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Tony Schmidt (ts)25.04.02

"Have Tech, Will Travel"

Keith R.A. DeCandido, Dean Wesley Smith

Dieses Buch enthält die ersten vier Geschichten der "Starfleet Corps of Engineers"-Reihe, die ursprünglich einzeln als eBook erschienen sind. Die Bücher sind nach Erscheinungsreihenfolge sortiert.

"The Belly of the Beast"

Inhalt

Die Enterprise trifft auf ein gigantisches, scheinbar verlassenes Schiff. Zur Untersuchung wird das Starfleet Corps of Engineers herangezogen. Die U.S.S. da Vinci unter dem Kommando von Captain David Gold bekommt dabei Unterstützung von Geordi LaForge, der für einige Zeit die Enterprise verlässt, um bei der Erforschung des Alien-Schiffes dabei zu sein. Langsam wird den Spezialisten klar, dass sie es mit einer großen Gefahr zu tun haben...

Kritik

Sammelband 1 der eBook-Reihe "S.C.E". Die Crew der U.S.S. da Vinci sind die Technikexperten der Sternenflotte. eBooks 1 - 4.
Eine recht spannende Geschichte von "Star Trek"-Veteran Dean Wesley Smith, der interessant erzählt und den von John Ordover und Keith R. A. DeCandido geschaffenen Charakteren Leben einhaucht. Der Tradition gemäß wird die neue Serie durch Gastauftritte bereits bekannter Figuren eingeleitet (was sicher auch damit zu tun hat, dass es sich besser verkaufen lässt, wenn Picard und die Enterprise darin vorkommen). Die Geschichte selbst ist nicht sehr außergewöhnlich ("ein Alien-Schiff taucht auf und birgt ein schreckliches Geheimnis"), aber die Charaktere machen davon einiges wieder wett. Dennoch sind knapp 100 Seiten etwas wenig, um genug Interesse und Emotionen aufzubringen, damit der Tod eines Crewmitglieds mehr als nur ein erstauntes Stirnrunzeln hervorruft.

Fazit: eine gelungene Pilot-"Episode", die zur Einleitung gut geeignet ist und vor allem Lust auf mehr macht.

"Fatal Error"

Inhalt

Ein Planeten steuernder Computer zeigt plötzlich Fehlfunktionen an. Die Erlösung für die Leid geplagte Bevölkerung? Weit gefehlt - den Bewohnern liegt nichts mehr daran, als an der Reparatur von Ganitriul, der alle technischen Aspekte ihrer Kultur steuert. Das S.C.E. wird zu Hilfe gerufen und fängt auch gleich mit den Reparaturen an. Widerstand gibt es nur von einer Fraktion, die die Unabhängigkeit von Ganitriul möchte und deshalb zu gefährlichen Mitteln greift...

Kritik

S.C.E.-Miterfinder Keith R. A. DeCandido stellt ein altbekanntes Classic-Schema einmal auf den Kopf: War es früher der Computer, der eine Gefahr für die Bevölkerung darstellte, sodass Kirk & Co. ihn ausschalten mussten, so ist es jetzt ein Teil der Bevölkerung selbst, die um jeden Preis unabhängig und unbeeinflusst vom Computer leben will, dadurch aber eine Gefahr für die anderen darstellt. Das ist eine willkommene Änderung und bietet genug Möglichkeiten, um eine spannende Geschichte zu erzählen. DeCandido versucht es auch, und es gelingt ihm einigermaßen. Jedoch merkt man hin und wieder, dass es erst die zweite Geschichte einer Serie ist und die Beziehungen unter den Crewmitgliedern noch größtenteils unerforscht sind. Nach "The Belly of the Beast" eine durchaus lesenswerte Fortsetzung der Serie, die allerdings durch ihre Kürze bedingt wenig auf die sozialen Auswirkungen, die die Existenz des Computers auf die Zivilisation des Planeten hat, eingeht.

Fazit: Lesestoff für eine oder zwei unterhaltsame Stunden, aber nicht etwas, das man um jeden Preis gelesen haben müsste, um die Serie zu verstehen.

