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Thomas Götz (tg)14.09.18

"Die Furcht an sich"

James Swallow

Inhalt

Lieutenant Saru ist ein Kelpianer. Als Angehöriger einer Beutespezies und geboren auf einem Planeten, der von riesigen Raubtieren überrannt wurde, ist er aufs Engste mit der Angst vertraut. Von allen Seiten gefordert ist er entschlossen, über sich und seine Ursprünge hinauszuwachsen und als Sternenflottenoffizier an Bord der U.S.S. Shenzhou erfolgreich zu sein. Doch als Saru das Protokoll missachtet, um sich vor seinen Mannschaftskameraden zu beweisen, gerät das, was zunächst wie eine lebensnotwendige Rettungsmission für ein in Not geratenes Schiff beginnt, schnell außer Kontrolle.

Kritik

Zu jeder neuen Star Trek-Serie erscheinen früher oder später Romane und auch Discovery ist da keine Ausnahme. Statt aber Einzelgeschichten aus dem ersten Jahr der Serie zu erzählen (wie dies bei früheren Romanen zu anderen Serien üblich war) hat man hier einen neuen Weg gewählt, wohl auch, weil es aufgrund der Dichte von Season 1 etwas schwer wäre, hier noch groß etwas unterzubringen. Bei den Discovery-Büchern erzählt man nun also (zunächst) die Vorgeschichte der einzelnen Charaktere. Angefangen hatte das Ganze logischerweise mit Burnham, dann folgten die zwei Captains Lorca und Georgiu und nun darf Saru - das Cover verrät es bereits - in den Mittelpunkt rücken.
Der dritte Discovery-Band stellt Saru in den Vordergrund.

Innovationspreise gewannen die bisherigen Discovery-Geschichten nicht gerade, auch wenn sie durchaus solide waren, und auch hier braucht man sich nichts vormachen, denn was die Handlung angeht hat man so oder so ähnliches schon gesehen (respektive: gelesen). Da trifft die Shenzou auf ein Schiff in Not, wobei dessen Besatzung äußerst aggressiv reagiert. Selbst dem einfältigsten Leser wird hier schnell klar sein, das etwas nicht stimmt und etwas verborgen gehalten wird. Dann findet man im "Keller" (bzw. Frachtraum) festgehaltene Personen und es stellt sich schnell heraus, das diese zwangsumgesiedelt werden sollen.

Auch hier ist schnell klar, das die Gorlaner nichts für ihre Lage können und, wie sich im späteren Verlauf herausstellt, von ihren Wohltätern aufs Kreuz gelegt werden sollen und sich eben entsprechend wehren. Das ist leider nicht neu und an vielen Stellen auch ebenso vorhersehbar, bis hin zum obligatorischen Admiral, der die Gorlaner am Ende einfach vernichten will. Überraschend kommt hier lediglich, das am Ende nicht alle Pelianer "böse" sind, und sich auch auf die Seite der Gorlaner stellen. Wobei, wenn man genau mitliest und einige der Crewreaktionen sieht, so ist auch diese Entwicklung absehbar.

Zwar werden auch viele Nebencharaktere eingeführt, diese bleiben aber zu einem Gutteil recht blass. Über die Hintergründe der Figuren erfährt man so gut wie gar nichts, vor allem die Sternenflottenoffiziere dienen eher dazu, Saru als Stichwortgeber zu dienen und ihm den Weg zu ebnen - doch dazu gleich mehr. Auch die Pelianer und Gorlaner hätten Potential gehabt. Was hat es mit der mysteriösen Telepathiegabe der Anführerin auf sich? Die Pelianer wohnen auf zwei Monden, Alpha und Beta, die sich scheinbar uneins sind, wohin die Reise gehen soll. Die einen helfen den Gorlanern und wollen in die Föderation, die anderen nicht. Auch hier hätte man die Unterschiede deutlicher herausarbeiten können.

Auch wie es mit den beiden Völkern weitergeht bleibt großteils im Dunkeln, obwohl hier viel Potential für mehr Tiefe vorhanden gewesen wäre. Werden die Aufrührer bestraft? Was ist mit der UFP-Mitgliedschaft? Wohin kommen die Gorlaner jetzt? All das hätte man zumindest in kurzen Sätzen noch ansprechen können, so bleibt man aber leider etwas unbefriedigt zurück. Am Ende tauchen sogar die Tholianer auf, was ebenso ein klassisches Motiv ist, die beiden verfeindeten Parteien an einen Tisch zu bringen, denn wer eignet sich besser dazu, als ein gemeinsamer Feind? (Hatte ursprünglich nicht Kirk erst die Energienetze der Tholianer entdeckt? Aber gut, sei es drum, das ist ein Detail für Hardcore-Fans).

Was indessen gut gelungen ist an diesem Roman ist Sarus Charakterentwicklung. Hier erfährt man ein bisschen mehr über die Kelpianer und warum er so ist, wie er ist. Gerade den etwas undiplomatischen Saru auf eine ebensolche Mission zu schicken (bzw. ihn quasi dorthin zu schubsen) erweist sich als guter Kniff. Sein Innenleben wird gut beschrieben und auch die Beziehung der Kelpianer zur titelgebenden Angst kommt gut rüber. Bis zum Ende zeigt sich hier also eine Entwicklung auf, die teilweise auch die Sternenflottencharaktere mittragen. Leider reicht das allein aber nicht aus.

Fazit: Zwar wird man Sarus Charakter mit diesem Roman ganz gut gerecht, die Rahmenhandlung ist aber eher simpel und vorhersehbar gestrickt und wäre intensiver gewesen, hätte man nicht so viel Potential verschenkt. Daher bleibt der Roman eher für wirkliche Fans am interessantesten.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Discovery 3 - Die Furcht an sich"

Originaltitel "Discovery - Fear itself"

Buchreihe Classic

Autor James Swallow

Übersetzer Helga Parmiter

Preis 15 Euro

Umfang 352 Seiten

Verlag CrossCult

ISBN 978-3-95981-865-0

(tg - 14.09.18)


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