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Manrico Tenner (te)27.09.06

"Späte Rache"

Michael Jan Friedman

Inhalt

Der Planet Octavius IV bietet die optimalen Bedingungen für eine Erforschung: weder intelligentes Leben, noch Tierwelt aber mildes Klima. Kein Wunder also, dass Kirk mit einer größeren Landetruppe als üblich die unbewohnte Welt besucht. Doch die Friedlichkeit des Planeten stellt sich als Trugschluss heraus, als ein gigantisches wurmartiges Wesen die Erdoberfläche durchbricht und Spock mit seinen Tentakeln packt. Starker Phaserbeschuss überzeug es, den Vulkanier freizulassen - jedoch nicht, ohne ihn vorher durch einen Stachel mit einer fremdartigen Substanz zu infizieren. McCoy beamt sich prompt mit dem verletzten Spock auf die Enterprise, während das Landeteam nach Informationen über die Lebensform sucht.

Ein dringender Hilferuf einer nahen Kolonie macht den sofortigen Aufbruch notwendig, und die Landeeinheit wird in zwei getrennten Gruppen an Bord gebeamt. Der Transfer der ersten Gruppe gelingt, die zweite wird jedoch durch ein plötzliches Erdbeben verschüttet und daraufhin von den Sensoren nicht mehr erfasst. Die Zeit drängt und nach nur sehr kurzer erfolgloser Suche bricht die Enterprise auf, um dem Notruf zu folgen. Spock ist noch immer krank und unter den Forschern des verschollenen Landeteams befindet sich ausgerechnet Kirk.

Der durchschnittliche merkaanische Beschaffer ist nichts weiter als ein Raumpirat, der stiehlt, plündert, mordet und je nach Erfolg seiner Reisen eine steile Karriere machen kann. Es sei denn, er stößt bei seinen Reisen auf die Enterprise. So blickt Hamesaad Dreen, Beschaffer auf dem merkaanischen Schiff Clodiaan, auf keine besonders erfolgreiche Karriere zurück, woran ein Zwischenfall vor zehn Jahren Schuld trägt. Damals hatte noch Christopher Pike das Kommando über die Enterprise und konnte den Merkaaner mit einem simplen Trick hereinlegen. Viel Katzbuckelei später übernimmt Dreen wieder das Kommando über eine Standardflotte von drei Schiffen und besucht nun die Föderationskolonnie Beta Cabrini. Auf dem ungeschützten Planeten wird Duranium abgebaut und verarbeitet, wovon er sich viel Profit und Anerkennung erhofft. Nach einem kurzen, aber brutalen Überfall kann er die Kolonnisten gefangen nehmen und der Diebstahl des Duraniums beginnt.

Als sich die Enterprise der besetzten Kolonie nähert, werden Scottys Rettungspläne zunichte gemacht - Spock will sich seinem Feind aus der Vergangenheit stellen, obwohl er nur aufgrund von Medikamenten und der vulkanischen Mentaldisziplin auf den Beinen steht...

Kann vielleicht Christopher Pike höchstpersönlich helfen, als er von den Talosianern Aufschluss über den Verbleib seiner damaligen Crew verlangt?

Kritik

Scottys Alpträume werden wahr: Nachdem Kirk und Spock mal wieder außer Gefecht sind, hat er das Kommando über die Enterprise.
Vom Titelbild leicht in die Irre geführt, denkt sich der geneigte Leser - schon wieder eine Klingonen-Geschichte! Ist es aber nicht, obwohl die Charakterisierung der neu eingeführten Merkaaner durchaus an die Klingonen erinnert. Mordlust, Grausamkeit und das Recht des Stärkeren beherrschen auch diese Spezies voll und ganz. Selbst das Bild des Merkaaners auf der Vorderseite erinnert auf den ersten Blick an Kirks Lieblingsfeinde.

Ebenso führt das Bild von Christopher Pike in die Irre, der im Buch zwar ein paar Mal erscheint, aber nicht wirklich zur Handlung beiträgt. Entweder wird von seinen Tricks bei der ersten Begegnung mit Dreen berichtet oder er findet in einigen Szenen auf Talos IV eine kleine Nische neben den hauptsächlichen Handlungssträngen.

Mal wieder ist Spock durch den Angriff einer außerirdischen Lebensform schwer verletzt und muss gegen Krankheit und einen alten Widersacher kämpfen. Die Verfolgungsjagd auf Beta Cabrini verläuft leidlich spannend, ansonsten ist die Handlung um Spock wenig spektakulär und die Figur scheint der Autor auch immer mal aus den Augen zu verlieren. Interessanter sind da schon die Interaktionen zwischen Scotty und McCoy. Ersterer fühlt sich sichtlich unwohl in seiner neuen Führungsrolle, die er zwar schon mehrfach vorübergehend inne hatte, aber doch noch nie bei so einer Krise. Und der Doktor erfreut natürlich auch den neuen kommandierenden Offizier mit seinen Bemerkungen und Kommentaren.

Der parallele Handlungsstrang um die Kolonie ist geradlinig erzählt, berichtet eindringlich von den grausamen Besatzern und dem zwar geringen, aber dennoch vorhandenen Widerstand der Kolonnisten. Dass der Verwalter auch ein früheres Mitglied der Enterprise-Crew ist, macht die Sache durchaus interessanter, weil hier ein neuer, wenn auch nicht völlig anderer Blickwinkel auf Spock geworfen wird.

Die zweite Handlungsebene um Kirk auf Octavius IV ist durchweg kurzweilig, gerät jedoch im Vergleich mit der Hauptstory zu lang, da sie eigentlich nur Kirk aus dem Hauptgeschehen heraushalten soll.

Die Crew der Enterprise ist stimmig charakterisiert, die Nebenfiguren sind interessant. Nur der Widersacher driftet zum Ende hin immer weiter ins Klischeehafte ab und die Geschichte verliert dabei deutlich an Tempo.

Fazit: Eine Durchschnittstory, temporeich erzählt, dazu stimmige Charaktere und mehrere Handlungsebenen stehen dem "Bösewicht der Woche", sowie einigen vorhersehbaren und konstruierten Elementen, gegenüber. Ein gutes Buch für zwischendurch.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Späte Rache"

Originaltitel "Legacy"

Buchreihe Classic

Autor Michael Jan Friedman

Übersetzer Ronald M. Hahn

Preis Ursprüngl. Ladenpreis:
14,90 DM

Antiquarisch:
2 bis 3 Euro

Dieser Roman ist nur noch antiquarisch erhältlich.

Umfang 315 Seiten

Verlag Heyne

Bestellnummer 06/5412

ISBN 3-453-09464-6

(te - 20.03.07)


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