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Peter Tigmann (pt), Peter Schipfmann (ps)02.09.02

"Sektion 31 - Der dunkle Plan"

S. D. Perry

Inhalt

Die U.S.S. Sphinx, ein Schiff der Centaurus-Klasse, ist dem Untergang nahe. Die Lebenserhaltungssysteme sind ausgefallen, alle 36 Besatzungsmitglieder, bis auf den Captain Jack Casden und einer weiteren Person, die nicht zur Besatzung gehört, sind tot. Verantwortlich für das Desaster scheint der noch lebende geheimnisvolle Passagier zu sein. Als der die Brücke betritt greift Casden ihn an um sich zu rächen.

Szenenwechsel: Sternzeit 5462.1 (vor den Ereignissen der Folge "Der verirrte Planet"). Auf der Enterprise hingegen herrscht langweilige Routine. Die halbjährige medizinische Untersuchung der Besatzung steht an. Das ändert sich, als man den automatischen Notruf eines Raumschiffes erhält. Der kommt natürlich von der Sphinx, die mit Warpgeschwindigkeit unkontrolliert durchs All rast. Kirk befiehlt auf Parallelkurs zu gehen und dank des Geschickes von Scotty und dem konzentrierten Einsatz der gesamten Brückencrew schafft man es das Schiff aus dem Warptransfer herauszuholen und abzustoppen. Auf der Sphinx befinden sich nur Tote. Seltsam: Der Captain hat einem Unbekannten in Technikeruniform die Sauerstoffmaske entrissen und zerstört. Daraufhin hat ihn dieser mit seinem Phaser getötet. Die Sphinx gibt einige Rätsel auf: Der Mann, der den Captain erschossen hat, ist in keiner Starfleet-Datei verzeichnet. Das Schiff war einem Gravitonfeld ausgesetzt, wichtige Dateien des Computers wurden systematisch gelöscht und aus einem Datenchip können nur zwei Worte herausgeholt werden: "von 31". Die Gravitonstrahlung lässt vermuten, dass das Schiff Kontakt mit einer romulanischen Tarnvorrichtung hatte.

Für Dr. McCoy ist das Rätsel der Sphinx nicht das größte Problem mit dem er zu kämpfen hat: Er diagnostiziert bei sich Xeonopolycythämie, eine unheilbare, tödlich verlaufende Krankheit.

Die Enterprise schleppt die Sphinx zur Deep Space Station M-20, wo Spezialisten unter der Leitung von Gage Darres, einem alten Bekannten und Freund Kirks, weitere Untersuchungen vornehmen sollen. Auf der Station findet eine wissenschaftliche Konferenz statt, und Kirk lernt eine junge Frau namens Jain Suni kennen und schätzen, welche für den rauhbeinigen Wissenschaftler Dr. Bendes Kettaract arbeitet. Kettaract fällt während der Konferenz durch sein vehementes Eintreten die Bedrohung durch die Romulaner militärisch zu lösen auf. Gegenüber Kirk und Spock erwähnt er ungeniert ein militärisches Geheimnis: Die Erbeutung einer romulanischen Tarnvorrichtung durch die Enterprise (siehe Classic-Folge "Die unsichtbare Falle").

Gage Darres scheint dem Geheimnis der Sphinx auf der Spur zu sein. Er hat erschreckende Tatsachen zu Tage gefördert. Deshalb läßt er sich auf die Enterprise beamen um mit Kirk persönlich zu sprechen. Nur stirbt er während des Transportes. Ein Unfall oder war es Mord? Da offensichtlich ein Zusammenhang der ungeklärten Vorgänge mit der romulanischen Tarnvorichtung besteht, besucht Spock die Romulanerin, welche nach dem Diebstahl derselben im Raum der Föderation geblieben ist. Nach seiner Rückkehr stellt er eine erstaunliche, aber wie immer logische Theorie auf. Die Enterprise macht sich daraufhin zu einem Flug in den Lantaru-Sektor auf, wo man hofft die Ursache für das Unglück der Sphinx zu finden.

Kritik

Eine Gruppe von Wissenschaftlern plant den Bau einer ultimativen Waffe für die Föderation. Kirk will das verhindern und stößt auf die Sektion 31.
1. Peter Tigmann

Achtung, dieses Review enthält unter anderem den Schluss des Romans. Wer sich also nicht die ganze Spannung nehmen lassen möchte, sollte erst das Buch selbst lesen.

