Peter Tigmann (pt)
08.12.01
"Cybersong"
S. N. Lewitt
Inhalt
Die Voyager entdeckt einen leeren Raumsektor, in dem viele Wracks liegen. Da die Lebensmittelvorräte aber knapp werden, beschließt Janeway, das System, in welchem auch eine ungewöhnlich starke Tachyonstrahlung herrscht, nicht weiter zu untersuchen. Sie lässt Kurs auf ein neues Ziel setzen, um dort Lebensmittel aufzunehmen. Bald muss die Crew aber feststellen, dass die Voyager sich nicht etwa von dem Tachyonenfeld entfernt, sondern immer dichter darin eindringt. Währenddessen erfahren Kes und Chakotay Gefühle der Einsamkeit, die sie zunächst auf ihre Vergangenheit zurück schieben. Janeway und ihre Leute versuchen den Computer der Voyager wieder unter
Kontrolle zu bringen, allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Als Janeway, Kim und Paris eines der Wracks untersuchen, kommt es zu einer Explosion, bei der Harry fast stirbt. Langsam erkennt die Voyager-Crew,
dass sie in dem vermeidlich leeren System doch nicht so alleine ist...
Kritik
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 Zum X-ten Mal: Ein geheimnisvolles Geisterschiff. Der Schluss ist zwiespältig. |
"Cybersong" fällt ganz eindeutig in die Kategorie, nicht schlechter, aber totlangweiliger Roman. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen ist da die Story, die wir eigentlich schon kennen. Sie wirkt auf mich stellenweise, als wäre sie aus einigen Episoden der TV-Serien zusammengeklaut. Die Tachyonwolke und der böse
Unbekannte haben bei mir auf jeden Fall manchmal starke Erinnerungen an die "The
Next Generation"-Episode "Illusion oder Wirklichkeit" geweckt. Die künstliche
Intelligenz in dem Roman kann man manchmal recht gut mit Nagilum aus der Episode vergleichen. Was die Episode aber spannend macht, funktioniert im Buch aber leider kaum. Die Story ähnelt ja auch nur in Grundzügen der Folge, weshalb ich keinen direkten Vergleich machen will.
Kommen wir also zu einer anderen Sache, nämlich dem angeblichen Saboteur unter der Voyager-Crew, den Tuvok vermutet. Zwar wissen wir wegen Seska, dass durchaus ein Spion an Board der Voyager war, aber dennoch erscheint es in diesem Roman sehr unwahrscheinlich. Von Mandel wissen wir eigentlich direkt, nachdem wir sie
kennen lernen, dass sie es nicht sein kann, deshalb war dieser Handlungsstrang stellenweise Platzverschwendung.
Das Finale, konnte zwar manchmal für ein wenig Spannung sorgen, reißt aber niemanden vom Hocker
- zu vorhersehbar sind die Ereignisse.
Die Charaktere der Crew sind recht gut getroffen, aber Neelix, der in den ersten TV-Staffeln ja schon ziemlich genervt hat, wird in den "Voyager"-Büchern meist noch unerträglicher dargestellt, sodass man manchmal wirklich Lust bekommt, ihm seine talaxianischen Barthaare lang zu ziehen, und so ist es hier auch nicht anders. Ein weiterer Punkt, der ebenfalls auch viele andere Voyager Romane betrifft, ist Janeway; die Dame tut mir wirklich
Leid. Es ist zwar aus der Serie bekannt, dass sie manchmal Kopfschmerzen hat, scheinbar fühlt sich aber fast jeder, der ein "Voyager"-Roman schreibt
,genötigt, Janeway mindestens einmal im Roman die Rübe ordentlich brummen zu lassen. Es nervt einfach ein wenig, dass immer und immer wieder lesen zu müssen. Mandel war ein Recht interessanter Charakter. Leider ist sie etwas zu kurz gekommen und dass Janeway eine ihre besten Programmiererinnen einfach so ziehen lässt, auch wenn jeder Offizier seinen freien Willen hat, finde ich etwas seltsam.
Schließlich stellt die künstliche Intelligenz ja eine Gefahr für Mandel dar. Abschließend kann man also sagen, dass man "Cybersong" nicht
lesen muss. Diejenigen, die aber alle anderen Bücher auch kennen und ihre Sammlung vervollständigen wollen, können trotzdem mal einen Blick riskieren.
Bewertung
Weitere Infos
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| Titel |
"Cybersong" |
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| Originaltitel |
"Cybersong" |
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| Buchreihe |
Voyager |
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| Autor |
S. N. Lewitt |
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| Übersetzer |
Andreas Brandhorst |
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| Preis |
Ursprüngl. Ladenpreis:
12,90 DM

Antiquarisch: ca. 2 bis 8 Euro
 Dieser Roman ist nur noch antiquarisch erhältlich.
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| Umfang |
250 Seiten |
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| Verlag |
Heyne |
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| Bestellnummer |
06/5408 |
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| ISBN |
3-453-12674-2 |
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(pt - 08.12.01)