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Peter Tigmann (pt), Manrico Tenner (te)01.12.01

"Die Asche von Eden"

William Shatner

Inhalt

Als Admiral Androvar Drake, ein alter Feind von James Kirk, zum neuen Oberbefehlshaber über die Sternenflotte wird, sieht Kirk keinen Grund weiterhin auf der Erde und in der Sternenflotte zu bleiben. Zudem hat er eine eine Begegnung mit einer Frau, die ihn von Anfang an so sehr fasziniert, dass er nicht nach ihrem genauen Hintergrund forscht. Diese Frau bittet Kirk mit zu ihrem Heimatplaneten zu kommen, da dieser vor Anarchisten gerettet werden soll. Schließlich verlässt Kirk die Sternenflotte um Teilani - der Frau - zu helfen. Als er sieht was für ein Schiff ihm dazu zu Verfügung gestellt wird, ist Kirk hellauf begeistert...

Auf der Erde wird die alte Crew von James Kirk zum neuen Oberbefehlshaber der Sternenflotte, Drake, gerufen. Er eröffnet ihnen, dass Kirk allem Anschein nach zu einem Verräter geworden ist und seine alte Crew ihn jetzt stoppen soll.

Zu spät entdecken Kirk und auch seine alte Crew, dass man sie nur als Marionetten in einem sehr gefährlichen Machtspiel verwendet.

Kritik

Peter Tigmann

Vom Reeves-Stevens-Ehepaar unterstützt: Nach der Ausmuster stiehlt die Kirk-Crew Enterprise-A und will zum Planeten Chal.

Es gibt viele Meinungen darüber, was für ein Mensch William Shatner ist, da muss sich jeder seine eigene Meinung bilden, als Buchautor ist er in jedem Fall sehr, sehr gut.

Wie auch seine nächsten zwei Romane konnte mich dieser mehr als überzeugen. Sicherlich steht hier Kirk vollkommen im Mittelpunkt, allerdings wird er uns zunächst als ein alter Mann vorgestellt, dem fast jeder Knochen schmerzt und der keine Ahnung hat, was die Zukunft ihm noch zu bieten hat. Dann tritt aber Teilani in sein Leben und gibt seinem Leben ein neues Ziel. Der Wechsel vom Enttäuschten zum lebensfrohen Kirk wird hier geschickt gesponnen. Auch bleibt während des ganzen Romans undurchsichtig, welche Ziele Teilani genau verfolgt und was das schreckliche Geheimnis von Chal ist.

Die Momente in denen Kirk es mit seinem Intimfeind Drake zu tun hat, sind sehr spannend geschrieben. Die Handlung ist insgesamt sehr spannend und zieht mit den Geheimnissen um Chal und Teilani den Leser die ganze Zeit in seinen Bann.

Ein paar Kritikpunkte gibt es aber leider auch in diesem Roman.So wird zum Beispiel nicht richtig deutlich, wie Scott auf das Schiff (ich verrate hier absichtlich nicht welches) gekommen ist beziehungsweise welche genauen Beweggründe er hatte.

Auch wird Captain Sulu als ziemlich starrsinniger Charakter beschrieben, was man eigentlich nach der "Voyager"-Episode "Tuvoks Flashback" nicht erwartet hätte.
Einmal kommt Admiral Drake mit einem Shuttle angeflogen, angeblich mit Warp 10, dies wird hier mit einer zusätzlichen Warpgondel erklärt. Wäre es so einfach, würden wohl sicher noch andere Schiffe mit Warp 10 fliegen.

In diesem Roman ist aber etwas, was ich noch in keinem anderen "Star Trek"-Roman vorher gelesen habe - nämlich eine stellenweise ziemlich vulgäre Ausdrucksweise. Originalzitat von Scott zu Kirk:

"Aye, sie ist jung, attraktiv, das sehe ich auch. Aber wie können sie glauben, es könne jemals mehr zwischen ihnen geben als ... als dieses Herumbumsen?"

Um nur eines der Beispiele zu nennen. Ich möchte dies allerdings nicht unbedingt als Kritikpunkt hinstellen, da es mir doch einige Lacher abverlangt hat. Auch sonst hat der Roman einige witzige Momente, zum Beispiel da, wo sich McCoy und Spock als Undercover-Agenten versuchen und Pavel Chekov, der schon einige Erfahrung in diesem Bereich hat, schrecklich blamieren.

Bleibt zum Abschluss zu sagen, ein wirklich spannender Roman, der charakterintensiv geschrieben und mit einem guten Schuss Action und Humor versehen ist. Direkt lesen!