Erinnern Sie sich noch an die "Voyager"-Episode "Die Omega Direktive"? Als Captain Janeway ihrer Crew die Geschichte des Omega-Moleküls erzählte, berichtete sie von einem gewissen Doctor Kettaract, der versucht hat, das Teilchen zu stabilisieren. Sie berichtet, dass dieser Versuch katastrophal endete.
Was hat dies aber mit dem ersten der vier "Sektion 31"-Romane zu tun, der dazu noch zu TOS-Zeiten spielt? Ganz einfach: Die von Captain Janeway geschilderte Situation dürfen wir in diesem überaus spannenden Buch miterleben. Die Geschehnisse finden aber erst im Finale des Romans statt, weshalb man auch zu Beginn noch nicht weiß, wie alles enden wird. (Zumindest ich konnte mich nicht direkt an den Dialog aus der "Voyager"-Episode erinnern. Es war mir erst aufgefallen, als ich mir die Episode wieder angesehen habe.) Insofern muss man auch keine Angst haben, dass einen der Roman langweilt. Es war sehr spannend den Ermittlungen von Kirk und seiner Crew zu folgen.

Der Roman bietet nicht allzu viel Action, sondern erinnert mehr an einen sehr spannenden Krimi. Damit einher geht auch, dass den Charakteren, allen voran natürlich Kirk, viel Platz eingeräumt wird. Außer Sulu hat jeder den ein oder anderen wichtig Auftritt im Buch. Was mir auch sehr gefällt ist, dass wir über Sektion 31 eigentlich erst in den letzten paar Seiten des Buches etwas mehr erfahren (unter anderem auch, wie dieser Namen zustande kommt). Dies gibt dem Roman einen zusätzlichen Spannungsschub, weil man einfach wissen will, wie die Geheimorganisation hier erscheint. Zumindest ging es mir so.

Neben der oben angesprochenen "Voyager"-Episode bezieht sich der Roman auch auf die TOS-Episode "Die unsichtbare Falle". Ich muss zugeben, dass ich kein großer Fan der Originalserie bin und die Episode daher auch nicht kenne, insofern kann ich nicht sagen, ob die Elemente gut eingearbeitet worden sind. Spocks Beziehung zu der Romulanerin wird kurz erläutert, weshalb mir ihre Einarbeitung gefallen hat. Auch über die, von den Romulanern entwendete Tarnvorrichtung erfährt man hier mehr. Was etwas undurchsichtig blieb ist, wie Kettaract die Sternenflotte dazu bewegen konnte, ihm die Tarnvorrichtung zu überlassen. Scheinbar hatte hier auch Sektion 31 die Hände mit ihm Spiel. Ich finde aber, dass die offenen gelassenen Fragen den Roman spannender werden lassen. Mal sehen ob darauf in den nächsten Bänden noch eingegangen wird.

Das einzige, was mir sehr nach einer Alibi-Geschichte aussah, war die Schilderung der Krankheit von Dr. McCoy. Sie schien nur dem Zweck zu dienen, ein fehlendes Puzzelstück zu ergänzen, mit dem man der Auflösung näher kommen kann. Im Grunde ist daran auch nichts schlimmes, allerdings wirkte es doch etwas zu aufgesetzt. Zum Ende hin wurde die Krankheit dann auch relativ schnell geheilt. Wie mir mein Kollege Peter Schipfmann aber mitteilte, war die Krankheit von McCoy auch Teil der Serie und ist insofern wahrscheinlich auch recht gut im Buch verarbeitet. Auf jeden Fall bekommt McCoys Charakter dadurch eine gewisse Tiefe.

Abschließend bleibt zu sagen, dass der Roman sehr zu empfehlen ist. Er ist überaus spannend und gibt einige Rätsel auf. Wer allerdings nur auf Non-Stop-Action steht, ist hier an der falschen Adresse.

