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Martin Weinrich (wc)11.10.16

"Best Defense"

David Mack

"Best Defense" ist der zweite Teil der Jubiläumstrilogie zum 50. Geburtstag der Originalserie.

Inhalt

In Captain to Captain versuchte Captain Una, die einstige Nummer Eins der Enterprise, den Transfer Key zu entwenden. Hierbei handelt es sich um ein Gerät, das bei richtiger Anwendung Individuen in parallele Dimensionen transportieren kann. Es wurde einst von den Jatohr verwendet, um sich aus ihrer sterbenden Dimension zu befreien. Da sie jedoch alle anderen Lebewesen als Gefahr sahen, vertrieb Captain April und seine Crew die Undinen aus unserer Dimension. Seitdem wurde der Transfer Key, der auch eine mächtige Waffe sein kann, ohne die Sternenflotte in Kenntnis zu setzen von einem Captain der Enterprise zur nächsten weitergereicht.

Am Ende des ersten Teils ist Captain Una in die Dimension der Jatohr gewechselt, um dorthin verschobenen Sternenflottenoffiziere zu retten. Captain Kirk soll sie eigentlich nach einer bestimmten Zeit zurückholen. Doch der Planet der Transferstation wird kurz darauf von Klingonen besetzt und der Schlüssel zu allem Überfluss von einer romulanischen Geheimagentin gestohlen.

In dem hier vorliegenden zweiten Teil ist die Frontstellung daher komplex: Captain Una versucht in der Dimension der Jatohr mit ihren einstigen Kollegen zu überleben. Die Klingonen und die Föderation verhandeln unter der Leitung Botschafter Sareks und Councillor Gorkons über einen Waffenstillstand, der die Forderungen der Organier erfüllt. Die Organier drohen, die Flotten beider Großmächte auszulöschen, sollte es zu Kampfhandlungen zwischen ihnen kommen. Dies ist eine große Chance für die Romulaner: Sollte es ihnen gelingen, einen Krieg zwischen der Föderation und dem Imperium anzuzetteln, hätten sie freie Bahn beide Reiche zu erobern. Daher nutzen sie den Transfer Key um einzelne Diplomaten verschwinden zu lassen und Misstrauen zwischen den Verhandlungspartnern zu sähen.

Captain Kirk bleibt wenig Zeit, um dieses perfide Spiel zu durchschauen und sowohl den Frieden als auch Captain Una zu retten.

Kritik

Captain Kirk und seine Besatzung sind auf der Jagd nach dem Transfer Key, einer potenziellen Waffe, die ihm eine romulanische Geheimagentin gestohlen hat.
"Best Defense" ist ein gelungenes Abenteuer. Das liegt vor allem daran, dass sich drei Konfliktparteien gegenüberstehen und sich gegenseitig zu merkwürdigen Allianzen zwingen. Der Aufbau ist geradezu klassisch: Nach einer stürmischen Startphase wird der Hauptteil des Romans von Verhandlungen und Polizeiarbeit getragen, in der die Föderation und die Klingonen herausfinden müssen, was mit ihren verschwundenen Delegationsteilnehmern passiert ist. Abgerundet wird die Erzählung durch ein wildes Finale mit viel klassischer "Haudrauf"-Atmosphäre.

"Legacies" ist eine Trilogie zum 50. Jubiläum der Classic-Serie. "Captain to Captain" war mit dem Fokus auf Captain Una eine Hommage an den Pilotfilm der Serie. "Best Defense" wiederum stellt die zwei bekanntesten Antagonisten der Originalserie in den Mittelpunkt. Dabei gelingt es Mack sowohl die Klingonen als auch die Romulaner ausgesprochen differenziert darzustellen. Mack gehört zu denjenigen überzeugenden Autoren, die hinter die Fassade stereotyper Vorstellungen über beide Blöcke gucken. Dadurch trifft man in "Best Defense" auf einen gegen seine Tal’Shiar Aufpasserin meuternden Centurion und einen klingonischen Diplomaten mit Weitblick. Über weite Teile findet die Auseinandersetzung daher nicht nur zwischen, sondern vor allem innerhalb der Blöcke statt. Das gelingt vor allem in der romulanischen Handlung sehr gut und trägt sowohl zur Spannung als auch zur Tiefe der Geschichte bei.

Ein Schwerpunkt der Handlung liegt zudem auf dem Verhältnis zwischen Doktor McCoy und seiner Tochter Joanna. Dieses Thema wurde bereits in der sehr gelungenen Trilogie zum 40. Geburtstag angesprochen. Mack gelingt es, die frostige Beziehung der beiden Ärzte in wenigen Worten darzustellen. Sein Versuch, mit Joanna so etwas wie einen persönlichen Schicksalsschlag für McCoy zu erzeugen, wirkt jedoch zu konstruiert, um wirklich überzeugen zu können.

Captain Unas Erlebnisse in der Dimension der Jatohr nehmen nur eine kleine Rolle in "Best Defense" ein. Sie trifft ihre einstigen Kollegen schnell wieder und plant mit ihnen die Flucht an den Augen der Jatohr vorbei und in das uns bekannte Universum. Die Hauptfunktion dieses Teils ist es, eine Bedrohung für den abschließenden dritten Teil zu schaffen. Die Jatohr arbeiten weiterhin an einem Plan, in unsere Dimension vorzudringen. Natürlich ist das für das Finale wichtig. Es wäre jedoch interessanter gewesen, mehr über die Lebensweise der Jatohr in ihrem eigenen, nicht unbedingt militärisch geprägten Lebensumfeld zu erhalten.

Obwohl "Best Defense" der zweite Teil einer Trilogie ist, erzählt die Handlung eine überzeugende Konfrontation der drei Supermächte des Alpha- und Beta-Quadranten im Lichte der Organier-Drohung. Trotz einiger etwas gewollt wirkender Aspekte, schaffen vor allem die cleveren Konfliktlinien innerhalb der drei Blöcke eine gute Balance zwischen Handlung und Spannung zu finden, obwohl der Leser bereits früh über die Verursacher der merkwürdigen Entführungsfälle informiert ist. Das unterhält gut und hält das Interesse an der Fortsetzung aufrecht.

Fazit: "Best Defense" ist ein flottes und spannendes Abenteuer, das wie eine ereignisreiche TV-Episode wirkt. Der Roman unterhält gut, bietet interessante Charaktere und hält das Interesse an dem Abschluss der Jubiläumstrilogie aufrecht.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Best Defense"

Buchreihe Classic

Autor David Mack

Preis 8,17

Umfang 384 Seiten

Verlag Simon & Schuster Pocket Books

ISBN 9781476753102

(wc - 11.10.16)


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