Daily Trek Cast & Crew Focus & Background Franchise & Fandom
Star Trek Into Darkness Star Trek XI Enterprise Universum
SF-Zone Raumfahrer.net
GameZone Literatur
Trek BBS Quark's Bar Star Trek Rollenspiel

Seitenoptionen



News & StoriesSerien & FilmeScience & FictionMediaCommunity

Portal Facebook Twitter YouTube Flickr Chat Trek BBS

 
Daily Trek News
SF-Zone News

Martin Weinrich (wc)27.07.15

"Crisis of Consciousness"

Dave Galanter

Inhalt

Die xenophoben Maabaser verhandelten lange mit der Föderation über ein Handels- und Verteidigungsabkommen. Die Gespräche schienen lange Zeit stillzustehen, bis sich die politische Führung dieses Volkes plötzlich entschied, alle Streitpunkte fallen zu lassen und das Abkommen zu unterzeichnen. Captain Kirk erhält den Auftrag die maabasischen Diplomaten zurück zu ihrer Heimatwelt zu transportieren.

Kurz nach der Ankunft der Enterprise erreicht ein fremdes Raumschiff das System. Es stellt sich heraus, dass die Maabaser, nachdem sie von einem unbekannten Feind von ihrer Heimatwelt vertrieben wurden, sich auf einem Planeten niedergelassen haben, der einst den Kenisianern gehörte. Dieses Volk, das über weite Ecken mit den Vulkaniern verwandt ist, wurde ebenfalls von einem unbekannten Feind angegriffen und konnte nur mit Mühe und Not fliehen. Nun fordern sie ihren Planeten zurück.

Kirk kann, nach einem kurzen Feuergefecht, jedoch rasch den wahren Grund für die Agressivität der Kenisianer herausfinden. Auf der Flucht ist es ihnen gelungen, mehrere Bewusstseine in einem Körper zu verbinden. Daher trägt jedes Wesen dieses Volkes nun bis zu mehreren hundert Individuen mit sich. Einige können sich noch an ihren Feind erinnern. Nun wollen sie Rache üben und benötigen dafür Waffen, die auf der Heimatwelt der Maabaser gelagert sind. Das Problem an diesen experimentellen Bomben ist, dass sie noch nicht erforscht sind und ein Loch in das Raum-Zeit-Gefüge reißen können. Trotz dieser Unsicherheit sind die Kenisianer entschlossen, die Waffen einzusetzen – und die Enterprise ist nicht stark genug, um das kenisianische Schiff daran zu hindern.

Kritik

Die Maabas haben jüngst ein Abkommen mit der Föderation unterzeichnet. Kurz darauf werden sie von den Kenisianern aufgefordert, ihren Planeten aufzugeben. Captain Kirk steht vor einem Dilemma.
"Crisis of Consciousness" startet mit einer äußerst interessanten Ausgangslage. Ein Volk verlangt nach Jahrtausenden seinen Planeten wieder, von dem es einst vertrieben wurde. Mittlerweile leben dort mehrere Milliarden Maabaser, die den Planeten als ihre Heimat ansehen. Dazwischen befindet sich die Enterprise und Captain Kirk. Gerade hat man ein Verteidigungsabkommen mit den Maabasern abgeschlossen und muss nun vermuten, dass dies nur aufgrund der anrückenden Kenisianer zustande gekommen ist. Gleichzeitig ist man aber an just dieses Abkommen gebunden. Eine verfahrene Situation. Leider entschließt sich Galander, diesen Konflikt nicht zum Thema des Romans zu machen. Stattdessen geht es um die Rachegelüste der Kenisianer. Selbst die Tatsache, dass die Maabaser in der Tat die Stärke der Föderation ausnutzen wollten, wird lediglich in einer Randnotiz verarbeitet.

