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Thomas Götz (tg)12.05.13

"Star Trek Into Darkness"

Alan Dean Foster

Klappentext

Als Captain Kirk und die Besatzung der Enterprise auf die Erde zurückgerufen werden, finden sie ihre Heimat und die Sternenflotte in Trümmern wieder - zerstört von einer feindlichen Macht aus ihren eigenen Reihen.

Für Kirk beginnt nicht nur die Jagd nach einem dunklen, verräterischen Gegenspieler, sondern auch ein persönlicher Rachefeldzug in einer Welt, die sich im Ausnahmezustand befindet. Dabei werden er und seine Mannschaft zu Schachfiguren in einem perfiden Spiel über Leben und Tod: Liebe wird auf die Probe gestellt, Freundschaften werden auseinandergerissen und Opfer müssen erbracht werden für die einzige Familie, die Kirk noch bleibt: seine Crew.

Kritik

Der Roman zum neuen Film um die Crew der Enterprise im veränderten Universum. Doch was hält er wirklich? Ist er besser oder schlechter als der Film?
Der Roman zum neuen "Star Trek"-Film erscheint zeitgleich zur Filmveröffentlichung auch auf Deutsch beim Cross Cult Verlag und bietet eine Nacherzählung des Filmes an. Obwohl es zu diesem Zeitpunkt vielleicht nicht mehr relevant ist, kann man diesen Roman nicht vollständig ohne Spoiler rezensieren. Wer den Film also noch nicht gesehen hat, sollte an dieser Stelle zu lesen aufhören, um sich den Spaß nicht zu verderben.

Nach dem Konsum von Roman und Film und auch des Countdown-Auftakt-Comics, der angeblich die Vorgeschichte erzählt, kann man wohl in einem Wort festhalten, wie viel Vorgeschichte im erwähnten Comic wirklich steckt: nämlich absolut nichts. Nicht mal die letzte Szene ist ein Wink zum Film und das Videogame zum Film ist da viel eher Vorgeschichte und gibt auch die chronologische Zeit an: kurz vor dem Film. Aber gut, das sind Kleinigkeiten, kommen wir nun zum Eingemachten und dem Roman selber, wobei natürlich ein paar Vergleiche mit dem Film nicht außen vor bleiben (können). Im Übrigen sollte man dem Buchcover (und auch den Trailern) nicht alles glauben, denn die Erde wird beileibe nicht in Trümmer gelegt.

Beginnen wir mit den Unterschieden zum Film, die eher marginal sind. So werden die Beweggründe von Admiral Marcus etwas besser erläutert - er ist nicht ganz der böse Bube aus dem Film, ja, man hat sogar etwas Mitleid mit ihm. Zum anderen werden auch einige eklatante Fehler aus dem Film im Buch bereinigt, so etwa warum Khan die gebeamten Torpedos nicht scannt (zumindest im Film, im Buch tut er es), oder warum Scotty unbemerkt in die feindliche Basis kann (die ist in der Nähe eines Störfelds erbaut, aha). Aber auch das Konzept des Transwarptransporters (bei dem sich im vorherigen Film sämtlichen Trekkies wohl die Zehennägel bis zum Knie hochgerollt haben) wird hier besser erklärt, denn es ist einfach nur ein Transporter mit höherer Reichweite, der über verschiedene Relais-Stationen geleitet wird, bis man am Ziel ankommt. Diese Erklärungen hätten dem Film auch gut getan, denn wer denkt ernsthaft, dass sich der Bösewicht mehrere hundert Lichtjahre von der Erde nach Qo'noS beamen kann?

Für den Mainstreammarkt macht das natürlich keinen Unterschied, sondern eher für die hartgesottenen Fans, die dafür Erklärungen gebraucht hätten. Was allerdings im Buch im Gegensatz zum Film nicht so gut rüberkommt, sind die Actionszenen. Während diese im Film noch atemberaubend aussehen, werden sie im Buch eher in wenigen Seiten oder Sätzen abgehandelt. Ein Beispiel gefällig? Als sich Kirk und Harrison auf das gegnerische Schiff schießen, geht das Funksignal zu letzterem verloren. Im Film eine halbe Ewigkeit, bis man wieder was von ihm hört, erscheint er im Buch schon nach knapp einer halben Seite wieder. Das nimmt natürlich auch etwas Spannung aus dem Buch, was aber so oder so ein Problem darstellt, denn auch davon abgesehen legt das Buch ein Tempo vor, das durchaus schneller (relativ gesprochen) zum Film ist.

