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Peter Tigmann (pt), Verena Maus (vm)10.11.04

"Sternendämmerung"

William Shatner

Inhalt

Kirk und Picard verbringen ihren Urlaub gemeinsam auf Bajor. Kirk überredet Picard zu einem orbitalen Fallschirmsprung. Picard ist zwar nicht sonderlich begeistert, springt aber mit Kirk herunter. Nach einigen Problemen kommen die beiden von ihrem ursprünglichen Landeplatz ab und landen in der Wüste.Als sie versuchen ihren Weg zurück zu ihrem Lager zu finden, erzählt Kirk Picard eine Geschichte aus seinen frühen Tagen als Captain der U.S.S. Enterprise. Kirk schildert wie die Enterprise sich einst mit einem fremden Schiff treffen sollte, welches unglaublich schnell war und scheinbar enorme technische Ressourcen bereitstellen konnte. Auch andere Völker hatten das Schiff entdeckt, weshalb es zu einem Rennen zu dem mysteriösen Schiff kam.

Während Kirk Picard die Geschichte erzählt, werden sie von einem Mitglied des Lagers gefunden und zurückgebracht. Wie sich herausstellt, wurde ein Professor des Teams umgebracht. Picard und Kirk beginnen zu ermitteln. Diese Ermittlung gestaltet sich nicht gerade leicht, da jedes Mitglied des bajoranischen Teams der Mörder sein könnte. Als Kirk und Picard zusammen mit ihrem Reiseleiter auf eine See-Tour fahren, wird dieser erschossen und ihr Schiff explodiert. Kirk kann sich gerade noch retten, Picard aber scheint verloren zu sein. Kirk schwört seinen Freund zu rächen.

Kritik

Kirk und Picard machen Urlaub auf Bajor. Plötzlich geschehen seltsame Morde - und Picard verschwindet!
1. Peter Tigmann

Waren die letzten sechs Romane von William Shatner und seinen Co-Autoren Judith und Garfield Reeves-Stevens immer sehr abenteuerlich und teilweise sehr übertrieben in ihren Schilderungen, lassen sie es in diesem Roman eher ruhiger zugehen. Dies ist aber nicht falsch zu verstehen. Immer noch ist Kirk der Held, der den Tag retten muss, und dies natürlich auch schafft. Deshalb gilt auch hier, was für die letzten Shatner-Bände gegolten hat: Wer mit Kirk und dessen Darstellung als großer Held ein Problem hat, sollte einen großen Bogen um die Bücher machen. Der Rest sollte einfach seinen Spaß beim Lesen haben.

Die Geschichte erstreckt sich über zwei Ebenen. Einerseits geht es um das Abenteuer, das Kirk und Picard auf Bajor erleben, andererseits wird uns noch eine Geschichte aus Kirks frühen Tagen als Kommandant der Enterprise erzählt. In dieser Geschichte ist gegen Anfang auch die Glorifizierung von Kirk etwas weniger präsent, da der Captain hier teilweise wie ein dickköpfiger kleiner Junge dargestellt wird, was mal eine schöne Abwechslung ist. Seine Gespräche mit Spock sind eindeutig die Höhepunkte des Buches.Dennoch ist die in der Vergangenheit spielende Geschichte nicht die beste des Buches. Dies ist nämlich die Handlung, die in der Gegenwart spielt. Auch wenn es sich hierbei nur um eine gewöhnliche Krimigeschichte handelt, die mit einer guten Portion bajoranischer Mystik angehaucht ist. Dieses Element hätte man sich allerdings eher sparen können, da es nicht gerade überzeugend ist. Die Handlung um die Stadt, die während der cardassianischen Besetzung überschwemmt wurde und wegen der jetzt Morde geschehen, hätte eigentlich schon genügt um eine rundherum spannende Geschichte zu schreiben.

Spannend ist es auch, aber leider nicht immer, da sich die Autoren oftmals in zu kleinen und unwichtigen Details ergehen. Unnötig war es wohl auch, Picards scheinbaren Tod zu präsentieren. Jedem dürfte wohl klar sein, dass der Captain nicht tot ist. (Das erlauben schon die Richtlinien von Paramount für "Star Trek"-Romane nicht.) Somit wirkt die emotionale Situation in die Kirk dadurch gestürzt werden soll, relativ aufgesetzt. Generell ist das Gerede um Freundschaft relativ einschläfernd. Gerade am Anfang werden die Autoren nicht müde zu erwähnen, welch gute Freunde Picard und Kirk jetzt sind. Hätte man dies nicht ganz so oft lesen müssen, wäre es wohl trotzdem jedem klar gewesen.

