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Manrico Tenner (te)06.01.06

"Sabotage"

J.M. Dillard

Inhalt

Das Rettungs- und Evakuierungsschiff Recovery ist das Nonplusultra der modernen Starfleet-Technologie: Massentransporter, die mehrere hundert Personen und sogar kleine Raumschiffe gleichzeitig transportieren können; gigantische Evakuierungshallen; mehrere modernste Krankenstationen, die selbstständig Diagnosen erstellen und Behandlungen vorschlagen; sowie ein vollautomatisches, selbstständiges Steuerungssystem. Letzteres veranlasst Admiral Kirk, der seit seiner Beförderung im Sternenflottenhauptquartier Schiffsreparaturen und -überarbeitungen leitet, aufgrund seiner M5-Erfahrungen einige Skepsis zu zeigen. Als der Prototyp vor versammelter Ärztekammer der Föderation und Vertretern der Romulaner, Klingonen und Tholianer getestet werden soll, gibt es selbstverständlich keinen geeigneteren Mann dazu als Kirk.

Das Manöver umfasst neben der Evakuierung von Wissenschaftlern eine kurze Angriffssequenz, da das Schiff zu Verteidigungszwecken mit Waffen ausgestattet ist - ein Umstand, der sehr häufig zu Kontroversen zwischen dem Erbauer Dr. Shulman und Kritikern des Projektes wie Admiral Kirk führte. So reisen die Starhawk und das Kadettenschiff Paladin zu Manöverzwecken an. Auf der Starhawk befinden sich neben dem Admiral auch sein Assistent Kevin Riley und Botschafter Sarek, der die Interaktion mit den Schiffen der "Nachbarn" (Zitat) koordinieren soll. Bei einem Kurzbesuch Kirks auf der Paladin kann er Captain Romolo überzeugen, Captain Akhmatova auf der Starhawk zu besuchen, da sich die zwei alten Freunde seit Ewigkeiten nicht gesehen haben. Die Begrüßungsveranstaltung auf der Recovery für die geladenen Gäste aus der Föderation gerät zum Fiasko: Dr. Shulman beschuldigt Kirk, seine Arbeit behindert und das Schiff bereits vor der Geländeübung zum Scheitern verurteilt zu haben.

Die Figurenkonstellation ist klar: Der Captain der Paladin befindet sich auf der Starhawk, der irre Kirk-Hasser auf dem Superraumschiff und der Admiral als ranghöchster und erfahrenster Offizier an Bord des Kadettenschiffes voller Kirk-Groupies. Und so nimmt das Schicksal seinen Lauf: Die Evakuierung der Wissenschaftler funktioniert noch recht gut, dann beginnen die Verteidigungstests. Riley und zwei Crewmitglieder der Paladin werden bei einem simulierten Angriff auf ihr Shuttle von der Recovery an Bord gebeamt, die Besatzung des angreifenden Shuttles findet sich in der Arrestzelle des Schiffes wieder. Nun folgen gezielte Angriffe durch Sonden auf die Recovery, woraufhin das Schiff die aggressiven von den passiven Sonden separiert und zerstört. Das programmierte Muster erscheint Kirk zu langweilig und vorhersehbar, also steuert er die Sonden manuell und kann den Computer des Schiffes zusehends verwirren. Dr. Shulman sieht sich in der Behinderung seiner Arbeit bestätigt und rastet nun völlig aus. Die Recovery zerstört alle Sonden und greift die Paladin an. Die Starhawk stellt sich schützend zwischen die Schiffe und wird daraufhin auch angegriffen. Beide Starfleet-Schiffe sind kampfunfähig, und die Recovery wendet sich den Beobachtern zu, deren Tarntechnologie keine Informationen über die Schäden zulässt.

Der Commander der Paladin ist inzwischen verstorben, Captain Romolon liegt verletzt auf der Krankenstation der Starhawk, welche manövrierunfähig im All schwebt. Notgedrungen übernimmt nun Kirk das Kommando über ein Raumschiff voller Kadetten, einem vulkanischen Wissenschaftsoffizier und einer Ingenieurin, die Scotty beinahe ebenbürtig ist. Die beschädigte Paladin kann kaum folgen, als die Recovery Kurs auf den tholianischen Raum nimmt. Erreicht das Schiff das Gebiet des "Nachbarn", scheint ein Krieg unvermeidlich. Während Kirk dem Rettungsschiff hinterherhinkt, startet Dr. Shulman an Bord desselben seine eigene kleine Privatvendetta: Er tötet nacheinander alle Mitglieder der föderalen Ärztekammer, und als überzeugter Kirk-Hasser steht ein Name ganz oben auf seiner Liste: Dr. McCoy. Denn der ist als ziviler Beobachter an Bord und hat natürlich seine eigene Meinung zu Massentransportern und automatischen Schiffen.

