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Matthias Wieprecht (we)26.12.13

"Batman - Gotham Knight" Folge 2

Es herrscht Krieg

Eine Kritik von Matthias Wieprecht zum zweiten Teil der "Batman"-Hörspielreihe.

Teil 1 der Hörspielreihe "Gotham Knight" ("Der Mann in Schwarz", Original: "Have I got a story to tell you") von Hiscore Music endete eigentlich erst mitten im zweiten Teil, jedenfalls wenn man sich nach den animierten DVD-Filmen richtet, nach denen das Buch (von Louise Simonson) geschrieben wurde, welches hier als Vorbild zur Hörspielreihe dient.

"Krieg" heißt der zweite Teil der "Batman"-Hörspielreihe "Gotham Knight".
So beginnt die zweite Zeichentrickfolge "Crossfire" (Kreuzfeuer) damit, dass Detective Allen recht verärgert wahrnehmen muss, dass sich wieder einmal Batmans Schatten auf dem matten Glaseinsatz in Kommissar Gordons Tür abzeichnet. Kurz nach Batmans Verschwinden werden Montaoya und Allen hereingerufen und damit beauftragt, einen Psychopathen, den Batman Gordon als Geschenk mitbrachte, nach Arkham Asylum zu bringen. Nachdem sie diesen Botengang erledigt haben, geraten die Kollegen in einen Streit darüber, was Batman ist. Detective Allen ist sich sicher, dass Batman ein Verbrecher ist, da er Selbstjustiz verübt. Schließlich hält Montoya den Wagen an und sie parken ausgerechnet da, wo sich die italienische und die russische Gangsterbande treffen, um einmal klarzustellen, wer das Sagen hat.

Montoya und Allen geraten ins Kreuzfeuer. Die Lage scheint aussichtslos. Hier beginnt der zweite Teil der Hörbuchreihe, mit dem Namen "Krieg". Ob Allen und Montoya aus dieser brenzligen Situation herauskommen, möchte ich nicht vorwegnehmen. Interessant jedoch ist, dass nach dieser Auseinandersetzung zwischen Maronis Leuten und der Bande des Russen Teil 2 der Filmepisoden bereits vorbei ist (eine Folge dauert zirka 17 Minuten). Es folgt die Film-Episode "Field Test", die in dem vorliegenden Hörbuch inhaltlich komplett enthalten ist und genau in dem Moment beginnt, in dem Bruce Wayne jene geheime Abteilung von Lucius Fox betritt.

Nun ist in diesem Hörspiel erstmals Jürgen Thormann als Alfred zu hören. Thormann ist sozusagen ein special guest, der sicher nicht nur von den Fans der einstigen Trilogie mit Applaus wahrgenommen wird! Natürlich eine geniale Besetzung, schließlich ist er auch der Synchronsprecher von Michael Caine, der in der Verfilmung mit Christian Bale den Alfred mimte. Nur ist diese Wahl auch riskant: Wenn nun Rotermund-Wayne und Thormann-Alfred miteinander sprechen, wünscht man sich unter Umständen für einen Augenblick den David Nathan wieder, der ursprünglich Bale synchronisierte. Dabei ist Rotermunds rauchige Stimme mehr als passend, nur eben nicht so vertraut.

Auch stellt sich die Frage, warum nicht Klaus Sonnenschein den Lucius Fox spricht. Doch sieht man sich die DVD-Episoden an, die letztlich das Vorbild abgeben, so bemerkt man, dass sich diese Reihe zwar an die Bale-Adaption anlehnt, ohne sie jedoch absolut fortzuführen: Der Lucius Fox in den DVD-Episoden ist ein Afroamerikaner, ja. Aber er sieht Morgan Freeman nicht im Geringsten ähnlich. Ebenso wenig tut es der Bruce Wayne der Original-Episoden. Auch die Synchronsprecher der amerikanischen Original-Episoden werden keinesfalls von Bale, Caine und Co. gesprochen! So spricht der Schauspieler Kevin Conroy den dunklen Ritter, der − um die Verwirrung perfekt zu machen − von David Nathan in der deutschen Adaption der DVD − Episoden gesprochen wird. Dort jedoch spricht beispielsweise Hans−Werner Bussinger den Lucius Fox und Engelbert von Nordhausen den Alfred. So interessant diese Hintergründe aber letztlich sein mögen, verdient diese Zusammenstellung neuer Sprecher Anerkennung! Dabei ist Rotermunds rauchige Stimme genau die richtige Mischung von Playboy-Image und verwegenem Superheld. Übrigens sprach auch Rotermund einmal den Bale − und zwar in "Public Enemies" (weil Johnny Depp mitspielte und dieser schon von David Nathan synchronisiert wurde ...).

Wenden wir uns kurz noch einmal der Handlung dieses zweiten Hörspiels zu, so erleben wir, wie Batman sich bemüht, so eine Art Ordnung in die Verbrecherwelt zu bringen - jedenfalls zwischen die italienische und die russische Gangsterorganisation vor Ort. Wir erleben einen Bruce Wayne, der seine Kontakte und seine beste Maske − die des Playboys − nutzt, um Informationen zu sammeln. Dabei mischen sich Action und Handlung in guter Ausgewogenheit und wissen zu unterhalten.

Erwähnenswertes Detail ist das Vorkommen eines Clubs mit dem Namen "Bill Finger". Kein Zufall sicherlich, ist doch Bill Finger jener Berater des Batman-Erfinders Bob Kane gewesen, der ihm dazu riet, Batman Flügel zu geben − also ein Cape − und das Batman ein Superheld ohne Super-Fähigkeiten sein solle.

Die Musik von Sebastian Pobot und Florian Moser ergänzt und unterstreicht das Unheimliche, das Spannende, die Action auf gekonnte Weise. Es macht mehr Spaß, die Folgen zu hören als sie zu sehen, weil die Fantasie anders zeichnet als dies möglicherweise in den Filmen vorgegeben ist. Wenn beides, so empfehle ich, zuerst zum Hörspiel zu greifen. Es ist meiner Ansicht nach stimmungsvoller und runder als die DVD-Episoden.

Schließlich endet die Folge wieder mit einem Cliffhanger, wenn Batman in der Kanalisation der Narrows auf Spuren stößt, die aus einer dunklen Vorahnung eine sichere Gefahr werden lassen. Die Fortsetzung heißt übrigens "Monster" und die entsprechende DVD-Episode "In Darkness dwells". Es bleibt also spannend!

"Gotham Knight 2 – Krieg" ist jetzt im Handel, unter anderem bei Amazon.de, erhältlich.

Diese Hörspielrezension ist auch zusammen mit weiteren Texten aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror in der Dezember-Ausgabe unseres monatlichen Magazins "Incoming Message" erschienen. Falls Sie die "Incoming Message" noch nicht abonniert haben, können Sie das Internet-Magazin zusammen mit unserem wöchentlichen Newsletter "TrekZone Weekend" hier kostenlos bestellen.

(we - 26.12.13)


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