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Julian Wangler (jw)27.07.06

"A Good Day To Die"

Keith R.A. DeCandido

Inhalt

Seit jeher steht die sicherlich populärste Spezies des "Star Trek"-Universums fest: die Klingonen. In einer Unzahl von Serien und Filmen waren sie Kontrahenten, aber auch Alliierte. Und so wandelten sich auch die Klingonen in einem dynamischen Prozess, seitdem die klassische Enterprise zum ersten Mal in die unendlichen Weiten aufbrach, zu einer komplexen Spezies.

Umso verwunderlicher ist es, dass bis heute nur eine Handvoll Romane von Pocket Books auf den Markt geworfen wurde, in denen es um klingonische Protagonisten geht. Die Antwort hierauf ist schnell gefunden: Zu schlecht war das Einfühlungsvermögen in die ganz besondere Mentalität dieser Spezies seitens der wenigen Autoren, die den Versuch wagten, ein Abenteuer aus klingonischer Sicht zu erzählen.

Jetzt kommt einer der Autoren-Stars am "Star Trek"-Himmel - Keith R.A. DeCandido - und mischt mit einem ganz neuen, sogar von Paramount offiziell genehmigten Werk, diese Nische neu auf.

Das erste Buch seines zweibändigen Startromans, "A Good Day to Die", debütiert in der ersten Jahreshälfte 2376, als sich auch die U.S.S. Defiant im "DS9-Relaunch" aufmacht, den Gamma-Quadranten in einer dreimonatigen Explorationsmission zu erkunden. Wie auch das romulanische Imperium und die Föderation leckt sich das Klingonische Reich nach dem zehrenden Dominion-Krieg nach wie vor die Wunden. Man könnte meinen, die Ära des Friedens für das Quadrantengefüge wäre nun endlich wieder angebrochen, aber der Schein trügt: Während die Föderation sich nach ihren exorbitanten Verlusten weiterhin nach neuen Mitgliedswelten umsieht, die in den Protektorat aufgenommen werden können, und auch die Beitrittsgespräche mit Bajor und Trill nahezu beendet sind, hat die romulanische Flotte einige militärische Kampagnen gegen die angrenzenden Celesianer begonnen, um dringend benötigte Ressourcen zu erbeuten. Die Klingonen stehen nun in der Not, sich ebenfalls aufzumachen und nach rohstoffträchtigen stellaren Regionen Ausschau zu halten, die es ihnen erlauben, ihre im Krieg erlittenen Verluste so schnell wie möglich zu tilgen, um nicht den Anschluss an die entbrannten Konkurrenzkämpfe der (noch) alliierten Machtblöcke zu verlieren.

So kommt es auch nicht anders, als Kanzler Martok alle Kommandanten der zwölf Chancellor-Klasse-Kreuzer (die brandneue Nachfolgegeneration der Vor'Cha-Angriffskreuzer) zu einer speziellen Konferenz im klingonischen Hauptquartier Ty'Gokor einlädt, um sie mit einer ganz besonderen Mission zu betrauen. Jenes Dutzend Schiffe soll sich aufmachen, den weitenteils unbekannten Kavrot-Sektor zu kartographieren, mit der Absicht, dort Welten vorzufinden, die es würdig sind, vom Klingonischen Reich annektiert zu werden.

Und hier kommt der Hauptheld der Geschichte ins Spiel: Captain Klag, der als Veteran aus dem Dominion-Krieg hervorgegangen ist, erhielt gerade eben die höchste Würdigung, die einem klingonischen Krieger zuteil werden kann: die Einführung in den Orden des Bat'leth. Nun soll er mit seinem Schiff, der I.K.S. Gorkon, einem der mächtigen Chancellor-Kreuzer in den Kravot-Sektor aufbrechen - was er auch unverzüglich tut.

Nach einigen Wochen des Erkundungsflugs in diesem völlig unbekannten Raumgebiet, das an das klingonische Südostterritorium angrenzt, werden Klag und seine Leute tatsächlich fündig: Sie entdecken eine Welt, die vor brauchbarem Material, wie Dilithium und Lucasid, nur so wimmelt. Sie ist bewohnt von den "Kindern von San-Tarah", einer Spezies, der - wie könnte es anders sein - auch ein Kriegerkult zugrunde liegt. Nun stellt sich Klag folgendes Problem, bei dem es wieder einmal um die Ehre geht: Er könnte die klingonische Flotte informieren, anzurücken und die Welt unter die Flagge des Reichs zu bringen. Jedoch stellen die San-Tarah eine Herausforderung an ihn: In mehreren militärischen Wettbewerben gegen Klag und seine Mannschaft soll für erstere festgestellt werden, ob das Reich ihren Beitritt würdig ist. Gewinnt Klag die Sache für sich, so treten die San-Tarah freiwillig dem Reich bei, und Klag wird auf einen Schlag die gesamte Welt erobert haben.

Kritik

Das klingonische Raumschiff I.K.S. Gorkon erforscht den unerforschten Raum...
Der Charakter des Captain Klag (erstmals zu sehen in "The Next Generation - Der Austauschoffizier") ist nicht neu. Er folgt den Vorgaben, die bereits in den inoffiziellen "The Next Generation"-Romanen "Diplomatic Implausbility" und im zweiten Band von "The Brave and the Bold" gezeichnet wurden. So ist auch bereits ein Teil der Vorgeschichte Captain Klags und der I.K.S. Gorkon durch diese beiden Novellen festgelegt. Nichtsdestotrotz fällt es dem Leser - vorausgesetzt er kennt sich zureichend mit DS9 aus - nicht schwer, direkt ins Geschehen einzutauchen.

Wie kein anderer Roman, in der Klingonen im Vordergrund stehen, gelingt es DeCandido in seinem jüngsten Wurf die klingonische Kultur als ungeheuer lebensecht und vor allem zu den Gesetzen, Sitten und Bräuchen der ansonsten die Hauptrolle spielenden Sternenflotte zu kontrastieren. So wird vor allen Dingen die Mannschaft der I.K.S. Gorkon nicht zweidimensional gezeichnet; es gibt nämlich außer den furchtlosen Kriegern auch Feiglinge, es gibt Versager. Ja selbst der Unterschied zwischen den Soldaten und den ranghohen Generälen und Bürokraten wird hier ersichtlich. Ja, sogar Opern- und Gedichtschreiber sind mit von der Partie. Damit verabschiedet sich dieses sehr authentische Buch von dem klingonischen Klischeebild, das in vielen Serien, Filmen und Büchern vorkommt und die populäre Kriegerrasse irgendwie "platt" und einseitig aussehen lässt. Ich meine damit, dass hier besonderer Wert der Breiten- und Tiefenstreuung der Kultur zukommt. Man erfährt vieles über die Hierarchie und Mentalität in den einzelnen Ebenen der Hierarchie.

Und das Abenteuer ist auch allererste Sahne. Das Leitmotiv: die Ehre.

Bewertung

Weitere Infos


Originaltitel "A Good Day To Die"

Buchreihe IKS Gorkon

Autor Keith R.A. DeCandido

Preis 6,49 Euro

Umfang 279 Seiten

Verlag Simon & Schuster Pocket Books

ISBN 0-7434-5714-5

(jw - 27.07.06)


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