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Manrico Tenner (te)15.02.05

"Das große Raumschiffrennen"

Diane Carey

Inhalt

Der Planet Gullrey liegt weit außerhalb der Föderation und wird nur durch Zufall von einem Föderationsschiff entdeckt. Zur Kontaktaufnahme zu anderen Rassen und zur Beschleunigung des Aufnahmeverfahrens in die Föderation organisieren die Rey ein Raumschiffrennen, zu dem jeder eingeladen ist. Neben Schiffen anderer Rassen und Privatleuten nehmen auch drei Starfleet-Schiffe teil, deren Systeme gedrosselt werden, um den Vorteil, den die Föderationsschiffe gegenüber den anderen Teilnehmern haben, auszugleichen - Scottys Meinung hierzu dürfte jedem klar sein. Die Einsatzbesprechung der teilnehmenden Kapitäne verläuft recht ungezwungen, wenn sich auch nicht alle sympathisch sind. So trifft Kirk auf Nancy Ransom, welche früher mit ihm an der Sternenflottenakademie studiert hat. Ihre vorzeitige Entlassung konnte sie nicht überwinden und gibt Kirk die Schuld dafür.

Das Rennen startet von Raumbasis 16 und endet bei Gullrey. Dazwischen liegen zehn Signalbojen, die einzeln gefunden und angeflogen werden müssen, um die Frequenz für das Signal des nächsten Etappenziels zu erhalten. Die Suche der Bojen erweist sich als schwierig, da das Signal bei steigender Geschwindigkeit undeutlicher wird. Diverse Nebel und Raumanomalien lassen Signalechos entstehen, so dass sich die Rennstrecke als recht kompliziert entpuppt. Des weiteren sind auf jedem Schiff Vertreter der Gullrey, die das Rennen beobachten und viel von den teilnehmenden Rassen lernen wollen.

Kurz vor Start erscheint ein romulanischer Kreuzer und gibt vor, am Rennen teilnehmen zu wollen. Die leicht überforderte Stationskommandantin von Raumbasis 16 gestattet der "Rote Klaue" das Eindringen in den Föderationsraum, woraufhin die in Kirks Augen naiven Rey den Romulanern die Teilnahme am Rennen gestatten. Selbstverständlich wird auch die Leistung des romulanischen Schiffes gedrosselt. Eine kurze Begegnung zwischen Kirk und Commander Valdus von der Roten Klaue überzeugt beide, einem ernstzunehmenden Gegner gegenüber zu stehen.

Das Rennen beginnt und verläuft zunächst ohne Zwischenfälle, die Enterprise behält die Rote Klaue im gedrosselten Sensor-Auge und kann keinerlei verdächtige Aktivitäten feststellen. Nach mehreren ereignislosen Stunden und auf der Suche nach Boje fünf gerät die Ransom Castle, das Schiff von Captain Ransom, in eine Raumanomalie. Die Hilfsangebote der Enterprise werden ausgeschlagen, Ransom versucht, die Anomalie zu durchfliegen, statt sie zu verlassen. Nach einem Todesfall an Bord der Ransom Castle fliegt Kirk ebenfalls in die Anomalie. McCoy beamt zur Untersuchung des Unfalls auf das Raumschiff, woraufhin er einen Mord feststellen muss. Begangen durch die Romulaner, von denen jedoch nichts zu sehen ist. Kann auch nicht, da sie ihre Energiesysteme wieder auf 100 Prozent getrimmt und ihre Tarnvorrichtung aktiviert haben. Beim folgenden Angriff wird die Enterprise tief in die Gravitationskräfte der Anomalie gestoßen, die Ransom Castle durch die Romulaner geentert. Diverse Umbauten an Bord des kleinen Zivilschiffes und ihr direkter Kurs Richtung Gullrey lassen keinen Zweifel an ihrem Ziel: Valdus will alles Leben auf dem Planeten vernichten.

