Peter Tigmann (pt)
01.11.01
"Geisterhafte Visionen"
Mark A. Garland & Charles G. McGraw
Inhalt
Die Voyager fliegt ins Drenar-System um dort einen Zwergstern zu untersuchen. Als Janeway und ihre Crew das System erreichen, kommt es zu heftigen Erschütterungen, welche die Voyager schwer beschädigen. Unterdessen bekommen einige Crewmitglieder, darunter auch Janeway und Chakotay, Visionen von einem sterbenden Volk.
Die Voyager entdeckt schließlich einen bewohnten Planeten, der aber aufgrund von seismischer Aktivität auseinander zu brechen dort. Im Orbit des Planeten befindet sich ein Raumschiff der Televek. Nach einem kurzen Gefecht beantworten die Televek, die laut Neelex einen sehr schlechten Ruf haben, die Rufe der Voyager. Sie geben sich als Händler aus. Da Janeway dringend Ersatzteile für die Phaser braucht, stimmt sie zu, dass drei Mittler der Televek an Board kommen. Diese scheinen nach anfänglicher Skepsis von
Seiten der Voyager-Crew, aber freundlich gesinnt. Deshalb beauftragt Janeway ihren
ersten Offizier damit, die Verhandlungen fortzuführen. Janeway selbst fliegt zusammen mit Kim und Tuvok auf den Planeten um näheres über ihre Visionen herauszufinden. Auf dem Weg zum Planeten wird Janeways Shuttle schwer beschädigt und stürzt ab. Chakotay versucht unterdessen die Verhandlungen auf der Voyager fortzusetzen, aber bald zeigen die angeblich freundlichen Mittler ihr wahres Gesicht.
Janeway, die bei dem Shuttleabsturz nur leicht verletzt wurde, wird von den Einwohnern des Planeten mit der aktuellen Situation vertraut gemacht. Bald muss sie erkennen, dass auf dem Planeten bereits Televek sind und dass diese nichts
Gutes im Schilde führen. Zudem droht auch der Planet innerhalb des nächsten
Tages auseinander zu brechen. Janeway nimmt den Kampf gegen die Televek und vor allem gegen die Zeit auf...
Kritik
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 Wieder einmal: Verstoßen wir gegen die Erste Direktive um diesem Volk zu helfen? Neu: geheimnisvolle Visionen zeigen Gefahr an. |
"Geisterhafte Visionen" fängt nicht anders an, als viele andere
"Voyager"-Romane auch: Die Voyager wird aus irgendeinem Grund beschädigt und ist deshalb auf der Suche nach Hilfe. Wenn man sich aber erst mal damit abgefunden hat, weiß der Roman durchaus zu überzeugen. Die Geschichte um die Televek und den Planeten, bleibt über sehr lange Zeit hinweg im
Dunkeln und auch die Mittler auf der Voyager scheinen zumindest einen kurzen Moment überaus vertrauenswürdig
- allerdings wirklich nur einen ganz kleinen Moment. Trotzdem ist es interessant zu lesen, wie sich die Crew der Voyager nach und nach von den Mittlern einlullen lässt.
Die eigentliche Geschichte auf dem Planeten ist nicht minder spannend und schafft es ebenfalls zu überzeugen. Zum Ende hin, wird der Roman noch spannender und so kommt es auch zu einem fast gelungenem Finale. Nur fast deshalb, weil die Televek zwar durchaus interessante Gegner sind, sie aber nur mangelhaft charakterisiert wurden (zumindest die an Bord des Televek Schiffes). Erst zu Mitte des Buches sehen wir mal kurz die Geschichte aus Sicht der Televek, was vor allem in dem Moment enttäuscht, als Janeway ein Sieg gegen das Schiff gelingt. Ein kleiner inhaltlicher Schwenk auf das Televek Schiff, wäre an dieser Stelle bestimmt gut gekommen, da der 3. Direktor ja im festen Glauben war zu gewinnen. Seine Reaktion auf das drohende Ende, hätte mich interessiert.
Die Charaktere der "Voyager"-Crew sind ebenfalls gelungen, sieht man mal von Tuvok und Neelix ab. Tuvok hat hier manchmal einfach zu menschliche Züge und Neelix nervt tierisch, was aber wohl mit der Position des Buches in der ersten "Voyager"-Staffel zu tun hat. Bleibt noch zu sagen, dass Janeway hier mal schnell gegen die erste Direktive
verstößt, und das auch noch bewusst. Auch wenn unsere Serien-Janeway die Starfleet-Regeln manchmal etwas eigentümlich auslegt, würde sie niemals die erste Direktive brechen, was sie ja auch in "Equinox" sagt. Hier hat sie es zwar getan, aber es sei den Autoren verziehen, erstens kannten sie Janeway damals noch nicht so gut und zweitens mag fast der ganze Rest des Romans voll zu überzeugen.
Bewertung
Weitere Infos
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| Titel |
"Geisterhafte Visionen" |
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| Originaltitel |
"Ghost of a Chance" |
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| Buchreihe |
Voyager |
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| Autor |
Mark A. Garland & Charles G. McGraw |
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| Übersetzer |
Andreas Brandhorst |
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| Preis |
Ursprüngl. Ladenpreis:
12,90 DM

Antiquarisch: ca. 2 bis 8 Euro
 Dieser Roman ist nur noch antiquarisch erhältlich.
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| Umfang |
282 Seiten |
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| Verlag |
Heyne |
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| Bestellnummer |
06/5407 |
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| ISBN |
3-453-12644-0 |
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(pt - 01.11.01)