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Thomas Götz (tg)27.09.06

"Der Friedensstifter"

Jerry Oltion

Inhalt

Kirk, Spock, McCoy ... Gibt es jemanden, dem diese Namen nichts sagen? Wohl kaum, die drei Männer der Enterprise sind inzwischen geradezu ikonische Charaktere. Seit Mitte der 1960er-Jahre fliegt die U.S.S. Enterprise NCC-1701 unter dem Kommando von Captain Kirk durch den Weltraum.

Nach jahrtausendlangem Krieg könnten die Planeten Prastor und Distrel endlich dauerhaften Frieden erreicht haben. Doch Captain Kirk, der die Angelegenheit für die Föderation untersucht, muss schockiert feststellen, dass es sich bei dem Friedensstifter um keinen anderen als den berüchtigten Gauner Harcourt Fenton Mudd handelt!

Mudd behauptet, sich geändert zu haben, aber Kirk hat so seine Zweifel. Er ist davon überzeugt, dass Mudd eine Art Betrug vorhaben muss. Doch was hat er vor? Kirk muss die Antwort schnell finden - bevor der Frieden unendlichem Krieg weicht.

Kritik

Die Planeten Prastor und Distrel schließen nach jahrelangem Krieg endlich Frieden. Die Enterprise-Crew soll dies prüfen - und entdeckt, dass Harry Mudd der Friedensstifer ist ...
Bereits der vierte auf Deutsch erschienene Classic-Band handelt von einem alten Bekannten, nämlich dem auf dem Cover zu sehenden ... ähem, Captain Kirk?

Nun ja, ursprünglich, und auch auf dem Originalcover des vor fast 20 Jahren bereits erschienenen Romans, war Harry Mudd abgebildet. Leider musste dieser für die deutsche Version entfernt werden, da die Rechte am Bild des Mudd-Darstellers wohl mittlerweile erloschen waren und er so auch auf der deutschen Version nicht zu sehen sein durfte. Und so bleibt es beim Bild von Captain Kirk. Aber es kommt ja nicht auf das Bild, sondern den Inhalt an.

Wie bereits erwähnt ist der Roman 16 Jahre alt, das heißt man darf hier keinen irgendwie gearteten Relaunch wie bei TNG, DS9 oder "Voyager" erwarten. Der Roman spielt zur Zeit der Serie und damit ist von vorneherein klar, dass der Status quo am Ende wieder gewahrt bleiben muss, was natürlich insofern etwas schade ist.

Einem richtigen Lesevergnügen schadet das aber nicht, denn es wird ein sehr schönes Feuerwerk in diesem Roman abgeschossen, das so sicher seinesgleichen sucht. An dieser Stelle seien alle, die weiterlesen wollen, gewarnt: Es ist nicht möglich, den Roman weiter zu rezensieren, ohne einige massive Spoiler zu verraten. Wer sich also das Lesevergnügen nicht verderben lassen will, sollte an dieser Stelle zum Fazit springen. Nur so viel: Der Roman ist es eindeutig wert, gelesen zu werden.

Nun gut, dann also ans Eingemachte. Wer erinnert sich nicht gern an Komödien wie "Was kostet dieser Planet?", die damals noch bei Heyne erschienen waren? Und so ähnlich beginnt auch dieser Roman. Er ist lustig und versteht es, sich zugleich selbst auf die Schippe zu nehmen als auch die Situationskomik hervorragend zu meistern. Wer am Anfang nicht schmunzelt bei all den Seltsamkeiten, die da vor sich gehen, dem ist nicht mehr zu helfen. Oltion kann sicher auch herrliche Komödien schreiben.

Während "Was kostet dieser Planet?" aber dann einfach weiter auf Komödie setzt und damit etwas gegen die Wand fährt, wendet sich das Blatt und es wird tatsächlich ein Actionfeuerwerk abgespult, das auch hier seines gleichen sucht. Dabei bricht der Autor auch mal eben schnöde mit bekannten Konventionen und lässt die Hauptcharaktere reihenweise sterben. Natürlich ist dem Leser schnell klar, dass (und was) etwas dahinterstecken muss, und auch wenn die Auflösung in etwa wie erwartet ist, ist es einfach erfrischend anders, die ganzen Szenen mit den Helden durchzustehen und zu wissen, dass nichts heilig ist.

Eingeflochten wird natürlich auch hier eine gewisse Situationskomik, auch wenn im ganzen Verlauf des Buches die Charakterszenen, bedingt durch die Handlung, etwas ins Hintertreffen geraten. Die Charaktere handeln so, wie wir sie aus der Serie kennen, sind dabei 1A getroffen, haben aber keine große Weiterentwicklung am Ende erfahren - aber das müssen sie bei der mitreißenden Story auch nicht.

Immerhin schafft der Autor es, sogar einem einfachen Sicherheitsoffizier-Liebespärchen schöne Facetten abzugewinnen und am Ende macht doch einer eine Charakterentwicklung durch, nämlich jemand, von dem man es am wenigsten erwartet hat: Harry Mudd! Klar, er tut es aus Berechnung, aber es passt vieles einfach so herrlich zu der Szenerie ... ähnlich dem fünften Teil der "Doppelhelix"-Reihe, als Calhoun sagt: "Der Phaser war leer ..." Es passt einfach alles vom Anfang bis zum Ende.

Fazit: Ein derart gelungenes Meisterstück findet man als alleinstehenden Roman außerhalb eines übergeordneten Handlungsbogens wohl nur selten und an dieser Stelle darf eine unbedingte Leseempfehlung ausgesprochen werden. Bitte mehr solche Romane!

"Der Friedensstifter" ist unter anderem bei Amazon.de als Taschenbuch und als E-Book erhältlich.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Der Friedensstifter"

Originaltitel "Mudd in Your Eye"

Buchreihe Classic

Autor Jerry Oltion

Übersetzer Bernhard Kempen

Preis 12,80 Euro

Umfang 291 Seiten

Verlag Cross Cult

ISBN 978-3-86245-1-443

(tg - 13.02.13)


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