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Thomas Götz (tg)06.12.17

"Zweite Natur"

David Mack

Inhalt

Im verzweifelten Versuch, den Vorteil gegenüber ihren Rivalen zu wahren, schickt die Föderation zwei Schiffe – den Aufklärer Sagittarius und den Kreuzer Endeavour – in die Taurus-Region, um die Geheimnisse des riesigen Gebiets zu ergründen. Dort entdeckt die Besatzung der Sagittarius die Tomol – eine Spezies, deren Mitglieder mit Erreichen des Erwachsenenalters rituellen Selbstmord begehen. Bevor sie die Tomol jedoch aus dem Kreislauf der Selbstzerstörung befreien können, muss sich die Crew zunächst selbst retten – vor dem niederträchtigsten klingonischen Captain, den es jemals gegeben hat.

Kritik

Mit "Star Trek - Seekers" beginnt eine neue Buchreihe zu TOS-Zeiten, welche quasi als Fortsetzung zu Vanguard konzipiert ist. Vorausschicken sollte man an dieser Stelle aber, das man die Vanguard-Reihe nicht gelesen haben muss, um dieses Buch zu verstehen. Zwar gibt es ein paar Anspielungen auf die Vorgänger und auch Teile der Geschichte beziehen sich darauf, dies ist aber vernachlässigbar und auch Neulinge dürften keinerlei Einschränkungen im Lesevergnügen erhalten.
Die Quasi-Fortsetzung zu Vanguard, die zugleich eine neue Serie startet. Ein neues Schiff, das einen neuen Planeten erforscht.

Der Roman stammt aus der Feder von David Mack, der mittlerweile sowas wie ein Star Trek-Routinier ist. Er kennt also das Universum und hat seine Charaktere im Griff - und meist die ein oder andere Weltenvernichtungswaffe in der Hinterhand. Das ist in diesem Buch nicht ganz so schlimm, wie in einigen seiner anderen, auch wenn man die mutierten Außerirdischen mit Gutdünken fast als so eine Waffe bezeichnen könnte.

Aus Vanguard selbst sind nur ein oder zwei Charaktere in die neue Reihe übernommen worden, wobei Captain Terrell eher aus dem zweiten Film stammt. Die Geschichte beginnt daher auch mit einer Vorstellung der Charaktere. Auf den ersten 50 Seiten passiert nicht viel und man wird Zeuge der Frotzeleien der Crewmitglieder. An dieser Stelle ein durchaus akzeptabler Kniff, auch wenn man natürlich merkt, das dieser etwas die Handlung ausbremst. Im weiteren Verlauf gewinnen die Charaktere aber durchaus an Sympathie und man gewöhnt sich an sie und ihre Sprüche.

An dieser Stelle muss aber gesagt werden, das charakterlich nicht die Sternenflottenleute an erster Stelle stehen sondern die Außerirdischen Tomol. Und auch die Klingonen bleiben im Vergleich dazu, obwohl mit Kang ein alter Bekannter auftaucht, etwas blass. Dies mag mitunter auch daran liegen, das man zu beiden Kulturen an dieser Stelle nicht viel Neues beizutragen hätte. Aber auch sonst werden wichtige moralische Fragen, wie etwa ob man sich einmischen soll (Stichwort: Erste Direktive) gar nicht behandelt bzw. wird die Entscheidung durch das Eingreifen der Klingonen und später dem mehr als offen auftauchenden Schiffen der Föderation abgenommen.

Hier hätte man durchaus noch einiges an Potential vor allem für die Bezugspersonen des Lesers herausholen können. Dafür bleibt aber immerhin die Geschichte um die Tomol interessant. Sicher, im Kern ist es das übliche rebellieren eines Kindes gegen die Eltern (in diesem Fall: die Kultur), wobei man den sich vollziehenden Wandel durchaus als Metapher sehen kann. Korrumpiert absolute Macht? Oder ist die Veränderung wirklich so schwerwiegend, das man nicht mehr klar denken kann? Zumindest an dieser Stelle hat man seinen Trek-typischen moralischen Konflikt, der sich bis zum Ende des Bandes hinzieht. Da die Reihe noch weiter geht, wird die Geschichte auch am Ende nicht aufgelöst.

Als kleinen Bonus gibt es noch weitere Anspielungen auf Kirk und die Bewahrer - nebst einiger für Fans witzigen Szenen - sowie natürlich mit der Sagittarius ein neues Schiff, welches auch das Cover des Buches ziert. Überraschenderweise sollte man sich aber nicht zu sehr an dieses gewöhnen, denn, Spoiler, es wird den Band nicht überleben. Für eine neu eingeführte Schiffsklasse, die gleich wieder abserviert wird, durchaus ein netter kleiner Twist. So oder so bleibt zu sehen, wie sich die weiteren Bände der Reihe schlagen werden.

Fazit: Eine Geschichte, die sich vor allem auf ein Alien-Volk konzentriert, wohingegen die menschlichen Charaktere etwas blass bleiben. Das muss nicht schlecht sein, allzu große moralische Dilemma werden aber zugunsten einer Straight-Forward-Geschichte auch nicht aufgemacht. Als Auftaktband dennoch recht solide, auch wenn sicher hier und da mehr drin gewesen wäre.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Seekers - Zweite Natur"

Originaltitel "Seekers - Second Nature"

Buchreihe Vanguard

Autor David Mack

Übersetzer Susanne Picard

Preis 14 Euro

Umfang 349 Seiten

Verlag CrossCult

ISBN 978-3-95981-437-9

(tg - 06.12.17)


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