Was hingegen ebenso im Buch sehr gut rüberkommt, sind die Charakterszenen zwischen den großen Drei, aber auch den anderen, denn eigentlich bekommt jeder seine große Szene spendiert, mindestens eine, die bei jedem Charakter in Erinnerung bleibt. Dabei müssen vor allem Kirk und Spock den Umgang miteinander lernen und über sich hinauswachsen. Aber auch Scotty darf schön glänzen.

Sehr schön sind hier natürlich die Reminiszenzen an vergangene Trek-Abenteuer, vor allem die aus "Star Trek II" gespiegelte Szene sticht hier heraus (auch wenn man sich fragt, warum Warpkerne in kreisförmigen Räumen lagern - das tun sie nämlich auch im vorliegenden Buch). Diese vielleicht schönste Szene von Film und Buch wird leider etwas dadurch gemindert, dass man den Hauptdarsteller, so leid es einem tut, das sagen zu müssen, nicht hat sterben lassen. Das wäre das Tüpfelchen auf dem i gewesen, das die Story noch mal um ein gutes Maß gehoben hätte. Immerhin, im Buch ist die Lösung nicht ganz so offensichtlich wie im Film. Während dort nicht nur der Bösewicht von vornherein klar ist, ist im Buch nicht nur das, sondern auch das Ende besser versteckt, denn es zu lesen, prägt sich eben nicht so sehr ein wie es zu sehen. Von daher funktioniert diese Szene im Roman also wesentlich besser.

Was ansonsten auch noch funktioniert, ist das Auftauchen von Carol Marcus, der Sektion 31 oder eben des großen Bösewichtes, wobei der wiederum im Film etwas besser funktioniert als im Roman. Das gedruckte Wort kann das Gefühl, das man hat, wenn er mit Kirk zusammenarbeitet, nicht so gut transportieren wie visuell. Was die beiden zusammen erreichen könnten, wenn sie auf der richtigen Seite stünden ... Im Film kommt das herausragende Spiel von Benedict Cumberbatch noch hinzu, im Roman bleibt der Charakter aber etwas blasser. Zwar kann man die Beweggründe nachvollziehen und er verhält sich auch so, wie man es gewohnt ist, es mangelt ihm aber ein Stück weit an Tiefe.

So oder so, von einigen bekannten Charakteren muss man sich indes verabschieden. Behandelte der erste Teil noch die Wiedereinführung der Charaktere, so handelt der Nachfolger von föderationsinternen Zwistigkeiten und einem Abtrünnigen. Von den großen anderen Völkern hat man noch nichts groß gesehen (und das Klingonen-Cameo ist auch im Roman in ein paar Seiten vorbei).

Der Roman ist also nicht schlecht, und auch wenn er in ebensolchem Tempo wie der Film daherkommt, kann er leider nicht ganz das mitreißende Feeling des Films herübertragen. Nichtsdestotrotz ist er eine gute Einstimmung und man hat nach dem Konsum richtig Lust, sich den Film noch mal anzusehen. Und das ist ja immerhin auch was.

Fazit: Wer noch nicht mit dem neuen Universum klargekommen ist, hat nun erneut eine Chance bekommen, die weitaus besser funktioniert als noch im Vorgänger. Zwar vermag das Buch nicht ganz mit dem Film mitzuhalten, kann aber immerhin ein paar andere Facetten hervorheben und stellt sich als solide Nacherzählung desselben heraus.

"Star Trek Into Darkness: Der Roman zum Film" ist unter anderem bei Amazon.de als Taschenbuch und als E-Book erhältlich.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Star Trek Into Darkness: Der Roman zum Film"

Originaltitel "Star Trek Into Darkness"

Buchreihe Classic

Autor Alan Dean Foster

Übersetzer Susanne Döpke

Preis 12,80 Euro

Umfang 310 Seiten

Verlag Cross Cult

ISBN 978-3-86425-194-8

(tg - 17.05.13)


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