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Manrico Tenner (te)21.04.03

"Kirks Bestimmung"

Diane Carey

Inhalt

Die Enterprise ist auf dem Weg zur Erde, wo sie außer Betrieb gestellt werden soll, wird jedoch von einem Antiprotonen-Flushback überrascht, der vermutlich durch die Zerstörung der U.S.S. Bill of Rights verursacht wurde. Captain Kirk entschließt sich, die Verschrottung seines Schiffes aufzuschieben und setzt Kurs Richtung Faramond, einer archäologischen Ausgrabungsstätte der Föderation, die in ihm 45 Jahre alte Erinnerungen wachruft.

Szenenwechsel. 45 Jahre früher. Der 16-jährige James T. Kirk, mittelmäßiger Schüler und Problemkind, ist zusammen mit anderen Jugendlichen von zu Hause ausgerissen. Er übernimmt die Führung der Gruppe, wobei er ein großes Verantwortungsbewusstsein offenbart. Der Plan der Jugendlichen, auf einem Schiff (kein Raumschiff) anzuheuern, kann durch Kirks Vater George vereitelt werden, der seinen Sohn daraufhin mit auf die Enterprise nimmt, auf welcher er unter Kapitän Robert April als Sicherheitschef dient. So ist er auf der Jungfernfahrt des Schiffes dabei, was ihn allerdings nicht sonderlich interessiert. Durch den nunmehr ständigen Kontakt zu seinem Vater leidet das gespannte Verhältnis nur noch mehr.

Zusammen mit anderen Besatzungsmitgliedern brechen Sohn und Vater Kirk in einem Verbindungskutter zum Planeten Faramond auf, während die Enterprise zu ihrem nächsten Bestimmungsort weiterfliegt. Der schlecht bewaffnete Verbindungskutter wird von einem Piratenschiff angegriffen, kann den Gegner jedoch vorerst abwehren. Im Verlauf der weiteren Geschichte kämpfen die Schiffe gegeneinander und beide Crews werden stetig dezimiert. Schließlich kollidieren die Schiffe und die Mannschaften liefern sich einen Kampf Mann gegen Mann.

Jim wird dabei mit Roy Moss konfrontiert, dem Sohn des Piratenkapitäns, ein überdurchschnittlich intelligenter und aufgrund seiner Umgebung unter Größenwahn leidender junger Mann, der ebenso seine Probleme mit Autoritäten hat. Schließlich können die Piraten überwältigt werden und die Enterprise rettet die Überlebenden. Da James T. Kirk bei dieser Mission Kameradschaft und die Wunder des Weltalls kennen gelernt hat, schlägt er den uns bekannten Karriereweg ein.

45 Jahre später. Die Enterprise unter Captain James T. Kirk ist bei Faramond angekommen und wird durch ein Dämpfungsfeld außer Gefecht gesetzt. Es stellt sich heraus, dass die U.S.S. Bill of Rights unbeschädigt ist, jedoch, ebenso wie die Enterprise, um den Planeten driftet. Die Archäologen der Ausgrabungsstätte wurden bereits evakuiert, dennoch befindet sich eine Person auf dem Planeten. Kirk kommt ein Verdacht und er ruft Roy Moss, der sich tatsächlich auf Faramond befindet und eine uralte Technologie für sich nutzbar gemacht hat, mit welcher unter anderem Langstreckentransporte möglich sein sollen. Leider nahmen die Erbauer dieser Technologie wichtige Teile mit sich, so dass der Planet eine riesige Energiequelle darstellt, aber diese Energie nicht abgeleitet werden kann. Nur mit Mühe und Not können die Enterprise und die Bill of Rights der Explosion entkommen. Zur Erde zurückgekehrt wird die Enterprise nun doch nicht außer Dienst gestellt.

Kritik

Kirk kehrt auf eine Welt zurück, auf der er als 16-Jähriger mit seinem Dad und Captain April besucht hat ...
Dieser Roman konzentriert sich fast ausschließlich auf Kirk und lässt die anderen Charaktere nur in Nebenrollen erscheinen. Bei dem jungen Kirk wird leider stark in die Klischeekiste gegriffen. Die Ausgangssituation Kirk als Problemkind gefällt mir nicht besonders und die Wandlung vom jugendlichen Rebellen zum einsichtigen und selbstlosen jungen Mann geschieht zu plump von Kaptitel zu Kapitel und ist selten nachvollziehbar. So entwickelt sich die Story zu oberflächlich und vorhersehbar: Natürlich rettet der junge Jim letztlich seinen Vater und die anderen überlebenden Sternenflottenoffiziere.

Im Gegensatz dazu steht der Kampf zwischen den beiden beschädigten Raumschiffen, der sehr spannend beschrieben und auf beiden Seiten verlustreich geführt wird. Klaustrophobie verbreitet sich und mit Bedauern verfolgt man das Ableben der Starfleetoffiziere.

Interessant sind die Charaktere und Begebenheiten der ersten Enterprise unter Kapitän April. Von Kirks Captain-Zeiten gekannte Technik wird hier mit neuen, jüngeren Augen betrachtet. Die Figur Roy Moss entspricht dem gängigen Psychopathen-Profil: Ein durchgeknalltes Genie, welches das Leben allgemein verachtet und nach Ruhm sowie Anerkennung dürstet, was ihm in seiner lieblosen Kindheit verwehrt wurde. Dabei bringen ihn seine Selbstüberschätzung und natürlich Jim Kirk zu beiden Zeitpunkten zu Fall.

Die Charakterzeichnungen des älteren Kirk und der übrigen Besatzungsmitglieder der Enterprise-A sind sehr stimmig, wobei besonders die Dialoge mit Spock und McCoy überzeugen.

Leider nur am Rand erwähnt wird die höher entwickelte Rasse mit überlegener Technologie der Woche. Der Leser erfährt eigentlich überhaupt nichts über die Erbauer des Langstrecken-Transporters. Insgesamt hätte die Geschichte um Kirks erstes Weltraumabenteuer gestrafft werden können. Es wird zwar nie langweilig, aber viele Szenen sind bis an den Rand des Erträglichen ausgeführt.

Fazit: Ein spannend geschriebenes Buch mit interessanten Nebenfiguren. Nur die Hauptperson ist fragwürdig erarbeitet: James T. Kirk als Problemkind erscheint mir mehr als zweifelhaft.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Kirks Bestimmung"

Originaltitel "Best Destiny"

Buchreihe Classic

Autor Diane Carey

Übersetzer Harald Pusch

Umfang 521 Seiten

Verlag Heyne

Bestellnummer 06/5476

ISBN 3-453-12666-1

(te - 31.08.06)


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