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SF-Zone News

Thomas Götz (tg)18.11.17

"Gegen die Zeit"

David Mack

Inhalt

An Bord des Raumschiffs Shenzhou wird Lieutenant Michael Burnham, eine menschliche Frau, die unter Vulkaniern aufgewachsen ist und von ihnen ausgebildet wurde, zum Ersten Offizier befördert. Doch wenn sie den Posten behalten will, muss sie Captain Philippa Georgiou beweisen, dass sie ihn auch verdient. Gelegenheit dafür erhält sie, als die Shenzhou eine Kolonie der Föderation vor einem uralten, fremden Schiff beschützen muss, das aus den tiefsten Tiefen der unerforschten Meere aufgetaucht ist. Während sich die Bedrohung durch das geheimnisvolle Schiff zuspitzt, erklärt die Sternenflotte die Kolonie für entbehrlich, um dieser Bedrohung Einhalt zu gebieten. Burnham muss in das fremde Schiff eindringen, um die Leben tausender Unschuldiger zu retten. Dafür muss sie sich allerdings der Wahrheit ihrer beunruhigenden Vergangenheit stellen und einen Mann um Hilfe bitten, den sie zeit ihres Lebens gemieden hat – bis jetzt.

Kritik

Pünktlich zum Start von Star Trek - Discovery erscheint auch das erste Buch auf Deutsch, das in diesem Fall die Vorgeschichte erzählt. Somit ist es ein Jahr vor der Serie angesiedelt und angeblich haben sogar einige der Schauspieler Anleihen für ihre Charaktere aus dem Roman genommen. Geschrieben hat ihn David Mack, der in Star Trek-Gefilden kein Unbekannter ist und schon die Destiny-Trilogie geschrieben hat. Dabei scheint Mack, ähnlich wie Peter David, ein Faible für Weltuntergangswaffen zu haben.
Der erste Roman zu Discovery bietet die Vorgeschichte der Serie.

Eine derartige gibt es nämlich auch im vorliegenden Band, auch wenn diese vornehmlich Mittel zum Zweck ist, um die Charaktere zueinander zu bringen. Dabei stellt sich bereits von Anfang an heraus, das David durchaus mit den Figuren zu jonglieren weiß. Gut, da die Discovery zur Zeit der Handlung des Buches noch in weiter Ferne ist, kann er sich einzig allein auf die Shenzou und ihre Leute konzentrieren, von denen es eh nicht allzuviel zu sehen gab. Oder, anders ausgedrückt, der Spielraum für Fehler ist recht klein, da ja bis auf Burnham die Crew in der Serie wieder ausgetauscht wird.

Wobei natürlich auch Saru noch eine gewisse Rolle spielt, über den man hier einiges an Hintergrundwissen erfährt. Schön auch zu sehen, das er sich mit Number One, der ersten Offizierin der Enterprise, gut zu verstehen scheint. Wie bei vielen neuen Reihen wird auch in diesem Buch der Kniff benutzt, bekannte Charaktere einzubauen. In diesem Fall die Enterprise, die zum Zeitpunkt des Buches eben noch von Pike kommandiert wird. Dieser scheint als einziger nicht so recht getroffen zu sein, denn er entpuppt sich eher als Haudrauf-Captain, der die Befehle des Oberkommandos bis auf den Punkt befolgt. Unter Kirk wäre so etwas undenkbar gewesen, hier hätte man durchaus Fragen der Moral zu klären gehabt.

Zugestehen kann man an der Stelle, das die Personen alle noch am Anfang ihrer Karriere stehen (oder: respektive, es in den Serien nicht genug Vorlagen zum darauf Aufbauen gibt, siehe Pike). So ist Spock natürlich noch nicht der große Mann, der er später sein wird. Überhaupt fiebert man von Beginn an dem Treffen von Spock und Burnham entgegen. Die Erklärung, das die beiden sich kaum getroffen hätten, da Spock ja einige Jahre über Burnham in der Schule war, wirkt allerdings nicht völlig überzeugend als Grund, das Spock früher nie seine adoptierte Schwester erwähnt hat.

Auch das Treffen an sich bzw. die Annäherung der beiden wird wohl, sofern Spock in der Serie je auftaucht, anders verlaufen als hier dargestellt. Aber das sind natürlich Spekulationen, denn hier treffen die beiden also aufeinander und zwar zu einem derart frühen Zeitpunkt, das beide quasi nur mit Logik um sich werfen können. So klappt das Charakterspiel der beiden auf dieser Basis sogar recht gut. Am Ende deuten sich die künftigen Charakterzüge von Burnham in der Serie bereits mehr als an.

Die restliche Handlung um besagten Weltenvernichter darf hingegen auch noch ein paar rechtliche Fragen aufwerfen, immerhin gibt es noch einen Verrat in der Kolonie. Bemängeln könnte man höchstens, das dieser Strang im weiteren Verlauf immer mehr in der Versenkung verschwindet und später eher in einem Nebensatz beendet wird. Hier hätten durchaus noch ein paar Star Trek-typische Diskussionen folgen können. Insgesamt bleibt aber ein durch aus solider Band zurück, der vielleicht nicht übermäßig komplex ist, aber durchaus flüssig zu lesen ist.

Fazit: Viele Experimente wagt Mack nicht, aber das ist zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Roman entstanden ist, auch nicht verwunderlich. Die Charakterzüge von Spock und Burnham aus den Serien sind gut getroffen, die Handlung ist hier zwar eher Standard, liest sich aber durchaus flüssig. Kein Überflieger, aber eine solide Geschichte, die sich gut ins Gesamtbild einfügt. Wer genau damit klar kommt, der kann bei diesem Band nichts falsch machen.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Star Trek - Discovery: Gegen die Zeit"

Originaltitel "Star Trek - Discovery: Desperate Hours"

Buchreihe Classic

Autor David Mack

Übersetzer Helga Parmiter

Preis 15 Euro

Umfang 407 Seiten

Verlag CrossCult

ISBN 978-3-95981-190-3

(tg - 21.11.17)


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