Kurz vor dem tholianischen Raum stoppt das Schiff, die Paladin kann aufschließen und spielt erneut Zielscheibe. Die Ankunft eines tholianischen Schiffes und McCoys Entdeckungen auf der Recovery erleichtern Kirks Mission nicht im Geringsten. Und dann kommen auch noch die Klingonen...

Kritik

Die Autorin begann die "Lost-Years"-Reihe und schließt sie mit diesem Buch.
Durchweg spannend präsentiert J.M. Dillard die Rückkehr Kirks von seiner Verwaltungstätigkeit in den aktiven Dienst im All und schließt damit die Miniserie über die "verlorenen Jahre" zwischen dem Ende der ersten Fünf-Jahres-Mission und dem erneuten Kommando Kirks über die Enterprise stimmig ab. Zwar wirken die Umstände, die zur Kommandoübernahme auf der Paladin führen, stark konstruiert, aber angesichts des überaus gelungenen Ergebnisses sei dies der Autorin verziehen.

Ebenso kann die Charakterisierung der Hauptpersonen überzeugen, angefangen bei einem schreibtischmüden Kirk, über einen gewohnt grantigen McCoy bis hin zu den Nebenrollen: Wissenschaftsoffizier Sonak, der seinem Vorbild Spock entsprechend immer im geeigneten Augenblick durch Logik Schiff und Handlung rettet, Kommunikationsoffizier Diksen, die mit ihrem Idol Kirk unter der Konsole liegen darf - ebenso wie Uhura natürlich rein dienstlich, sowie die Chefingenieurin Gambeta, die trotz aller Schäden immer noch ein bisschen mehr aus der Paladin herausholen kann, obwohl sie dies in Scotty-Manier immer wieder für unmöglich erklärt. Der Vergleich mit der Stammcrew drängt sich selbst Kirk mehrfach auf.

Glücklicherweise ist Dr. Shulman keiner der üblichen Psychopathen, sondern kann alle Schuld auf das Implantat schieben. Das ist zwar auch nicht neu, aber immer noch besser als ein Verrückter mit irgendeinem fadenscheinigen Motiv, die den "Star Trek"-Autoren regelmäßig misslingen. Die Tholianer bleiben glücklicherweise lange genug im Hintergrund, um erst spät und nicht sonderlich überraschend die Vorfälle aufzuklären. Erneut aufgegriffen wird die Storyline um Riley, der hier seine Exfrau wieder trifft, die den Ehevertrag nicht verlängern wollte.

Warum Spock in einigen wenigen Momenten, die mit der Handlung nicht das Mindeste zu tun haben, überhaupt auftaucht, ist nicht nachvollziehbar. Die Story hätte ohne ihn genauso funktioniert, selbst um die Seitenzahl künstlich zu erhöhen, war seine Anwesenheit zu geringfügig. Anfangs bestand die Hoffnung, er würde später irgendwo zu seinen Kameraden stoßen, aber dann verblasst sein Erscheinen beim Leser, ebenso wie die Kirk/McCoy-Visionen: Da war doch was - aber was? - egal...

Unglücklich gewählt ist der Titel des Buches, der dem Leser leider die Auflösung mehr oder weniger verrät. Das Cover mit den älteren Herren wiederum ist gut gelungen.

Fazit: Temporeich, spannend und mit einigen Prisen Humor und Ironie gewürzt wird dem Leser ein Statement gegen die zunehmende Technologisierung präsentiert. Ein Thema, welches der Fan aus vielen TV-Episoden kennt, das Buch steht diesen aber nicht nach. Hinzu kommt die gelungene Einarbeitung der Figuren aus der geplanten zweiten Serie ("Star Trek: Phase II") um Kirk.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Sabotage"

Originaltitel "Recovery"

Buchreihe Classic

Autor J.M. Dillard

Übersetzer Harald Pusch

Preis Ursprüngl. Ladenpreis:
12,90 DM

Antiquarisch:
ca. 2 bis 4 Euro

Dieser Roman ist nur noch antiquarisch erhältlich.

Umfang 329 Seiten

Verlag Heyne

Bestellnummer 06/5685

ISBN 3-453-14900-9

(te - 31.08.06)


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