2. Peter Schipfmann

Mit der Einführung der mysteriösen Geheimorganisation Sektion 31 (in der "Deep Space Nine"-Episode "Inquisition") fiel ein böser Schatten auf die ach so glorreiche und friedliche Föderation. Bisher gab es nur einzelne Personen, die aus den unterschiedlichsten Gründen gegen die Prinzipien der Vereinten Föderation der Planeten verstießen. Oder sie standen, wenn sie einen gemeinsamen Plan verfolgten, unter dem Einfluss einer fremden Macht (wie in der "The Next Generation"-Folge "Die Verschwörung"). Aber die Organisation, um welche es nun ging, schien überall in der Sternenflotte ihre Leute zu haben und agierte ohne jegliche Kontrolle nach eigenem Gutdünken. Ihr Motto war: Wenn die Föderation in Gefahr ist, kann man, um sie retten, alle ihre Prinzipien außer Acht lassen. Unter den Waffen schweigen die Gesetze. Da sie laut Sloan, einem S31-Agenten, schon seit Gründung der Föderation existiert, lag eine Buchreihe, die ihren Spuren zu allen Zeiten und in allen Serien nachspürt, nahe. So entstand eine Buchreihe mit je einem Roman zu Classic, "The Next Generation", "Deep Space Nine" und "Voyager", die 2001 in den USA erschien. Dieses Jahr kommt diese Subreihe nach und nach auch in Deutschland heraus.

Den Anfang macht natürlich der Classic-Roman "Der dunkle Plan". Die Romane zur ersten Serie, welche in letzter Zeit erschienen, gehörten nicht gerade zu den Höhepunkten der Serie. Alle interessanten Geschichten schienen schon erzählt worden zu sein. Doch lag es wohl eher an der Uninspiriertheit der Autoren, dass die Bücher so schlecht auffielen, denn S. D. Perry zeigt: Gute Romane über Kirk & Co. sind immer noch möglich. "Der dunkle Plan" ist der beste Classic-Roman seit langem. Die Autorin kennt sich nicht nicht nur in der alten Serie gut aus, sie schafft es auch die verschiedenen Episoden, auf die sie sich bezieht, gut in ihre Geschichte zu integrieren. Und es geht dabei nicht nur um die Originalserie. Wer sich im "Star Trek"-Universum auskennt, wird bei der Nennung des Namens Kettaract aufhorchen. Die Taten dieses Mannes spielen in einer "Voyager"-Episode eine nicht unbedeutende Rolle. Da die wichtigsten Eckpunkte des Romans dadurch festgelegt ist, hat er einen hervorstechenden Nachteil: Je besser man sich in den Serien auskennt, desto weniger spannend ist der Roman. Schon der Titel macht klar, hinter den Machenschaften kann nur die aus "Deep Space Nine" bekannte Organisation stecken, der gute McCoy wird in dieser Geschichte nicht von seiner Krankheit geheilt, denn dies geschieht in der Folge die kurz nach dem Roman spielt, und was die Enterprise im Lantaru-Sektor findet, weiß jeder "Voyager"-Fan. Gut und sehr plastisch ist die Darstellung der Charaktere. Im Mittelpunkt stehen die großen Drei (Kirk, Spock und McCoy), aber auch die anderen haben wenigstens eine wichtige Szene. So darf Uhura nicht nur wie üblich den Kommunikationsoffizier spielen, sondern kann ihre Talente bei der Entschlüsselung eines wichtigen Datenchips unter Beweis stellen. Von Bendes Kettaract kannte man vor dem Roman nicht viel mehr als seinen Nachnamen. Hier ist er ein, was sowohl seine politischen Ansichten, als auch seine wissenschaftliche Arbeit angeht, verbohrter Fanatiker, der keinem noch so logischem Argument zugänglich ist. Ein interessanter Gegenspieler für die Enterprise. Das Finale im Lantaru-Sektor ist furios und im Epilog gibt Kirk noch eine Erklärung für den Namen der Geheimorganisation. Ein Roman, der es im Jahre 2001 beziehungsweise 2002 schafft die klassische Serie wieder aufstehen zu lassen, ohne dass es peinlich wirkt.

Nachtrag

Das Experiment des Dr. Kettaract müsste nach der "Voyager"-Folge eigentlich erst zirka 2275 statt gefunden haben, also während der zweiten Fünfjahres-Mission. Die zeitliche Einordnung der Folge "Das Spinnennetz" ist leider auch ein wenig fragwürdig. Der Roman ist natürlich trotzdem lesenswert.

Bewertung

1. Peter Tigmann
2. Peter Schipfmann

Weitere Infos


Titel "Sektion 31 - Der dunkle Plan"

Originaltitel "Section 31 - Cloak"

Buchreihe Classic

Autor S. D. Perry

Übersetzer Andreas Brandhorst

Preis 7,95 Euro

Umfang 215 Seiten

Verlag Heyne

Bestellnummer 06/5706

ISBN 3-453-21362-9

(pt, ps - 16.03.07)


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