Christian Freitag (cf)
06.03.09
"Wagon Train To The Stars"
Diane Carey
Inhalt
James Kirk hat erneut auf seinen Admiralsposten vorläufig verzichtet, um als Captain tätig zu werden. Dieses Mal begleitet er mit der Enterprise als einzigen Starfleet-Kreuzer mit einigen Starfleet-Schleppern 64.000 Kolonisten mit über 70 Schiffen zu ihrer neuen Heimat Belle Terre, einer Klasse-M-Welt, die bereit zur Kolonisation ist.
Belle Terre liegt in einem noch recht unerforschten und unerschlossenen Raumgebiet. Die Föderation wollte den unabhängigen Kolonisten zunächst keine Unterstützung gewähren, hat sich dann aber umentschieden. Admiral Kirk soll eine mehrmonatige Reise unternehmen, um die Kolonisten zu eskortieren. Allerdings gibt es erste Probleme mit einer Lungenkrankheit, die unter den Kolonisten ausgebrochen ist. Ferner sind einige Drohnenschiffe außer Kontrolle. Beide Probleme forderten bereits erste Todesopfer.
Unterdessen sammelt ein Scanschiff der Sternenflotte weitere Daten über Belle Terre. Leider gerät das Schiff damit, dass seit längerer Zeit dort im Einsatz ist, in einen interstellaren Krieg zwischen Blood und Kauld und wird dabei offenbar vernichtet.
Die Kauld unter den Kriegslord Vallyngaith schlägt dem Blood Shucorion eine Allianz gegen die Föderation vor. Die Blood drohen den Konflikt mit den Kauld zu verlieren. Shucorion stimmt zu, traut Vallyngaith jedoch nicht über den Weg, was dieser weiß. Was Shucorion aber nicht weiß: Sämtliche Kauld-Soldaten werden in Kürze sterben, weil sie an dem Antrieb herumexperimentiert haben...
Unterdessen trifft Kirk auf Billy Maidenshore, der ohne sein Wissen unter den Kolonisten ist. Dieser hat Kirk auf der Erde drei private Shuttles gestohlen und sollte dafür verurteilt werden. Offenbar ist er aber geflohen. Es stellt sich heraus, dass Maidenshore mit Kirk noch ein Hühnchen zu rupfen hat und daher hat er nicht nur die Lungenkrankheit unter den Kolonisten verteilt, sondern auch die Gegenmittel gestohlen und den Rest kontaminiert. Außerdem ist er für die vielen Fehlfunktionen verantwortlich und hat versucht, eines der großen Conestoga-Kolonialschiffe zu vernichten. Als dies nicht funktioniert hat, er aber die Kolonisten auf seiner Seite hatte, da Starfleet offenbar die Kontrolle verloren hat, versuchte er ein weiteres Conestoga-Kolonialschiff den Orionern zu übergeben, das den Rückweg angetreten ist. Ein Starfleetschiff wird dabei fast vernichtet. Die Enterprise kann die Orioner überlisten und größtenteils vernichten. Maidenshore flieht mit den übrigen Orionern und gerät mitten in die Streitmacht der Blood hinein...
Nach einiger Zeit findet Kirk das Lichtschiff der Flotte, das bereits auf diese weiter vorne gewartet hatte, angegriffen und deren Lebensmittel kontaminiert vor. Auf dem Lichtschiff befindet sich Shucorion und seine Besatzung, der angibt, er sei von den Kauld verraten worden. Dies ist jedoch eine List. Eine geballte Streitmacht von 200 Kauldschiffen wartet auf den Konvoi. Kirk setzt seine ganze Erfahrung ein und erstellt eine Art Wagenburg im All. Mit gezieltem Waffeneinsatz gelingt es nahezu die gesamte Streitmacht auszulöschen.
Shucorion darf den Konvoy verlassen und erstattet seiner rechten Hand Bericht. Wie er weiß, erwartet die Siedler auf Belle Terre ihr eigenes Grab... - Fortsetzung folgt
Kritik
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 Nach "Star Trek: Der Film": Kirk soll Tausende von Kolonisten in einem Trek zu ihrer neuen Heimat begleiten. Doch während des Flugs geschehen merkwürdige Dinge. |
Von der Grundidee her ist die Reihe genial. Bei "Star Trek" sind Kolonien eh und je ein Thema. Allerdings war es nie ein Thema, wie eine Kolonisation
tatsächlich vonstatten geht. Insofern ist der Roman gut beschrieben. Große Schiffe, Probleme und so weiter. Was nicht so gut ist, ist Careys übliches Problem. Daher war ich vom "Voyager"-Roman "Equinox" ja positiv überrascht. Carey nutzt in den ersten knapp 70 Seiten so viele Namen von Personen und Schiffen, dass man die Übersicht und die Lust zum Lesen verliert. Obendrein wird man in ein Geschehen hineingeworfen, mit dem man überhaupt nichts anfangen kann.
Der Aufbau des Buches ist etwas misslungen. Dann, nach knapp 70 Seiten gibt es einen längeren Abschnitt "Drei Monate früher", in dem eigentlich knapp alles erklärt wird, sogar etwas länger, dass die neuen Uniformen eingeführt worden sind, ein Jahr vor dem Rest der Flotte. So fügt sich das Abenteuer nahtlos in die Trek-Historie ein. Carey legt ihr Hauptaugenmerk normalerweise jedoch weniger auf die üblichen Charaktere, sondern eher auf klischeehafte Nebencharaktere. Ferner verliert sie sich häufig in Details, vor allem über den Stolz der Flotte. Es ist hier nicht die Enterprise gemeint, sondern ihre Lieblingsschiffe: die Schlepper von Starfleet. Wer ihre Romane kennt, weiß, dass diese unentwegt immer und überall in ihren Büchern vorkommen. Etwas nervig ist das schon. Außerdem ist Starfleet die nahezu perfekte Umsetzung des US-Militärs bei Carey... Pathos wird leider bei ihr sehr groß geschrieben.
Hier ist der Band mit zunehmender Seitenzahl jedoch ausgeglichener und lesenswert.
Allerdings ist es so, dass hier - unter anderem auch durch Historienzuwachs durch TV-Serien - Kontinuitätsfehler verzeichnet sind. Der älteste Kontinuitätsfehler ist wohl die Möglichkeit von Warp zehn. Dieser Irrglaube hält sich ziemlich hartnäckig sowohl unter den Fans als auch unter den Autoren und ist mir ehrlich gesagt unverständlich. Außerdem wurde vermerkt, dass keine Starfleet-Besatzung jemals mit Orionern zu tun hatte. Dem ist ja wohl nicht mehr so seit "Enterprise". Obendrein hatte Kirk und Co. schon mal mit Orionern zu tun, wenn man "Die Reise nach Babel" bedenkt, und, selbst wenn man dort keinen Orioner in der Urform gesehen hat, die TAS-Serie.
Bewertung
Weitere Infos
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| Originaltitel |
"Wagon Train To The Stars" |
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| Buchreihe |
Classic |
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| Autor |
Diane Carey |
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| Preis |
Ursprüngl. Ladenpreis:
6,49 Euro

Antiquarisch: 2 bis 3 Euro
 Dieser Roman ist nur noch antiquarisch erhältlich.
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| Umfang |
352 Seiten |
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| Verlag |
Simon & Schuster Pocket Books |
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| ISBN |
0-6710-4296-3 |
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(cf - 06.03.09)