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Christiane Gref (gr)14.08.12

"Der schreiende Schädel" und "Gesellschafterin gesucht"

Folgen 64 und 65 der Reihe "Gruselkabinett"

Was gibt es Schöneres, als die lauen Sommernächte mit einem Hörbuch auf der Terrasse zu verbringen? Hier zwei Empfehlungen von Christiane Gref.

"Der schreiende Schädel"

Der Kapitän a. D. Charles Braddock erbt von seinem Cousin ein Haus. Doch die Freude währt nur kurz, denn bald nach seinem Einzug in das Anwesen ertönen schreckliche Schreie in der Nacht. Braddock lädt seinen Freund James ein und erhofft sich mit dessen Hilfe Erlösung vom nächtlichen Spuk. Gemeinsam rekapitulieren sie die Todesfälle des Cousins sowie dessen Frau. Hat der ominöse Schädel etwas mit dem Spuk zu tun? Wenn ja, um wen handelt es sich? Diesen und weiteren Fragen stellen sich die beiden Männer in nur einer Nacht. Sie gelangen zu einer grausamen Erkenntnis.

Die Folge "Der schreiende Schädel" ist auf substanzielle Art gruselig. Man versetze sich nur in die Lage von Charles Braddock, der Nacht für Nacht von fürchterlichem Geschrei aufgeweckt wird. Und den darüber hinaus Schuldgefühle plagen, weil er sich einen Gutteil Schuld an der Familientragödie gibt. Wenig hilfreich erweist sich anfangs sein Freund James, der zum Zuhörer degradiert der bizarren Geschichte des ehemaligen Kapitäns lauscht. Doch dann bricht der Ermittler in ihm durch und er beginnt, delikate Fragen zu stellen. Der Hörer wird zu den kleinen Episoden der Vergangenheit mitgenommen und erfährt häppchenweise, was sich damals zutrug.

Die Figur des Captain Charles Braddock wird von Horst Naumann in bärbeißiger Manier gesprochen. Rolf Berg lieh James seine Stimme. Des Weiteren sind zu hören: Matthias Keller als Dr. Luke Pratt, Susanne Uhlen als Emma Pratt, Patrick Wolff als Jim Trehearn und die schottischen Haushälterinnen von Janina Sachau und von Julia Stoepel.

Das Hörspiel ist durchsetzt mit gruseligen Toneffekten. Besonders die Schreie des Schädels gehen einem durch Mark und Bein. Das Cover gemahnt an ein Stillleben von Carl Schuch. Man sieht einen Schädel auf einem Silbertablett, dahinter eine Weinkaraffe sowie eine brennende Kerze. Gemalt wurde die Szenerie von Firuz Askin.

Die Geschichte basiert auf der Vorlage "The Screaming Skull" von Francis Marion Crawford.

Fazit: Eine gruselige Geschichte, bei der sich die Nackenhaare sträuben. Schön erzählt und in Szene gesetzt, ist sie auf jeden Fall einen Kauf wert.

Erhältlich ist "Der schreiende Schädel" als CD (bei Amazon.de für 8,99 Euro) oder MP3-Download.



"Gesellschafterin gesucht"

Die junge Bella Rolleston benötigt dringend Geld, um sich und ihre Mutter zu ernähren. Als sie eine Arbeitsstelle als Gesellschafterin in Aussicht hat, verspricht sie, alles zu tun, um nur die Anstellung zu erhalten. Die Arbeit scheint vorerst auch einfach zu sein. Die alte Dame, Lady Ducayne, ist eine Eigenbrötlerin. Nur selten muss Bella ihr aufwarten. Als Lady Ducayne zur Sommerfrische nach Italien reist und sie mitnimmt, glaubt sich Bella im Land der Träume. Sie lernt dort das Geschwisterpaar Herbert und Lotta Stafford kennen und freundet sich mit ihnen an. Plötzlich kippt die gute Stimmung, als Herbert und Lotta den Ort verlassen, um für etliche Monate woanders ihre Ferien zu verbringen. Alpträume suchen Bella heim und mit jedem Tag fühlt sie sich schwächer und kranker. Als Lotta und Herbert zurückkehren, erkennen sie ihre Freundin kaum wieder. Bella ist blass und abgemagert. Herbert, der angehender Arzt ist, bangt um Bellas Leben. Er stellt sich die Frage, was die alte Lady ihr wohl angetan haben mag.

"Gesellschafterin gesucht" spielt zur Wende des 20. Jahrhunderts. Die Klassenstrukturen sind sehr ausgeprägt. So verwundert es nicht, wie naiv und unterwürfig sich Bella verhält. Lady Ducayne, obwohl immer freundlich, hat etwas von einem Insekt an sich, das man niemals anfassen, sondern nur mit der Zeitung nach draußen befördern würde. Auch der Leibarzt der Lady, Doktor Parravicini, ist ein unsympathischer Zeitgenosse. Der Hörer merkt schnell, dass Bella in einem goldenen Käfig sitzt, dass sich die Situation verschärft, Bella daran jedoch nichts ändern kann. Das macht, finde ich, den Horror dieser Folge aus: sein Schicksal nicht selbst in die Hand nehmen zu können, weil die Konsequenzen zu schwerwiegend wären.

Als Basis diente die Erzählung "Good Lady Ducayne" von Mary E. Braddon.

Die Sprecher geben sich alle Mühe, den Charakteren gerecht zu werden. Bella wird wunderbar hilflos von Julia Stoepel gesprochen, Miss Torpinter, die geldversessene Dame aus der Agentur, spricht Susanne Tremper, für Lady Ducayne stand Ingrid van Bergen zur Verfügung. Mit dabei außerdem: Patrick Wolff (Dr. Herbert Stafford), Janina Sachau (Lotta Stafford), Rolf Berg (Dr. Parravicini), Anja Kruse (französische Zofe Florence). In weiteren Nebenrollen: Dagmar von Kurmin, Lothar Didjurgis, Hildegard Meier, Susanne Uhlen und Christian Wolff.

Die Toneffekte sind dezent und werden nur in den Sequenzen von Bellas Alpträumen etwas lauter. Auf dem Cover sieht man Lady Ducayne auf einer Treppe stehen, die Hand auf dem Geländer. Ihre Miene ist streng. Gezeichnet wurde das Bild von Firuz Askin.

Fazit: Ein ruhigerer Vertreter des Horrors, der die damalige Zeit sehr gut transportiert.

Erhältlich ist diese Folge als CD (bei Amazon.de für 8,98 Euro) oder als MP3-Download.

Vielen Dank an Titania Medien für die freundliche Bereitstellung der Rezensionsexemplare.

Diese Rezension ist auch zusammen mit weiteren Texten aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror in der August-Ausgabe unseres monatlichen Magazins "Incoming Message" erschienen. Falls Sie die "Incoming Message" noch nicht abonniert haben, können Sie das Internet-Magazin zusammen mit unserem wöchentlichen Newsletter "TrekZone Weekend" hier kostenlos bestellen.

(gr - 14.08.12)


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