Daily Trek Cast & Crew Focus & Background Franchise & Fandom
Star Trek Into Darkness Star Trek XI Enterprise Universum
SF-Zone Raumfahrer.net
GameZone Literatur
Trek BBS Quark's Bar Star Trek Rollenspiel

Seitenoptionen



News & StoriesSerien & FilmeScience & FictionMediaCommunity

Portal Facebook Twitter YouTube Flickr Chat Trek BBS

 
Daily Trek News
SF-Zone News

Peter Tigmann (pt), Manrico Tenner (te)30.11.01

"Seven of Nine"

Christie Golden

Inhalt

Die Voyager erreicht ein System, in dem ein riesiges Sternenreich existiert. Janeway wird aufgefordert, eine Genehmigung anzufordern, um das Reich durchfliegen zu dürfen. Sie muss dieser Aufforderung auch nachkommen, da das Umfliegen des entsprechenden Raumes mehr als ein Jahr dauern würde. Als Janeway die Genehmigung einholen will, stellt sich allerdings heraus, dass es einen nur schwer zu überwindenden bürokratischen Apparat gibt, wegen dem es zu sehr langen Verzögerungen kommen könnte, bis ihr die Durchflugerlaubnis erteilt wird. Also beschließt der Captain der Voyager, sich direkt an den Imperator des Reiches zu wenden. Als sie dieses Anliegen an einem Knotenpunkt erläutern will, lernt sie eine Gruppe von Flüchtlingen kennen, deren Volk Skedaner heißt. Die Leute sind ihr auf Anhieb sympathisch. Sie bieten Janeway an, ihr schnell durch das bürokratische Systems des Knotenpunktes zu helfen, damit die Voyager schnell zum Imperator kommen kann. Im Gegenzug wollen sie aber mitgenommen werden. Schnell stimmt Janeway zu.

Unterdessen fängt Seven of Nine an, zu halluzinieren; sie erlebt Visionen von verschiedenen Völkern, die scheinbar alle einst von den Borg assimiliert wurden. Schnell bedrohen diese Visionen ihr Leben...

Aber auch die Voyager bekommt Probleme: Sie wird von Insektenwesen angegriffen, die die Herausgabe der Skedaner fordern. Janeway weigert sich und so wird die Voyager auch weiterhin attackiert. In letzter Sekunde bekommen sie aber unerwartet Hilfe...

Seven wird auch weiterhin von Halluzinationen geplagt, auch der Doktor weiß keinen Rat mehr. Immer schneller droht sie ihren Verstand zu verlieren. Janeway bekommt von der noch unbekannten Hilfe eine sichere Flugroute zugewiesen und erreicht so den Planeten. Hier will sie den Imperator nicht nur um eine sichere Passage bitten, sondern ihn auch auf seine Seelenlosigkeit gegenüber den Skedanern hinweisen. Der Imperator hatte diesen nämlich bei einem Angriff der Borg Hilfe versprochen, diese aber nie geschickt. Janeway muss allerdings feststellen, dass nicht nur der Imperator dunkle Geheimnisse hat, sondern auch die Skedaner...

Kritik

Seven of Nine wird von albtraumhaften Erinnerungen an ihre Borg-Vergangenheit heimgesucht.
Peter Tigmann

Zunächst einmal ein Punkt, der meiner Literatur-Kolleginnen Nina Ruzicka auffiel: Das Prinzip dieser Geschichte wurde aus der "Voyager"-Episode "Das Erinnern" kopiert. In dieser Folge wurde B'Elanna von einem anderen Volk mit Visionen "überschwemmt". Genau das gleiche passiert auch hier. Näher möchte ich auf diesen Punkt jedoch nicht eingehen, da ich sonst jedem der das Buch noch nicht gelesen hat und somit auch die Visionen nicht genau kennt, noch mehr Spannung nehme. Ich habe mich aber entschlossen diesem Buch trotz der schon bekannten Story eine gute Bewertung zu geben, dies hat folgende Gründe:

Autorin Christie Golden hat schon im "Voyager"-Roman "Die ermordete Sonne" bewiesen, dass sie ein sehr gutes Händchen für die Charaktere der Voyager hat. Dies ist in diesem Roman nicht anderes. Die Charakterisierungen der gesamten Crew sind sehr gut gelungen, was nicht gerade üblich ist. Auch die Sketaner sind schön beschrieben - fast zu schön. Stellenweise konnte ich schon fast nicht mehr glauben, dass sie eigentlich von rachsüchtigen Gründen getrieben werden.

Ich weiß, dass der vor einigen Jahren im Kino gelaufene Film "Gladiator" erst nach diesem Buch entstanden ist, aber trotzdem hat mich der Charakter des Imperator in diesem Buch ziemlich an den von Joaquin Phoenix verkörperten römischen Imperator in "Gladiator" erinnert. Ich fand, dass dies speziell in seiner manchmal kindischen Art durchschien. Ich möchte, dass dem Roman aber keinesfalls vorwerfen, da man so einen schönen Bösewicht hat, der leider etwas zu kurz kommt.

Zur "Seven"-Story kann ich sagen, dass, auch wenn sie kopiert ist, sie sehr spannend ist und man wirklich Angst um Seven bekommt. Die Szenen, die sie zusammen mit dem Doktor hat, sind auch sehr gut gelungen und geben dem Roman stellenweise auch einen humoristischen Touch.

