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Michael Schuster (mi), Thomas Götz (tg)29.05.16

"Heimliche Helden"

Keith R.A. DeCandido, David Mack

"Miracle Workers" ist die Fortsetzung zu "Have Tech, Will Travel" und beinhaltet die S.C.E.-eBooks 5 bis 8.

1. Michael Schuster

"Interphase, Buch 2"

Inhalt

Die Defiant befindet sich noch immer in dem Riss im Gebiet der Tholianer, und langsam beginnt das Außenteam der U.S.S. da Vinci auch die Auswirkungen des veränderten Raums zu spüren, die damals den Tod der Defiant-Besatzung verursacht hatten. Währenddessen hat Commander Duffy das Kommando über die da Vinci und muss eine Auseinandersetzung mit den ungeduldigen Tholianern verhindern...

Kritik

Das S.C.E. hilft bei technischen Problemen - zum Beispiel beim Austausch des Fusionskern von DS9. eBooks 5 - 8.
War der erste Teil schon spannend, so wird der Begriff "Spannung" hier noch einmal neu definiert: Alles scheint plötzlich schiefzugehen - die Defiant wird wieder in den Riss gezogen, die Crew spürt die Aggressionen, Angst und Paranoia, die durch die Interphase hervorgerufen werden, und zu allem Überfluss wollen die Tholianer auch noch verhindern, dass der Prototyp einer ihrer Waffen, der sich auf der Defiant befindet, gefunden wird. Eigentlich zu viel für gerade einmal 100 Seiten, doch der Schein trügt. Ward und Dilmore bringen die Geschichte zu Ende, ohne dass es übereilt und unausgegoren wirkt. Bei ihrer noch kurzen Karriere als "Star Trek"-Autoren dürfte das wirklich eine Meisterleistung sein.

Fazit: Buch kaufen, diese Geschichte zu Ende lesen!

"Cold Fusion"

Inhalt

Nach dem Ende des DS9-Abenteuers "Offenbarung" braucht die ehemalige cardassianische Raumstation am Wurmloch zum Gamma-Quadranten einen neuen Reaktorkern. Nog hat eine Idee: Empok Nor, die verlassene "Schwester" von DS9, ist komplett baugleich, hat also denselben Kern.

Ausbauen, einbauen, fertig! Aber so einfach ist es nicht. Als er und die Unterstützung vom S.C.E. bei Empok Nor eintreffen, müssen sie feststellen, dass eine fremde Macht die Station in Besitz genommen hat: die Androssi. Die U.S.S. da Vinci hat mit ihnen schon Bekanntschaft gemacht und weiß also, wie man mit ihnen und ihren Waffen umgehen muss. Dennoch ist es ein harter Kampf, bis die Station wieder frei ist und die Ersatzteile nach DS9 gebracht werden können...

Kritik

Der Schöpfer der Serie schreibt eine Geschichte, die man am liebsten am Fernseher verfolgen möchte, dreht sie sich doch mehr oder weniger um Deep Space Nine, der Raumstation, von der man in letzter Zeit viel zu wenig erfahren hat. Nog ist dabei, um den Lesern zu zeigen, wie verschworen die Gemeinschaft der Ingenieure bereits ist.

Der Ferengi hat anfangs mit Schwierigkeiten zu kämpfen, da ihn die S.C.E.-Leute eher herablassend behandeln. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen an Bord der da Vinci werden nicht ignoriert, jedoch ohne gleich in eine Soap-Opera auszuarten. Mit den Androssi hält eine neue Spezies im "Star Trek"-Universum Einzug, über die so gut wie gar nichts bekannt ist. DeCandido baut sie hier als einen ernstzunehmenden Gegner der da Vinci auf, der den Vergleich mit den Cardassianern oder Klingonen nicht wirklich zu scheuen braucht. Ob sich das bewahrheitet, wird man noch sehen, denn DeCandido plant, die Androssi öfter auftauchen zu lassen. Nog steht im Mittelpunkt der Geschichte, die ihm oft genug die Gelegenheit gibt, von seinen Fähigkeiten Gebrauch zu machen. Die Lösung des finalen Problems geht jedoch etwas zu einfach vonstatten, als dass man das ignorieren könnte. Rein zufällig schlägt Nog zwei Fliegen mit einer Klappe, ohne sich wirklich anstrengen zu müssen.

Fazit: Ein gelungenes Treffen von S.C.E. und DS9, das zudem erklärt, was Nog zwischen "Offenbarung" und "Der Abgrund" gemacht hat. Für Stationsfans ein Muss!

Anmerkung der Redaktion: Die Androssi haben einen weiteren Auftritt in dem "The Next Generation"-Roman "A Time to be Born".