Die Krimistory wird zum Schluss hin noch recht spannend, wirkt aber auch etwas überzogen. Dies gehört aber wohl zu einem Shatner-Roman. Wie sich herausstellt, war ein cardassianischer Offizier für die Morde verantwortlich, da er eine Träne der Propheten wollte, die in der versunken Stadt vermutet wurde. Die Frage hier ist natürlich, welche Gründe der Offizier dafür hat. Cardassia liegt in Trümmern, die Besatzungsmacht auf dem Planeten existiert schon lange nicht mehr. Hier hätte noch Klärungsbedarf bestanden. Der Roman schweigt sich leider darüber aus.

Die letzten sechs Bücher des Autorentrios waren jeweils zwei Trilogien, die eng miteinander verbunden waren. Dies scheint bei diesem Buch zunächst nicht der Fall zu sein. Gegen Ende hin wird aber eine neue Geschichte begonnen, die fast schon interessanter als der komplette Roman ist. Scheinbar bezieht sich diese neue Handlung auf die Geschichte, die Kirk Picard bei der Wanderung durch die Wüste erzählt hat. Sicher weiß man dies aber erst, wenn der nächste Roman erscheint.

Abschließend kann man sagen, dass dieser Roman ruhiger ist. Zwar sollte man vermuten, dass dies positiv ist, leider werden aber zwei weniger spannende Geschichten erzählt, so dass man sie die übertriebene Erzählweise der letzten Trilogien schon fast wieder zurück wünscht. Schlecht ist der Roman allerdings auch nicht, für kurzweiligen Lesespaß ist gesorgt.

2. Verena Maus

Nach dem Dreiteiler "Die Odyssee" ("Die Asche von Eden", "Die Rückkehr", "Der Rächer") und "Das Spiegeluniversum" ("Das Gespenst", "Dunkler Sieg", "Die Bewahrer") gelang es William "Captain Kirk" Shatner erneut, zusammen mit dem bekannten Autorenpärchen Judith und Garfield Reeves-Stevens ein Kirk-Abenteuer der Extraklasse zu kreieren.

"Sternendämmerung" bildet den Auftakt eines neuen Dreiteilers, der zwar den vorherigen zeitlich nachfolgt, jedoch nicht unmittelbar an seine Vorgänger anknüpft. Neueinsteiger brauchen sich also keine Sorgen um Verständnisprobleme machen. Das Ende ist im bekannten Cliffhanger-Format, das uns Lust auf die Fortsetzung machen soll. Und das gelingt wunderbar!

Shatners Kirk-Saga ist, wie sollte es anders sein, sehr Kirk-lastig. All jenen, die sich mit dem Charakter Captain Kirk nicht anfreunden konnten und können, sei die gesamte Reihe deshalb nicht zu empfehlen.

Als langjähriger Darsteller des Captain Kirks versteht es William Shatner wie kein anderer, dem Charakter all die Gedankengänge, inneren Sehnsüchte und Konflikte serientreu und überzeugend einzuhauchen. Der verbale Schlagabtausch mit Spock ("Mister Logic meets Mister Emotion") ist liebevoll verfasst und wunderbar geistreich! Auch die wachsenden freundschaftlichen Gefühle zwischen Kirk und Picard spürt der Leser hautnah mit. Shatner erzählt uns das, was wir im Fernsehen leider nie zu sehen bekommen konnten.

Allen Kirk-Fans und Liebhabern der Shatner-Reihen sei daher gesagt: "Sterndämmerung" ist ein wahrer Kirk. Lesen! Unbedingt!

Bewertung

1. Peter Tigmann
2. Verena Maus

Weitere Infos


Titel "Sternendämmerung"

Originaltitel "Captain's Peril"

Buchreihe Shatnerverse

Autor William Shatner in Zusammenarbeit mit Judith & Garfield Reeves-Stevens

Übersetzer Andreas Brandhorst

Preis 7,95 Euro

Umfang 344 Seiten

Verlag Heyne

Bestellnummer 06/5708

ISBN 3-453-520003-3

(pt, vm - 13.03.07)


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