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Martin Weinrich (wc)12.11.11

"A Choice Of Catastrophes"

Michael Schuster & Steve Mollman

Inhalt

Die Enterprise bringt medizinische Materialien zu der Raumstation Deep Space C-15. Das Protokoll schreibt vor, dass der leitende Arzt den Transport persönlich begutachten muss. Das verärgert McCoy sehr. Denn während er nach C-15 fliegen muss, bricht fast die komplette Brückenbesatzung auf eine Erkundungsmission zu dem Planeten Mu Arigulon V auf. Zurück bleiben nur Sulu als Kommandant und Uhura.

Auf dem Planeten geraten die beiden Teams, die ihn anfliegen, rasch in Probleme. Spock stürzt mit seinem Shuttle ab und Kirk verliert auf ungeklärte Weise einen Mann. Das Ganze könnte mit der Zivilisation zusammenhängen, die es auf Mu Arigulon V mal gegeben haben muss, von der nun aber jede Spur fehlt.

Die Enterprise wiederum hat ihren Auftrag rasch erledigt und kehrt zu dem Planeten zurück, um wenigstens noch etwas von den Erforschungen mitzubekommen. Doch auf dem Rückweg trifft das Schiff auf Raumstörungen, die erheblichen Schaden anrichten und McCoy unter erheblichen Stress setzen. Vor allem die schwerwiegenden Gesundheitsprobleme der Esperer auf der Enterprise machen ihm zu schaffen.

Kritik

Die Enterprise erkundet einen Planeten und Dr. McCoy muss einen Botengang erledigen. Eine fiese Sache - für McCoy und den Leser.
"A Choice Of Catastrophes" weiß in keiner Hinsicht zu überzeugen. Der Planet hat kein Flair, die Story dort wirkt äußerst unglaubwürdig. Die Raumstörungen überzeugen ebenfalls nicht und die Auflösung des Ganzen entschädigt auch nicht für die 300 Seiten, die man zuvor gelesen hat.

McCoy steht im Mittelpunkt dieses Romans. Kurz nachdem die ersten Esperer auf der Krankenstation eingeliefert wurden, beginnt er Stimmen zu hören. Zwar wird er von verschiedenen Menschen aus seiner Vergangenheit heimgesucht, die meisten Auftritte erhält jedoch seine Ex-Frau Jocelyn. Nach einer Weile sieht er die Personen sogar. Alle Stimmen verunsichern ihn permanent. Sie werfen ihm immer wieder vor, sie im Stich gelassen zu haben und dass er nicht reif für das Amt eines Schiffarztes sei. Da McCoy eine Reihe telepathisch begabter Menschen auf der Krankenstation hat, kann man sich schnell zusammenreimen, durch was die Stimmen ausgelöst sind. Das ist schade, denn diese Handlung nimmt einen Großteil des Romans ein. Aber abgesehen davon ist das Prinzip telepathisch begabter Menschen ebenfalls nicht wirklich passend für einen "Star Trek"-Roman.

Die Handlung auf dem Planeten ist die erste Hälfte des Romans über sterbenslangweilig. Die Autoren geben sich gar nicht die Mühe, den Planeten zu beschreiben. Daher hat man das Bild eines Planeten aus der Originalserie vor Augen, also eigentlich nur das Bild einer Steinwüste. Dadurch leidet die Vorstellung von dem Planeten.

Kirk findet dann letztendlich heraus, dass sich die Bewohner des Planeten nach einer Naturkatastrophe selbst eingefroren haben. Wie es der Zufall will, sind aber gerade Sklaventreiber am Werk, die Eingefrorenen zu versklaven. Daran hindern Kirk und seine Leute sie natürlich. Das macht die zweite Hälfte des Romans zwar etwas dynamischer, aber nicht unbedingt besser. Denn auch das eingefrorene Volk wird nicht wirklich gut beschrieben, die gesamte Handlung wirkt so steril wie McCoys Krankenstation.

Zuletzt wird auch noch gelöst, was für Raumstörungen die Enterprise zu bewältigen hat. Dabei handelt es sich nämlich um ein automatisches Schutzsystem des eingefrorenen Volkes. Die hatten damals nur nicht bedacht, dass sich Schiffe weiterentwickeln. Durch die hohe Energiekonzentration der Enterprise wendet der Planet ebenfalls mehr Energie auf und sorgt beinahe dafür, einen heftigen Riss in unser Universum zu reißen, der auch den Planeten zerstören könnte. In diesem Fall findet McCoy jedoch eine Lösung, um den Riss zu schließen. Somit rettet er immerhin ein ganzes Volk in dem Roman. Für den Leser ist das jedoch ebenfalls nicht besonders spannend. McCoy entwickelt die Lösungsstrategie in einer Mischung aus Gedankenverschmelzung mit den Esperern und in Selbstgesprächen mit den Stimmen in seinem Kopf. Das ist nicht spannend und auch nicht überzeugend.

Eigentlich ist die Idee, dass sich McCoy mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt, gut. Doch hier wirkt es schrecklich an den Haaren herbeigezogen. Man merkt rasch, dass es keine Auswirkungen auf den Doktor haben wird, was er mit seiner Ex-Frau in Selbstgesprächen bespricht. Und tatsächlich zieht McCoy zum Schluss keine Konsequenzen. Weder merkt man, dass er nun das Gefühl hat, sein Platz sei auf der Enterprise noch versucht er etwas an seinem Lebensstil zu ändern. Das ist enttäuschend. Da macht es "Die Herkunft der Schatten" weitaus besser und bleibt weiter unangefochten die beste McCoy-Charakterisierung.

Fazit: Insgesamt enttäuscht "A Choice Of Catastrophes". Ein unzureichend beschriebener Planet, blasse Charaktere, verfehlter Charaktertiefgang, auf einmal auftauchende Esperer, spannungslose Raumstörungen und eine krude Sklaventreiberhandlung sorgen dafür, dass dieser Roman kein Spaß ist, sondern streckenweise quälend langweilig. In seinen besten Momenten ist der Roman immerhin nicht gänzlich langweilig. Das ist aber immer noch weit von befriedigend oder gar gut entfernt. Diesen Roman kann man sich wirklich sparen.

"A Choice Of Catastrophes" ist unter anderem bei Amazon.de erhältlich.

Bewertung

Weitere Infos


Originaltitel "A Choice Of Catastrophes"

Buchreihe Classic

Autor Michael Schuster & Steve Mollman

Preis 5,80 Euro

Umfang 344 Seiten

Verlag Simon & Schuster Pocket Books

ISBN 978-1-4516-0716-1

(wc - 03.01.12)


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