Manrico Tenner (te)
14.01.04
"Feuersturm"
L. A. Graf
Inhalt
Der vorliegende Roman bringt uns ein Wiedersehen mit den
Elasianern, bekannt aus der "Star Trek"-Classic-Episode "Brautschiff
Enterprise". Die Elasianer betreiben seit kurzem intensiven Bergbau auf dem
Planeten Rakatan, dessen Vulkan Mons Rakatan der größte Stratovulkan der
bekannten Galaxis ist. Aus diesem Grunde befindet sich auf einem Mond des
Planeten ein Föderationsobservatorium, dessen Wissenschaftler bei ihren
Forschungen durch die Elasianer stark behindert werden. Uralte elasianische
Sternenkarten behaupten, der Planet gehöre den Elasianern. Die Situation droht
zu eskalieren, und da Captain Kirk und die Crew der Enterprise über reichlich
Erfahrung mit jenem nicht gerade umgänglichen Volk verfügen, wird die Enterprise
nach Rakatan beordert.
Die Kontaktaufnahme gestaltet sich für Kirk schwierig, schließlich sind Männer
bei den Elasianern das schwächere Geschlecht. Schließlich übergibt er Uhura das
Kommando über die Verhandlungen, sodass Israi, die zukünftige Dohlman und
Schwester der inzwischen verstorbenen Elaan (Kirks Bekannte aus der TV-Episode)
ihr und ihrem Gefolge den Besuch auf dem Planten gestattet. Israi kann erst
Dohlman werden, wenn sie ihre ersten Tränen weint, eben jene Tränen, die Männer
von ihr abhängig machen.
Es überrascht nicht wirklich, dass eine weitere Gruppierung im Hintergrund ihre
Fäden zieht, sodass das Außenteam unter falscher Anklage gefangen genommen wird.
Der folgende Fluchtversuch gestaltet sich als sehr einfach, sodass Uhuras Gruppe
zu Recht eine Falle vermutet. Mithilfe des mitgefangenen Geologen kann das
Außenteam durch das Bergwerk ins Innere des Vulkans fliehen. Schnell stellt sich
heraus, dass der Planet kein Dilithium enthält, und dass die zukünftige Dohlman
von den Verschwörern auf diesen Planet gelockt worden ist. Der Anführer von
Israis Leibwache hilft den Flüchtigen unter der Bedingung, dass sie die junge
Frau mit zur Enterprise nehmen.
Jeder mit "Star Trek" Vertraute weiß, was sich aus dieser Konstellation ergeben
muss: ein Fluchtversuch mit dem Shuttle, mächtige Verschwörer, die Tatsache,
dass wir uns erst in der Mitte des Buches befinden: Der Shuttle stürzt ab. Da
der Vulkan kurz vor dem Ausbruch steht, können die Sensoren der Enterprise die
Schiffbrüchigen nicht orten. Aber Kirk hat trotzdem alle Hände voll zu tun: Eine
riesige Streitmacht der Elasianer unter dem Kommando von Israis Tante ist
eingetroffen und greift das Observatorium an. Kirk kann die Wissenschaftler
retten und hält die Elasianer mit der technisch überlegenen Enterprise in
Schach.
Auf Rakatan macht sich derweil das Außenteam mit der flüchtigen
Dohlman-Nachfolgerin auf den Weg zu einem der geologischen Sensoren auf Mons
Rakatan, um die Enterprise zu kontaktieren. Sulus "Infektion" mit Israis erster
Träne, Chekovs absturzbedingte Verletzung und der bevorstehende Ausbruch des
Vulkans erleichtern Uhuras Situation ebenso wenig wie Israis Tante, der nicht
nach inniger Familienzusammenführung gelegen ist.
Kritik
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 Der größte Vulkan der Galaxis bricht aus, Kirks Truppe muss eingreifen. |
Wie auch in "
Der
Saboteur" stehen hier Uhura, Sulu und Chekov im Mittelpunkt der Handlung, wobei
auch Letzterer wieder unter starken Verletzungen und Schmerzen leiden muss. In
diesem Roman gelingt es L.A. Graf jedoch wesentlich besser, die Charaktere und
die Interaktion zwischen ihnen zu schildern. So leidet nicht nur Chekov allein,
sondern der Geologe Mutchler wird ebenso schwer verletzt und Sulu steht wegen
Überanstrengung kurz vorm Umfallen.
Geglückt ist die Weiterverfolgung der Handlungsstränge aus der
Classic-TV-Episode "Brautschiff Enterprise". Die Elasianer werden konsequent
weiterentwickelt und ihre Kultur mit mehr Hintergrund versehen. Nicht
nachvollziehbar ist jedoch die plötzliche Entwicklung Israis von der verwöhnten
Göre zur erwachsenen Frau. Ebenso unlogisch ist der Vorwand für die Anwesenheit
der Elasianer auf Rakatan, die angeblich Dilithium abbauen. Es muss doch einer
merken, dass da kein Dilithium ist...
Die Charaktere sind, wie eingangs erwähnt, gut beschrieben, vor allem die
impulsive Studentin Metcalfe und der Geologe Mutchler stechen als
Wissenschaftler trotz der üblichen Klischees positiv hervor. Überflüssig sind
die Ureinwohner Rakatans, die zur Handlung absolut nichts beitragen und auch
sonst nicht im Geringsten interessant sind.
Fazit: Trotz mäßigem Mittelteil und vorhersehbarer Geschichte heben die
vielfältigen Charaktere diesen Roman ins Mittelfeld der "Star Trek"-Romane und
machen ihn zu einem durchschnittlichen Lesevergnügen.
Bewertung
Weitere Infos
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| Titel |
"Feuersturm" |
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| Originaltitel |
"Firestorm" |
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| Buchreihe |
Classic |
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| Autor |
L. A. Graf |
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| Übersetzer |
Achim Lehmkuhl |
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| Preis |
Ursprüngl. Ladenpreis:
12,90 DM

Antiquarisch: ca. 3 bis 4 Euro
 Dieser Roman ist nur noch antiquarisch erhältlich.
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| Umfang |
330 Seiten |
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| Verlag |
Heyne |
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| Bestellnummer |
06/5477 |
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| ISBN |
3-453-13306-4 |
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(te - 31.08.06)