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Martin Weinrich (wc)22.11.15

"Der Hippokratische Eid"

Glenn Hauman

Inhalt

Dr. Elizabeth Lense steckt in einer milden Depression fest und lässt alle Routineaufgaben von dem medizinischen Notfallhologramm erledigen. Das besorgt Captain Gold, sodass er sie, in Ermangelung eines Bordpsychologen, regelmäßig zu Therapiesitzungen zitiert. Dabei entdeckt er rasch den Grund für die Schuldgefühle seiner Ärztin: Aufgrund des Verdachtes, genetisch manipuliert worden zu sein, wurde sie während des Dominion-Krieges verhaftet. In der Folge des Krieges verlor ihr Schiff einen Großteil der Besatzung in Kampfhandlungen und sie konnte keinem ihrer Freunde helfen. Bevor Gold seiner Ärztin helfen kann, wird sie auf unangenehme Art gefordert: Auf Shermans Planet bricht ein äußerst tödliches Virus aus. Nur die da Vinci ist in der Nähe und es bleiben nur noch Stunden bis das Virus alle Menschen auf dem Planeten tötet.

Kritik

Ein Virusausbruch auf Shermans Planet stellt Dr. Elizabeth Lense vor die größte Herausforderung ihrer Karriere.
"Der Hippokratische Eid" ist eine dicht erzählte Novelle. Das liegt daran, dass der Autor eine Reihe von Themen – Lenses Depression, der Ausbruch des Virus sowie die anschließende Heilung – auf engem Raum unterbringt. Der Erzählfluss hat dadurch kaum Durchhänger. Außerdem wählt Haumann eine recht innovative Erzählform. Bereits in den ersten Kapiteln zitiert Captain Gold seine Bordärztin zu einer privaten Unterhaltung. Anschließend werden die Gespräche über ihre Depression, die bereits in vorherigen Episoden angedeutet wurde, im Protokollstil wiedergegeben. Dies schafft eine sehr unmittelbare Atmosphäre.

Leider weiß Haumann dieses Stilmittel nicht zu meistern. Er hätte aus der Novelle eine einzige Therapiesitzung machen können und einem da Vinci-Charakter somit auf den Zahn fühlen können. Stattdessen entscheidet er sich aber für eine merkwürdige Mischung aus Protokollen und Krisenbewältigung, die nicht wirklich aufgeht.

Denn Lenses Lösung des Problems ist relativ schwach: Nach einem kurzen Gespräch mit einem Ingenieur, entscheidet sie sich, alle Bewohner des Planeten genetisch zu manipulieren. Das übertritt natürlich die engen Gesetze der Föderation hinsichtlich genetischer Experimente. Trotzdem lässt Gold sich nur all zu bereitwillig überreden, seine Ärztin zu unterstützen. Dies ist einerseits ein interessanter Moment, der zeigt, dass Gold seiner Crew vertraut und alle Mitglieder unterstützt. Andererseits wird all das zu simpel dargestellt.

Denn für die Gesetze spricht nicht nur das Beispiel des eugenischen Krieges. In den Nachwirkungen der genetischen Aktion steht kurz die Frage im Raum, ob Lense für ihre Taten bestraft werden sollte. Einige Bewohner von Shermans Planet sagen dazu, dass sie den Virus ja auch auf der Erde freisetzen könnten – man würde dann sehen, was die Föderation in dem Fall entscheiden würde Hier zeigt sich aber bereits ein indirektes Überlegenheitsgefühl der Bewohner des Planeten. Sie sind nun gegen dieses Virus geschützt – wer weiß, ob nicht einer von ihnen daraus Kapital schlagen wird. Haumann blendet diese Überlegungen völlig aus. Für ihn löst Lense das Dilemma, vor dem sie steht, mit dem genetischen Eingriff und damit ist die Geschichte beendet. Das ist ein enttäuschender Umgang mit einem brisanten Thema.

Fazit: "Der Hippokratische Eid" ist eine Kurzgeschichte mit viel Potential. Lenses Depression ist ein interessanter Charakterfall, die anschließenden Gespräche mit dem Captain ein innovatives Stilmittel. Die Verlagerung der Geschichte auf einen Virusbefall auf Shermans Planet kann hingegen aufgrund einer zu oberflächlichen Bearbeitung des Themas nicht überzeugen.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Der Hippokratische Eid"

Originaltitel "Oaths"

Buchreihe S.C.E.

Autor Glenn Hauman

Preis 2,99

Umfang 0 Seiten

Verlag Simon & Schuster Pocket Books


(wc - 22.11.15)


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