehbar und unspektakulär. Dass keiner der Kadetten auch nur im Ansatz die richtige Lösung findet, lässt mich an der Qualifikation der Leute zweifeln. Natürlich hat Kirk zu seiner Zeit diesen Test bestanden.

Sulus Agieren im "Kobayashi Maru" Szenario soll durch die Vorgeschichte gerechtfertigt werden, doch gerade bei diesem Charakter ist die Reaktion auf den Hilferuf des Frachters nicht nachvollziehbar. Der einfallsreichste und verbissenste Testkandidat ist Scotty. Seine Story ist kurz, eindeutig und wird seinem Charakter gerecht.

Der Lesefluss wird durch die Rahmenhandlung und die vier Erzählungen der Shuttle-Insassen leider sehr stark gehemmt. Keine der Geschichten ist spannend genug, um den Leser zu fesseln. Die Erlebnisse der Testabsolventen hätten besser als einzelne Hintergrundstorys auf mehrere Bücher verteilt werden sollen, ähnlich Saaviks Hintergrund in "Das Pandora Prinzip" oder der Tasha-Yar-Geschichte im "The Next Generation"-Roman "Überlebende". Die Charaktere sind nur teilweise gut getroffen.

2. Katrin Müller

Dass das Shuttle wieder an Bord kommt, ist von Anfang an klar, denn was wäre die Enterprise ohne einen Captain... Überhaupt, die ganze Haupthandlung ist relativ unwichtig. Aber die einzelnen Erinnerungen, die wie eigene kleine Geschichten geschrieben sind, wirken richtig überzeugend. Dass Kirk den Test besteht ist nicht weiter verwunderlich, schließlich ist er der legendäre James T. Kirk und er hätte es nicht anders verdient. Aber auch über den Rest erfährt man ein bisschen mehr. Sulu, der sich fragt, ob er die richtige Entscheidung getroffen hat. Chekov, der Kirk nacheifert, und Scotty, der den Test auf seine Weise besteht. Ich finde die kleinen Rückblenden sind sehr gut, aber der Rest der Handlung ist ein echt sehr langweiliger Föderationsstandard. Oder liegt es daran, dass in diesem Buch mein Liebling Spock keine große Rolle spielt?

Bewertung

1. Manrico Tenner
2. Katrin Müller

Weitere Infos


Titel "Kobayashi Maru"

Originaltitel "The Kobayashi Maru"

Buchreihe Classic

Autor Julia Ecklar

Übersetzer Andreas Brandhorst

Preis Ursprüngl. Ladenpreis:
11,90 DM

Antiquarisch:
ca. 2 bis 3 Euro

Dieser Roman ist nur noch antiquarisch erhältlich.

Umfang 254 Seiten

Verlag Heyne

Bestellnummer 06/5086

ISBN 3-453-07269-3

(te, km - 31.08.06)


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