Eine sektorweite Funkblockade der Romulaner, die Mannschaft der Ransom Castle gefangen oder vom Rest des Schiffes isoliert und die leistungsgedrosselte Enterprise im Strudel von Weltraumgravitationen - es sieht nicht wirklich gut aus. Und dann ist da noch ein Geheimnis der Rey, welches den Romulanern eine Emotion entlockt, die sie sonst nicht kennen: Angst.

Kritik

Die Rey veranstalten ein Raumschiffrennen, wobei die Romulaner natürlich mehr im Sinn haben...
Selbstverständlich ist Kirk wie auch dem Leser von Anfang an klar, dass der Romulaner falsch spielt. Das kurze Treffen zwischen dem Captain und Valdus lässt beide den ebenbürtigen Gegner erkennen. Valdus' Karriere wird ausführlich vertieft und macht seine Handlungen nachvollziehbar. Die Angst, dem Wahnsinn zu verfallen und sinnlos zu morden, machen die Romulaner letztlich zu Opfern ihres eigenen Auftretens: Wird die Furcht, die sie erregen wollen, gebündelt und verstärkt an sie zurückübertragen, können sich Szenarien wie am Anfang des Buches wiederholen und letztlich ihr gesamtes System ins Wanken bringen. Andererseits wird durch das friedliche Auftreten der Föderation das entsprechende Gefühl an sie zurückgegeben: Alle fühlen sich wohl. Glücklicherweise ist dies nicht plakativ in den Vordergrund gerückt, sondern nur eine zwingende Schlussfolgerung.

Einen neuen Blinkwinkel auf Erstkontakte gestattet uns die Begegnung zwischen der Föderation und den Rey. Sie sind ein nettes, freundliches, friedliches Volk mit Fähigkeiten, welche erst durch ihre Wirkungen auf andere als gefährlich eingestuft werden können. Ihre Anpassung an die Föderationskultur, insbesondere an die menschliche, ist jedoch stark übertrieben. Sicher sind Kirk & Co. leuchtende Vorbilder ihrer Epoche, aber ein Jahrzehnt nach Kontaktaufnahme kennen und praktizieren die Rey viele menschliche Riten und Eigenheiten. So bleibt die eigenständige Kultur dieses Volkes außen vor, sofern es überhaupt noch eine hat.

Die Figurenkonstellation macht den Roman vorhersehbar. Wie bereits erwähnt, kann der Romulaner nur Hintergedanken haben. Ebenso absehbar geraten Kirk und Ransom des öfteren aneinander, bis ihr Schiff letztlich von Kirk gerettet wird und sie sich daraufhin versöhnen. Hinter das Geheimnis der Rey kommt der aufmerksame Leser recht schnell, zumal Valdus bereits zeitig Andeutungen macht. So bietet auch diese Wendung der Handlung nichts überraschend Neues und kann mit keiner außergewöhnlichen Idee glänzen. Aber die sehr gut gelungenen Charaktere, sowie die sich langsam steigernde Spannung und diverse Humoresken heben dieses Buch stark vom Durchschnitt ab.

Fazit: Wir wissen, dass der Romulaner seinen finsteren Plan nicht umsetzen kann, und die Enterprise hätte das Rennen ohne den Zwischenfall selbstverständlich gewonnen. Aber selten wird man bei einer vorhersehbaren Story so spannend und durch die äußerst gelungenen Charaktere so tiefgründig unterhalten.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Das große Raumschiffrennen"

Originaltitel "The Great Starship-Race"

Buchreihe Classic

Autor Diane Carey

Übersetzer Ronald M. Hahn

Preis Ursprüngl. Ladenpreis:
12,90 DM

Antiquarisch:
ca. 2 bis 3 Euro

Umfang 346 Seiten

Verlag Heyne

Bestellnummer 06/5474

ISBN 3-453-126660-2

(te - 31.08.06)


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