Christoph Hühn (ch)
24.10.05
"The Nanotech War"
Steve Piziks
Inhalt
Die Voyager wird in einem Ionensturm schwer beschädigt. Noch
während die Crew damit beschäftigt ist, das Schiff in einem Stück aus den
letzten Ausläufern des Sturms herauszumanövrieren, taucht plötzlich ein kleines
Schiff einer unbekannten Spezies auf, das ebenfalls in den Sturm geraten ist und
droht, auseinander zu brechen. Nachdem die Voyager das Schiff und den Piloten
gerettet hat, stellt sich heraus, dass dies der erste Warpflug dieses Volkes,
den Chiar, ist und auch noch ihr "Erster Kontakt". Als Dankeschön dafür, dass
sie den Piloten und sein Schiff gerettet haben, gestatten die Chiar, dass die
Voyager an ihrer Orbitalstation andocken kann, um dort Reparaturen vorzunehmen.
Im Gegensatz zu den Völkern der Föderation haben die Chiar fast keine Raumfahrt
betrieben, sondern ihre ganze Forschung auf die Nanotechnologie konzentriert.
Das Ergebnis dieser Jahrhunderte langen Entwicklung ist nun eine Spezies, deren
Gebäude, Maschinen und sogar Körper zu einem Großteil aus Naniten bestehen. Die
Kehrseite ist allerdings, dass sie von diesen mikroskopisch kleinen Robotern
absolut abhängig sind, da sie nur noch zu denken brauchen, welche Arbeiten zu
erledigen sind und alles andere regeln dann die Naniten.
Doch schon kurz, nachdem die Voyager Chiar erreicht hat, gibt es den ersten
Entführungsversuch, als eine Gruppe Rebellen versucht, Lieutenant Torres in ihre
Gewalt zu bringen. Die Voyager-Crew muss schnell feststellen, dass Chiar
keineswegs eine geeinte Welt ist, sondern eigentlich aus drei Machtblöcken
besteht, die sich vor wenigen Jahren noch gegenseitig bekämpft haben. Als
Ergebnis des letzten Konfliktes gibt es nun eine dominierende Macht auf dem
Planeten, während eine weitere zum Protektorat degradiert worden ist. Die
Bevölkerung der dritten Gruppierung ist auf ihrem Kontinent unter Quarantäne
gestellt worden, was sich aufgrund der Abhängigkeit von den Naniten relativ
einfach bewerkstelligen lässt, da diese von Mikrowellenstrahlung abgetötet
werden. Innerhalb dieser Abschirmung vegetieren Millionen von Chiar, ihrer
Naniten beraubt, unter erbärmlichsten Bedingungen, abhängig von dem, was sie
durch die Blockade schmuggeln können.
Die Ankunft der Voyager und insbesondere die Präsenz von Seven of Nine heizen
diesen Jahrzehnte alten Konflikt nun erneut an...
Kritik
 |
 Das Volk der Chiar lebt in einer Art Symbiose mit Naniten. Allerdings kommt es zu Problemen... |
Ein wirklich guter "Voyager"-Roman! Eine spannende Story und eine sehr ungewöhnliche und
interessante Alien-Spezies machen diesen Band absolut lesenwert. Zwar ist die
Geschichte mal wieder etwas Seven-of-Nine-lastig, aber nicht so extrem wie es
teilweise in der Fernsehserie der Fall war.
Ein bisschen ankreiden muss ich dem Autor, dass er es mit den Entführungen etwas
übertreibt. Im Schnitt werden alle 110 Seiten ein Crewmitglied entführt, was ich
dann doch etwas überzogen finde. Es hätte sicherlich noch andere Mittel gegeben,
die Story voranzutreiben.
Auch etwas übertrieben fand ich die Schilderung der Abhängigkeit der Chiar von
der Nanotechnologie. Dass eine Gewöhnung an diese sehr bequeme Technologie
erfolgt, ist sicherlich verständlich, aber dass es nicht möglich sein soll, in
ein Museum zu gehen, um festzustellen, wie man ohne Naniten ein Haus repariert,
finde ich dann doch etwas unglaubwürdig.
Fazit: Klasse Geschichte mit leichten Mängeln.
Bewertung
Weitere Infos
|
| Originaltitel |
"The Nanotech War" |
|
| Buchreihe |
Voyager |
|
| Autor |
Steve Piziks |
|
| Preis |
6,49 Euro |
|
| Umfang |
330 Seiten |
|
| Verlag |
Simon & Schuster Pocket Books |
|
| ISBN |
0-7434-3646-6 |
|
|
(ch - 24.10.05)