Dadurch entgeht dem Roman viel Potential. Auch die Möglichkeiten der Rachehandlung wird kaum ausgenutzt. In dem Sektor hat ein unbekanntes Volk, so stellt sich zur Mitte der Handlung heraus, nicht nur die Maabaser und die Kenisianer von ihren Planeten vertrieben, sondern auch noch ein Dutzend weitere Völker. Den Schrecken dieser Ereignisse kann Galanter jedoch zu keinem Zeitpunkt glaubhaft darstellen. Es bleibt bei globalen, sterilen Beschreibungen, die Gefühle der Leser werden kaum angesprochen. Zudem wird auch dieses Thema nur oberflächlich behandelt: Wie kam es zu den Angriffen und was außer Technologie wollten die Täter stehlen? Stattdessen konzentriert sich der Roman ganz auf die Racheambitionen der Kenisianer.

Hier macht Galanter seine Sache immerhin ziemlich gut. Die Kenisianer sind komplizierte Wesen, die viele ihrer Vorfahren mit sich herumtragen. Das macht Beziehungen aber auch Entscheidungen und politische Einstellungen äußerst kompliziert. Die Widersprüchlichkeiten der Kenisianischen Charaktere sind sehr gut dargestellt. Bereits zu Beginn der Handlung nehmen sie Spock in Gewahrsam, um mit seiner Hilfe den Aufbau der Waffen genauer zu erforschen. Spock gelingt es gut, die Kenisianer zu analysieren und der Leser profitiert davon.

Deren Racheambitionen wirken jedoch übertrieben. Natürlich hat sich bei einigen mentalen Abdrücken der Hass seit Jahrtausenden ausgebaut. Doch eine so arg überstürzte Rache gegen eine (vermutlich) unterentwickelte Flotte wirkt übertrieben. Hier wählt Galanter immerhin eine ironische Wendung: Die Feinde sind letztlich längst ausgelöscht – weil die Kenisianer sie einst so stark dezimiert haben, dass sie ihnen die Verpflichtung, keine Waffen zu produzieren, auferlegen konnten. Dadurch wurden sie leichte Beute für andere Angreifer. Diese tragikomische Wendung wird von Galanter jedoch ebenfalls nur halbherzig behandelt.

Der Enterprise und ihrer Besatzung bleibt in diesem Roman lediglich eine Statistenrolle. McCoy darf einmal mehr beklagen, wie unnötig Verluste durch Raumkämpfe sind und eine Archäologin und Anthropologin etwas mit Scott menscheln. Das ist nett und sorgt für einige überzeugende Momente, dient aber nur wenig zum Handlungs- und Spannungsaufbau. Hier ist Spocks Arbeit als Gefangener bei den Kenisianern wichtiger. Doch auch dort wird hauptsächlich geredet und getrickst, ohne dass besonders viel Spannung aufgebaut wird. Es bleibt also eine Geschichte um ein interessant konzipiertes Volk dessen Potential hauptsächlich ungenutzt bleibt.

Fazit: "Crisis of Consiousness" ist solide aber auch durchschnittliche Kost. Der Handlungsaufbau bietet viele interessante Elemente, doch Galanter entscheidet sich für eine oberflächliche Behandlung der meisten Themen. Dadurch bietet er eine weitgehend unterhaltsame Gefangenengeschichte, der es ein wenig an Spannung fehlt.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Crisis of Consciousness"

Buchreihe Classic

Autor Dave Galanter

Preis 5,80

Umfang 400 Seiten

Verlag Simon & Schuster Pocket Books

ISBN 9781476782607

(wc - 27.07.15)


Nach oben

Alle Berichte sind das geistige Eigentum der Autorinnen und Autoren. Jede unautorisierte Übernahme ist ein Verstoß gegen das Urheberrecht. Für Anfragen betreffend Artikel- oder Newsübernahme wenden Sie sich bitte an den Redaktionsleiter.

"Star Trek", "Star Trek: The Next Generation", "Star Trek: Deep Space Nine", "Star Trek: Voyager", "Star Trek: Enterprise" und alle verwandten Markennamen sind eingetragene Handelsmarken von Paramount Pictures. Kopierrechtlich geschütztes Material wurde ausschließlich für nichtkommerzielle Zwecke genutzt. Dies gilt auch für alle Materialien, die aus anderen Franchises stammen und im Rahmen der TZN SF-Zone genutzt wurden.

Mitarbeit Kontakt Impressum

© TrekZone Network, 1999-2017