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Manrico Tenner (te)02.04.05

"Die Terroristen von Patria"

Simon Hawke

Inhalt

Die Enterprise bekommt wieder einmal eine diplomatische Mission: Botschafter Robert Jordan und Assistentin Kim Li Wing sollen einen persönlichen Erstkontakt mit den Patrianern herstellen, nachdem diese die Föderation kontaktiert haben. Angeblich will Patria der Föderation beitreten, was allerdings an verschiedenen innenpolitischen Streitereien scheitern könnte.

Der Botschafter entpuppt sich als alter Bekannter Kirks, so dass die Mission ohne Zwischenfälle mit sturen Bürohengsten durchgeführt werden kann. Nach einer kleinen Einführung in die patrianische Kultur werden der Botschafter, seine Assistentin und Mitglieder der Führungscrew auf einem patrianischen Schiff empfangen. Zur Überraschung aller werden nicht die beim Briefing kennen gelernten ortstypischen Spezialitäten serviert, sondern Speisen und Getränken mit deutlich terranischem Geschmack. Nach einigem Geplänkel wird den Vertretern der Föderation der wirkliche Grund für das Beitrittsgesuch erklärt: Rebellen greifen mit Energiewaffen Polizeikräfte und die Regierung an. Und da diese Energiewaffen Disruptoren sind, deutet alles auf eine Intervention durch die Klingonen hin.

Die Regierung befürchtet eine feindliche Übernahme und bittet offiziell um militärische Hilfe. Jordan darf und will in dieser Sache keine Entscheidung treffen und legt die Verantwortung in die Hände des ranghöchsten Starfleet-Offiziers, der immerhin für ein Gleichgewicht der Kräfte sorgen könnte: James T. Kirk. Nach einigen Diskussionen über Waffenlieferungen durch die Föderation, die der Captain natürlich ablehnt, wird ein Treffen auf dem Planeten organisiert. Kirk, Spock, McCoy und Chekov beamen auf den Planeten und werden vor Ort in die polizeilichen Ermittlungen eingewiesen. Bei dieser Gelegenheit legt der Polizeichef sämtliche Polizeibefugnisse und somit die Verantwortung über die gesamten Untersuchungen in Kirks Hände, der sich dadurch natürlich noch unwohler fühlt: Sollte irgendetwas schief gehen, können die patrianische Regierung, die Föderation - eigentlich alle - die Schuld auf den Captain schieben. Als Verbindungsmann lernen die Offiziere Lieutenant Joh Iano kennen, der selbst nur sehr knapp einem Hinterhalt der Rebellen entkommen konnte und selbstverständlich nicht viel von Einmischungen in seine Arbeit hält.

Nach einem kurzen Abstecher ins Hotel besucht das Landeteam mit Iano einen Spielclub, in welchem sich ein Verdächtiger aufhalten soll. Vor Ort beobachten sie einen Wettkampf, bei welchem sich die Teilnehmer auf mehreren Säulen gegenseitig hinunterwerfen müssen. Nach der ersten Runde wird Kirk zu einer Art Freundschaftskampf aufgefordert. Sein Herausforderer entpuppt sich während des Kampfes als Angehöriger der Rebellengruppe und erklärt dem Captain, dass die Aufrührer weder Energiewaffen besitzen, noch Kontakt mit den Klingonen haben. Der Kampf endet mit der Flucht des Dissidenten, nachdem Iano einen anderen Mann erschießt, der an ein Attentat gedacht hat. Spock kombiniert, dass der Polizist einer telepathisch veranlagten Eliteeinheit angehört, die Verbrechen bereits beim Gedanken daran verhindern und bestrafen darf. Nebenbei kann Iano auch die Gedanken des Landeteams lesen und erkennt die Zweifel, die der Arenakämpfer in Kirk geweckt hat.

Kritik

Es gibt plötzlich Konflikte auf der sonst sehr ordentlichen Welt Patria.
Der eher durchschnittliche Handlungsbogen um politische Intrigen besticht durch die Neuverteilung der typischen "Star Trek"- und vor allem Kirk- Klischees: Diesmal bekommt McCoy die attraktive Assistenten des Föderationsdiplomaten. Dieser wiederum verhält sich untypisch, indem er einen Großteil der Verantwortung auf Kirks Schultern legt. Und es obliegt dieses Mal Scotty, die Enterprise in einem Raumschiffkampf zu befehligen.

Ansonsten bietet der Roman das übliche Polizeistaat-Szenario: Verschiedene Rebellengruppen kämpfen für und gegen den Staat, die Polizeikräfte sind teilweise telepathisch veranlagt und mit legislativen Befugnissen ausgestattet, wodurch eine weitreichende Überwachung und schnelle Verurteilung der Rebellen möglich ist. Der wahre Staatsfeind sitzt natürlich in der Regierung. Und letztlich gelingt es der Crew der Enterprise, eine Verschwörung verschiedener Ratsmitglieder aufzudecken. Dies geschieht mit dem obligatorischen Opfer eines Polizisten, der die wahren Hintergründe erkennt, seine Gesinnung entsprechend ändert und letztlich patriotisch für sein Volk stirbt.

Unlogisch bleibt jedoch der Grund, warum die Patrianer die Föderation um Hilfe bitten. Da einige Regierungsmitglieder in die Verschwörung involviert sind, hätten sie einen Weg gefunden, die anderen Regierungsmitglieder von einer Kontaktaufnahme abzubringen. So wurde der letztlich nicht besonders ausgefeilte Plan, die Macht mit Hilfe der Klingonen zu übernehmen, zu Fall gebracht.

Wie eingangs erwähnt macht die Rollenverteilung dieses Romans seinen Reiz aus. Kirk trifft auf einen Diplomaten, mit dem er sich beinahe blendend versteht; McCoy ist mit der Assistentin so beschäftigt, dass er den einen oder anderen Einsatz verpasst; und Scotty ist als Kommandant der Enterprise für waghalsige Manöver zuständig.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Die Terroristen von Patria"

Originaltitel "The Patrian Transgression"

Buchreihe Classic

Autor Simon Hawke

Übersetzer Bernhard Kempen

Preis Ursprüngl. Ladenpreis:
12,90 DM

Antiquarisch:
ca. 2 bis 3 Euro

Umfang 281 Seiten

Verlag Heyne

Bestellnummer 06/5479

ISBN 3-453-13332-3

(te - 31.08.06)


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