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Martin Weinrich (wc)01.11.13

"From History's Shadow"

Dayton Ward

Inhalt

Die Erde, 1947: Während der Kalte Krieg rapide an Fahrt gewinnt, versuchen sich die USA gegen alle möglichen Bedrohungen abzusichern. Seit dem Roswell-Vorfall wissen sie dank Quark und seiner Familie, dass es außerirdisches Leben gibt. Aus diesem Grund wird eine militärische Sondereinheit eingerichtet, die außerirdische Aktivitäten auf der Erde untersuchen soll. Captain James Wainwright lässt sich bereitwillig für diese Aufgabe rekrutieren. Seine Nachforschungen führen ihn in einen Sumpf unterschiedlicher außerirdischer Interessen, von denen einige den ganzen Planeten gefährden. Doch während Wainwright alles daran setzen müsste, diese Aktivitäten aufzudecken, ohne dabei von Verschwörungstheoretikern überführt zu werden, kürzt die amerikanische Regierung immer wieder sein Budget.

Im Jahr 2268 erholt sich die Enterprise-Besatzung gerade von der Begegnung mit Gary Seven, als plötzlich zwei Wesen aus der Vergangenheit auf dem Schiff auftauchen. Einer ist der Vulkanier Mestral, bekannt aus der "Enterprise"-Folge "Carbon Creek". Außerdem taucht eine Certoss namens Gejalik auf. Die Certoss sind ein äußerst friedliebendes Volk – in dieser Zeitlinie. Gejalik kommt jedoch aus einer ganz anderen Zeitlinie. Kurz darauf taucht ein Certoss-Kreuzer auf, der aus der Vergangenheit gerufen wurde. Roberta Lincoln, die Helferin Gary Sevens, erscheint ebenfalls und rasch stellt sich heraus, dass die ganze Zeitlinie in Gefahr ist.

Kritik

Nach dem Roswell-Vorfall untersuchen die USA außerirdische Aktivitäten auf der Erde. Der zuständige Captain Wainwright stößt dabei auf eine Verschwörung, die den gesamten Planeten gefährdet.
Zeitabenteuer sind immer eine riskante Sache. Sie können spannend und echte Höhepunkte sein oder aber mit ärgerlichen logischen Widersprüchen enden. "From History’s Shadow“ vermeidet die großen Logiklöcher gekonnt. Widerspricht sich etwas, kommen die Akteure schlicht aus verschiedenen Zeitlinien. Gleichzeitig gibt es einige Fraktionen, die in der Lage sind, Informationen außerhalb der Zeitlinie zu sichern. Auf diese Weise weiß zum Beispiel ein Volk, dass die Certoss einst kriegerisch und eine Bedrohung für sie waren, dass Gejalik zu dieser kriegerischen Fraktion gehört und schließt daraus, dass sie getötet werden muss - was dann zu dem Abschlussgefecht des Romans führt. Dieses ungewöhnliche Speichermedium ist zwar keine wirklich überzeugende Lösung, bietet aber eine ordentliche Grundlage für die hier ausgebreitete Geschichte.

Der Roman ist nicht sehr spannend. Die Bedrohung für die Erde und somit für die ganze Föderation wird nicht richtig deutlich. Zu unklar sind die Kriterien, nach denen die Certoss in der Vergangenheit vorgehen. Diese Unklarheit sorgt hingegen dafür, dass der Leser rätselt. Denn klar ist in diesem Roman kaum etwas. Captain Kirk ist bis zum Schluss ähnlich verwirrt wie Captain Wainwright. Der Leser erfährt das Meiste über Rückblenden aus der Perspektive Wainwrights. Auf diese Weise erschließt sich Stück für Stück ein Bild der verwirrend vielen außerirdischen Aktivitäten auf der Erde.

Leider ist Wainwright kein überzeugender neuer Charakter. Weder seine Eheprobleme noch seine Affäre mit einer Mitarbeiterin machen ihn wirklich interessant. Das äußert sich vor allem, wenn Wainwright in Gefahr gerät. Mehrfach kommt es zu Schießereien mit Außerirdischen, bei denen man hauptsächlich daran interessiert ist, wem die Menschen gerade begegnet sind, sich aber kaum Sorgen um Wainwright macht.

Selbstverständlich werden alle Vorgänge dieses Buches in Verbindung mit dem temporalen kalten Krieg gesetzt. Auch Gary Seven und die Geheimeinheit Wainwrights sind jetzt ein kleiner Teil dieses Krieges. Das ist seit "Enterprise" bei Zeitreisegeschichten meist nötig, wurde aber auch schon einmal überzeugender mit den "Departement of Temporal Investigation"-Romanen dargestellt. Interessant ist, dass dieses Mal keine menschliche Front im Mittelpunkt steht. Klar, die Erde gerät in den Fokus verschiedener Fraktionen und wird bedroht. Doch die Menschheit aus der Zukunft, die bekannten DTI-Akteure, treten dabei nicht auf. Stattdessen stehen die Certoss im Mittelpunkt dieses Frontverlaufs. Dieser Ansatz, die Menschheit nicht in den Mittelpunkt zu stellen, ist interessant und gleichzeitig die größte Schwäche des Romans.

Schließlich stellt sich dadurch unweigerlich die Frage, warum die DTI-Akteure nicht auftauchen. Sie müssten Vorgänge in diesem Ausmaß unweigerlich mitbekommen und dann eingreifen. Oder aber ist ihnen bekannt, dass sich dieser Eingriff in die Zeitlinie der "Star Trek"-Serien von selbst korrigiert?

Immerhin der Schluss überzeugt mit einem "Star Trek"-würdigen Ende. Unter größter Gefahr, knapp der Zerstörung entgangen, löst Captain Kirk den Konflikt zumindest im Jahr 2268 auf friedliche Art. Das ist am Ende sowohl spannend als auch überzeugend.

Fazit: "From History’s Shadow" ist eine interessante Rätselreise in das 20. Jahrhundert, in dem überraschend viele außerirdische Fraktionen ihre Interessen verfolgen. Während die Charaktere nicht überzeugen können und die Zeitreiseakteure aus den letzten (Roman-)Jahren fehlen, gelingt diesem soliden Roman immerhin ein überzeugendes Ende.

"From History's Shadow" ist unter anderem bei Amazon.de als Taschenbuch und als E-Book erhältlich.

Bewertung

Weitere Infos


Originaltitel "From History's Shadow"

Buchreihe Classic

Autor Dayton Ward

Preis 5,70 Euro

Umfang 400 Seiten

Verlag Simon & Schuster Pocket Books

ISBN 978-1-47671-900-9

(wc - 01.11.13)


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