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Martin Weinrich (wc)07.12.16

"Zeitalter der Unvernunft"

Scott Ciencin

Inhalt

Nach den erschütternden Ereignissen in Feuersturm, hofft Carol Abramowitz sich fernab der Sternenflotte auf einer wissenschaftlichen Konferenz erholen zu können. Es ist ihre erste Konferenz seit vielen Jahren. Da ihr einstiger Kollege Martin Masur eine essenzielle Idee stahl und damit zum akademischen Star aufstieg, vermied sie solche Fachtreffen. Nun ist ihr Rivale verhindert und der Weg für sie frei.

Doch bereits auf dem Weg erreicht sie eine Nachricht der Sternenflotte: Sie wird zusammen mit Soloman und Bart Faulwell auf Vrinda gebraucht. Auf Vrinda lebt ein Volk, das den Warpantrieb nicht entwickelt hat, sondern von einer anderen Spezies erhielt. Es steht am Rande eines Bürgerkrieges und ein Informant der Sternenflotte konnte den Einsatz einer mächtigen Waffe beobachten bevor er eliminiert wurde.

Auf Vrinda steht Carol nun vor der unmöglichen Aufgabe zwischen zwei verfeindeten Völkern Frieden zu stiften, die zudem beide über eine Maschine verfügen, mit denen der Benutzer an mehreren Stellen zur selben Zeit auftauchen kann. Die Abbilder des Benutzers können dabei physischen Schaden verursachen, während Schaden an dem Abbild dem Benutzer nicht schadet. Während Soloman und Bart Faulwell versuchen, das Gerät auszuschalten, beginnt Carol selbst damit zu experimentieren und entdeckt dabei verstörendes über sich selbst – und über ihren Rivalen Masur.

Kritik

Carol Abramowitz muss einem Rivalen sowie ihren eigenen Ängsten begegnen, um einen Bürgerkrieg zu verhindern.
Nach Die Hinterlassenschaft des Feuers ist "Zeitalter der Unvernunft" die zweite Geschichte, in denen ein Charakter die Erfahrungen aus Feuersturm verarbeitet. Duffys Tod geht allen Offizieren der DaVinci verständlicherweise sehr nahe und sie hinterfragen ihr eigene Lebensplanung. Auch dieser zweite Teil, der sich vor allem auf die diplomatische Spezialistin Carol Abramowitz konzentriert, ist sehr überzeugend.

War Die Hinterlassenschaft des Feuers noch eine eher ruhige Familiengeschichte, so ist "Age of Unreason" deutlich verstörender. Hier vermischt sich die Frage nach Krieg und Frieden mit individuellem Karrieredrang und der Frage wie man mit Eifersucht und Egoismus umgehen soll. Dabei ist es sehr gut, Carol durchaus zwiespältig darzustellen. Die Kulturwissenschaftlerin hasst Martin Masur und hat den Ideendiebstahl noch immer nicht verschmerzt. Dementsprechend entsetzt reagiert sie darauf, dass Masur auf Vrinda auftaucht. Im Laufe der Handlung und je mehr sie mit dem Gerät experimentiert steigen ihre negativen Gefühle gegenüber Masur.

Das ist dann letztlich der schwächste Aspekt des Romans: Masur stellt sich tatsächlich als gewissensloser, egoistischer Mensch heraus, der ausschließlich zu seinem eigenen Wohl handelt. Tatsächlich ist er dazu bereits für seine eigene Karriere einen ganzen Planeten in den Bürgerkrieg zu stürzen. Immerhin gelingt es Ciencin ein geniales Szenario zu konstruieren, indem Carol – egal, was sie tut – auf jeden Fall Masurs Karriere unterstützt. Carols Verzweiflung in dieser Situation ist sehr gut fühlbar.

Sehr gelungen sind die Auswirkungen des Geräts: Es steigert die aggressiven Gefühle des Benutzers. Carol hat dadurch große Probleme, sich tatsächlich auf ihre Mission, einen Bürgerkrieg zu verhindern, zu konzentrieren. In einem starken Finale gelingt ihr das abschließend dennoch. Zwar erscheint die friedliche Lösung am Ende etwas überzogen und unrealistisch, der Weg dahin ist jedoch sehr überzeugend.

Die Episode endet mit dem Scheitern Masurs eigentlich sicheren Plans, wodurch auch seine Feindschaft mit Carol durch einen Schicksalsschlag endet. Dieses Ende ist überraschend hart für Masur und zwingt Carol nicht ihren Hass selbst zu überwinden. Aber es bietet Carol die Möglichkeit, ihr Leben von nun an mit weniger negativen Gefühlen zu planen. Diese Entwicklung Carols ist sehr gut dargestellt und macht "Zeitalter der Unvernunft" so lesenswert wie den Vorgänger.

Fazit: "Zeitalter der Unvernunft" ist eine weitere überzeugende Charaktergeschichte, die die Ereignisse aus Feuersturm verarbeitet. Trotz eines etwas überzeichneten Bösewichts gelingt es Ciencin, sich überzeugend mit Carols Abramowitz negativen Gefühlen auseinanderzusetzen und eine glaubwürdige Charakterentwicklung auf wenigen Seiten darzustellen.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Zeitalter der Unvernunft"

Originaltitel "Age of Unreason"

Buchreihe S.C.E.

Autor Scott Ciencin

Preis 2,99

Umfang 100 Seiten

Verlag Simon & Schuster Pocket Books


(wc - 07.12.16)


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