"Invincible, Buch 1 & 2"

Inhalt

Auf dem Planeten Sarindar gibt es technische Probleme. Man bittet die Föderation um Hilfe, aber es sollte nur eine einzige Person sein, um die Kultur auf Sarindar nicht zu "verunreinigen". Diese eine Person ist Sonya Gomez, und sie hat auf dem Planeten nicht nur mit Sabotage, Frauenfeindlichkeit und genereller Ablehnung der Föderation zu kämpfen, sondern auch mit einem Monster, das die Arbeiter immer wieder angreift...

Kritik

Es sollte an dieser Stelle angemerkt werden, dass Ähnlichkeiten mit den Vorkommnissen in Tsavo (Afrika) im 19. Jahrhundert durchaus beabsichtigt sind. Waren es dort Löwen, die den Bau der Eisenbahn behinderten, so sind es hier seltsame mystische Monster, die im Grunde jedoch dasselbe bewirken: Die Schar der Arbeiter verringert sich stets - auf recht blutige Art und Weise. Die Geschichte wird in Form von Logbucheinträgen und Briefen erzählt, was ihr eine besondere Note verleiht.

DeCandido und sein Co-Autor David Mack lassen Gomez erzählen, und das ist auch gut so. Gomez geht dabei nicht nur auf die Vorkommnisse auf Sarindar ein, sondern auch auf ihre Beziehung zu Kieran Duffy, und man erfährt einiges über sie selbst. Getreu DeCandidos Politik der Vernachlässigung pseudo-technischer Erklärungen findet man hier mehr Informationen über Gomez' Charakter als über das Gerät, das sie reparieren soll.

Fazit: Auch wenn die Geschichte recht bekannt klingt, ist sie dennoch nicht langweilig. Eine Abenteuergeschichte in bester "Star Trek"-Manier.

2. Thomas Götz

Der zweite Sammelband der Corps of Engineers vereint die Bände 5-8 und ist im Übrigen so auch auf Englisch erschienen. Wer die eBooks kennt, hat natürlich auch schon diese Bücher bei sich „stehen“. Bezeichnend für die COE-Reihe ist ja, entgegen zum Namen, das eben nicht die Technik im Vordergrund steht sondern die Geschichte – was auch gut so ist, bleibt so doch auch Platz für die Charaktere.

Vor allem am Anfang gibt es da doch noch das ein oder andere Buch, das hier noch heraussticht, während die Folgebände eher ein wenig in der Belanglosigkeit zu verschwinden drohen. Im vorliegenden Fall beginnt es mit dem Ende des Defiant-Zweiteilers. Nun weiß man aber seit „Enterprise“, das die Defiant in ein Paralleluniversum kam und nicht gerettet wurde. Dies liegt natürlich daran, das diese Story Jahre vor der Folge geschrieben wurde. Nun kann man sie entweder als Kuriosum ad acta legen oder sich trotzdem einigermaßen unterhalten lassen.

Die zweite Story ist eine Androssi-Geschichte, die zwar auf der einen Seite ein kleines Highlight darstellt, immerhin dürfen viele Nebencharaktere glänzen (Corsi und Fabe stehen hier ganz vorne) und werden vertieft, auf der anderen Seite werden die Androssi derart eingeführt, als würde man sie schon lange kennen, was natürlich nicht der Fall ist. So verläuft der Start mit dieser Spezies mehr als holprig, auch wenn sie Potential besitzt.

Die letzten beiden Geschichten sind indes wieder ein Highlight, behandeln sie doch eine Quasi-Solo-Mission von Sonya Gomez, welche auf einem Planeten Hilfe zu leisten versucht. Dabei gibt es nicht nur ein einheimisches Monster sondern auch einen frauenfeindlichen Mitarbeiter. Vor allem der Schreibstil ist mal ein netter anderer Kniff, wird doch alles aus Sonyas Sicht erzählt und zwar in Form von Logbucheinträgen. Gerne mehr hiervon.

Insgesamt bietet dieser Band also, trotz leichter Schwächen in der B-Note, durchaus, vor allem gegen Ende, unterhaltsame Geschichten.

Fazit: Auch der zweite Band bietet, trotz einiger Stolpersteine, durchweg interessante Stories aus der COE-Riege, die vor allem die Charaktere in den Mittelpunkt stellen. Zumindest hier konnte noch ein gutes Niveau gehalten werden.

Bewertung

1. Michael Schuster
2. Thomas Götz

Weitere Infos


Titel "Heimliche Helden"

Originaltitel "Miracle Workers"

Buchreihe S.C.E.

Autor Keith R.A. DeCandido, David Mack, Dayton Ward, Kevin Dilmore

Übersetzer Susanne Picard

Preis 14.- Euro

Umfang 318 Seiten

Verlag CrossCult

Bestellnummer eB 5 - 8

ISBN 978-3-86425-855-8

(mi, tg - 29.05.16)


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