"Hard Crash"

Inhalt

Ein führungsloses Raumschiff stürzt auf einen Planeten ab und trifft eine Stadt. Die U.S.S. da Vinci wird gebeten, bei der Bergung behilflich zu sein und dabei das Schiff zu untersuchen. Kybernetische Implantate im Körper des schon vor einiger Zeit verstorbenen Piloten lassen die Techniker zuerst vermuten, dass sie es mit den Borg zu tun haben. Dann aber machen sie die Entdeckung, dass sie es mit einer äußerst traurigen Situation zu tun haben...

Kritik

Die für gewöhnlich auf "Voyager" spezialisierte Autorin Christie Golden schafft es hier, aus einer Geschichte, die ohne weiteres eine Ansammlung von Technobabble sein hätte können, eine bewegende Erzählung des Schicksals eines jungen Mädchens zu machen, wie man es eigentlich von einer Serie über Ingenieure nicht erwarten würde. Daran "schuld" ist wahrscheinlich die Politik DeCandidos, gerade die oftmals unverständlichen, mit pseudotechnischen Begriffen gespickten Erklärungen aus "seiner" Serie zu verbannen. Das ist durchaus kein Fehler, wie "Hard Crash" zeigt.

Fazit: Lesenswert! Mehr braucht man dazu eigentlich nicht zu sagen.

Interphase

Inhalt

Im Raum der Tholianer öffnet sich plötzlich ein Riss, in dem ein Schiff der Sternenflotte zu sehen ist. Es ist die U.S.S. Defiant, die vor mehr als Hundert Jahren dort verschwunden ist. Der von den Tholianern informierten Sternenflotte bietet sich nun die Gelegenheit, ein Stück Geschichte zu bergen. Sie schicken die U.S.S. da Vinci los, um diese Aufgabe zu übernehmen...

Kritik

"Interphase 1" ist die erste Zusammenarbeit von Dayton Ward, der schon in den ersten drei "Strange New Worlds"-Anthologien Geschichten veröffentlichen konnte, und Kevin Dilmore, der als Reporter für den "Star Trek"-Communicator arbeitet. In diesem Zweiteiler haben sie die Gelegenheit, die Sternenflotten-Geschichte ein wenig auszubauen. Montgomery Scott, der Chef des S.C.E., ist persönlich daran interessiert, die alte Defiant zu bergen, war er doch selbst dabei, als die Enterprise beinahe deren Schicksal teilte.

Die Faszination Scotts und auch die einiger Crewmitglieder der U.S.S. da Vinci wird gut beschrieben, ohne jedoch in eine Classic-Verherrlichung auszuarten, wie man es bei anderen Autoren zuweilen lesen muss. Ward und Dilmore schaffen eine Atmosphäre, die den Leser am Ende die Erfindung des Cliffhangers verfluchen lässt - was noch dadurch verstärkt wird, dass die Druckausgaben der ersten acht Abenteuer auf zwei Bücher aufgeteilt sind und man folglich beide Bücher kaufen muss, um die ganze Geschichte zu bekommen.

Dass das allerdings nur ein Planungsfehler war und kommende Mehrteiler stets zur Gänze in einem einzigen Buch veröffentlicht werden, wurde von DeCandido inzwischen versichert. Spannend bis zum (vorläufigen) Ende schaffte "Interphase" es, mich endgültig in den Bann der neuen Serie zu ziehen. Die Geschichte besitzt alles Notwendige, um das zu erreichen: Action, Gefühle, Erforschung der Charaktere, interstellare Beziehungen - und ganz besonders das Verweben alter und neuer Elemente zu einem Ganzen, das mitunter auch mehr ist als nur die Summe seiner Teile. Wenn die alte Enterprise oder Botschafter Worf erwähnt werden, dann nicht nur ihres Bekanntheitsgrades wegen, sondern auch aufgrund ihrer Bedeutung für die Geschichte.

Fazit: Ward und Dilmore sind nicht nur Autoren, sondern auch wahre Fans. Und das ist die beste nur denkbare Kombination, um eine ausgezeichnete "Star Trek"-Geschichte zu schreiben.

Bewertung

Weitere Infos


Originaltitel "Have Tech, Will Travel"

Buchreihe S.C.E.

Autor Keith R.A. DeCandido, Dean Wesley Smith, Kevin Dilmore, Dayton Ward, Christie Golden

Preis 6,49 Euro

Umfang 392 Seiten

Verlag Simon & Schuster Pocket Books

Bestellnummer eB 1 - 4

ISBN 0-7434-3996-1

(ts - 09.03.07)


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