Ein weiterer positiver Punkt ist, dass sich die Geschichte schön leicht durchlesen lässt und einen nicht mit technischen Fachsimpeleien überrollt. Dadurch das der Roman sehr angenehm zu Lesen ist, ergibt sich zwangsläufig aber ein Problem: Man hat die Geschichte viel zu schnell durch. Das Buch ist mit 217 Seiten arg kurz geraten, was sich glücklicherweise nur auf einen Storyfaden, nämlich den mit dem Imperator, negativ ausgewirkt hat. Dieser kam meines Erachtens viel zu kurz.

Fazit: Es gibt zwar außer der, in ihren Grundzügen, kopierten Story noch ein paar andere kleine Mängel, aber die gelungenen Charakterisierungen und die angenehme "Lesbarkeit" des Buches lassen einige Leute die Augen zu drücken, unter anderem auch mich. Noch eins: Es gibt zwar noch einen zweiten Handlungsstrang, aber das Buch dreht sich, wie der Titel schon vermuten lässt, um Seven of Nine. Alle die diesen Charakter nicht mögen, sollten sich das Buch also besser nicht kaufen, außer sie wollen sich mit Seven anfreunden - dazu gibt dieser Roman nämlich den besten Anlass!

Manrico Tenner

Der Grundtenor des vorliegenden Romans dreht sich hauptsächlich um Vergeltung, Sühne und Vergebung. Gerade letztere durchlebt Seven nachvollziehbar, leider jedoch nicht nachhaltig. Nachhaltig darf diese Entwicklung auch nicht sein, da sie sich in der Fernsehserie so nicht vollzieht. Verstärkt durch die Skedaner durchlebt Seven of Nine die Erinnerungen der Individuen, die sie selbst als Drohne assimilieren musste. Interessant sind die beiden parallel laufenden Blickwinkel, in denen Seven die wiederholten Assimilierungen widerfährt: Opfer und Täter, wobei das Dilemma hauptsächlich darin besteht, dass Seven/Annika auch nur ein Opfer ist. Dieser Aspekt geht bei den Skedanern verloren, allerdings vermute ich eher, dass die Autorin nicht daran gedacht hat, ihn näher zu beleuchten oder diesen Punkt aus dramaturgischen Gründen ausgelassen hat. Dennoch sind die Skedaner hintergründig und sehr stimmig beschrieben.

Die Bestrafung des Imperators Beytek fiel ausnahmsweise angemessen aus. Üblicherweise ereilt die Widersacher ein schneller Tod, der sie ihrer Verantwortung und Bestrafung entzieht. Die wenigen Informationen über das Lhiaarianische Reich zeigen ein interessantes Volk mit durchdachten Strukturen über welches der Leser gern mehr erfahren hätte.

Anfangs nervige Grübeleien und Gedanken Janeways verblassen im Verlauf der Geschichte glücklicherweise mehr und mehr. Die restliche Crew wird stimmig charakterisiert: B'Elanna knurrt wütend bei Reparaturen, Harry schaut besorgt zu Seven, Paris flirtet mit den Skedanerinnen, Neelix drängt in gewohnter Unnachgiebigkeit exotische Speisen auf und Tuvok und Chakotay haben fast gar nichts zu sagen.

Der Erzählstil ist flüssig, die Geschichte spannend, und der Leser hat sich sehr schnell durch die erstaunlich geringe Seitenzahl gelesen. Kinderreime, übermäßig besorgte Crew-Mitglieder und die Auflösung um die Raben trüben jedoch das Lesevergnügen. Die Autorin verschenkt mehrfach Chancen, eine gruselige Atmosphäre zu erzeugen, und dem Leser entgeht somit ein erstklassiger Psychothriller.

Fazit: Ein spannender Roman über Sevens Vergangenheitsbewältigung und interessante, fremdartige Rassen in einem tragischen Konflikt. Verpasste dramaturgische Chancen und überdosierte Pseudo-Psychologie lassen ihn an einem sehr guten Urteil vorbeischießen.

Bewertung

1. Peter Tigmann
2. Manrico Tenner

Weitere Infos


Titel "Seven of Nine"

Originaltitel "Seven of Nine"

Buchreihe Voyager

Autor Christie Golden

Übersetzer Andreas Brandhorst

Preis Ursprüngl. Ladenpreis:
7,50 Euro

Antiquarisch:
ca. 2 bis 8 Euro

Dieser Roman ist nur noch antiquarisch erhältlich.

Umfang 218 Seiten

Verlag Heyne

Bestellnummer 06/5818

ISBN 3-453-17945-5

(pt, te - 01.06.07)


Nach oben

Alle Berichte sind das geistige Eigentum der Autorinnen und Autoren. Jede unautorisierte Übernahme ist ein Verstoß gegen das Urheberrecht. Für Anfragen betreffend Artikel- oder Newsübernahme wenden Sie sich bitte an den Redaktionsleiter.

"Star Trek", "Star Trek: The Next Generation", "Star Trek: Deep Space Nine", "Star Trek: Voyager", "Star Trek: Enterprise" und alle verwandten Markennamen sind eingetragene Handelsmarken von Paramount Pictures. Kopierrechtlich geschütztes Material wurde ausschließlich für nichtkommerzielle Zwecke genutzt. Dies gilt auch für alle Materialien, die aus anderen Franchises stammen und im Rahmen der TZN SF-Zone genutzt wurden.

Mitarbeit Kontakt Impressum

© TrekZone Network, 1999-2017