Manrico Tenner

Der erste Teil der losen Trilogie von William Shatner bietet eine in sich geschlossene Geschichte um die Classic-Crew, man muss weder dieses Buch kennen, um die anderen zu verstehen, noch muss man die anderen lesen. Aber man sollte. Denn vorliegendes und die beiden nachfolgenden Bücher sind unerwartet spannend und schlüssig geschrieben, ohne die Figur Kirk allzu heroisch und pathetisch darzustellen. In einigen Augenblicken gelingt es Shatner sogar, den Starfleet-Helden und ehemaligen Raumschiffkapitän als alternden und einsamen Mann zu demaskieren, was jedoch nur als Vorwand dient, Kirk blindlings (Blind vor Liebe?) in ein Abenteuer zu stürzen, welches selbst der jüngere, ungestümere Kirk nicht so ohne weiteres hingenommen hätte. Shatner überspitzt unbewusst die typischen Kirk-Klischees, von Liebesabenteuern mit einer jüngeren, exotischen Frau, über die Kommandoübernahme in Krisensituationen bis hin zur zerrissenen Uniform. Aber er zeichnet auch einen Charakter mit Schwächen: allem voran Kirks Berechenbarkeit, die Drakes Plan überhaupt erst in Bewegung setzt und beinahe zu dessen Erfolg führt.

Drake wiederum ist der typische Widersacher: Er verfolgt hinterhältig seine eigenen Pläne, niemand kann ihn leiden, und er ist Politiker - muss ich noch mehr sagen? Leider gelingt es kaum einem "Star Trek"-Roman, den Gegenspieler differenziert darzustellen, ihn nicht als grundsätzlich böse zu pauschalisieren, sondern einen Hintergrund, beziehungsweise überhaupt einen Grund für seine Verhaltensweise zu finden. Das zweite große Problem mit den "Star Trek"-Gegnern ist ihre Unfähigkeit, eine ernsthafte Bedrohung darzustellen. Wer Drakes Plan im Endstadium sieht, fragt sich, wie ein solcher Stratege über den Rang eines Fähnrich hinaus gekommen ist. Der Plan ist schlicht und einfach undurchdacht und laienhaft durchgeführt.

Die weiteren Crewmitglieder der Enterprise degradiert Shatner zu Stichwortgebern, was nicht schlimm sein muss, solange die Figuren adäquat passen. Daher stören der konstruierte Konflikt zwischen Chekov und Sulu, sowie diverse andere kleine Unstimmigkeiten. Die besten Freunde seines Alter Ego hat Shatner jedoch gut im Griff, beziehungsweise in der Feder. Spock und McCoy liefern sich wie gewohnt einige Wortgefechte und stehen ihrem Freund selbstverständlich immer bei. Die Nebenfiguren sind allesamt gut getroffen, wobei Drake wie erwähnt nicht sonderlich überzeugt und niemand ganz ohne Klischee auskommt. Zu Beginn ist Teilani die unnahbare Schöne, wird zur toughen Powerfrau, um dann vor Kirk nicht nur ihre Fassade fallen zu lassen...

Einen kleinen Fehler in der Kontinuität begeht Shatner - beziehungsweise die Co-Autoren, denen ich mal das umfassende "Star Trek"-Wissen anlasten möchte - in allen drei Romanen: Während er offiziell in "Star Trek II: Der Zorn des Khan" von seinem Sohn erfährt, trauert er hier der verlorenen Chance nach, seinen Sohn aufwachsen zu sehen, weil er ihn und Carol als junger Starfleetoffizier verlassen hat, um Karriere zu machen.

Fazit: Shatner beweist in seinem Debüt, dass er seine Figuren kennt und liebt. Über eine mitunter verworrene Geschichte trösten die Charakter, sowie Spannung und jede Menge Action hinweg.

Bewertung

1. Peter Tigmann
2. Manrico Tenner

Weitere Infos


Titel "Die Asche von Eden"

Originaltitel "The Ashes of Eden"

Buchreihe Shatnerverse

Autor William Shatner mit Judith & Garfield Reeves-Stevens

Übersetzer Uwe Anton

Preis Ursprüngl. Ladenpreis:
7,95 Euro

Antiquarisch:
14 bis 15 Euro

Dieser Roman ist nur noch antiquarisch erhältlich.

Umfang 393 Seiten

Verlag Heyne

Bestellnummer 06/5688

ISBN 3-453-16171-8

(pt, te - 03.03.08)


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