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Christiane Gref (gr)30.06.14

Neue Hörspiele von Titania Medien

"Die Katze und der Kanarienvogel" und "Das Zeichen der Vier"

Hier gibt's was auf die Ohren: "Die Katze und der Kanarienvogel" und "Das Zeichen der Vier". Hörspiele für laue Sommernächte. Rezensiert von Christiane Gref.

"Die Katze und der Kanarienvogel"

Folgen 84 & 85 der Serie "Gruselkabinett" von Titania Medien. Nach einem Bühnenstück von John Willard

Am 20. Todestag von Cyrus West findet die Testamentseröffnung auf dem entlegenen Landsitz des Verstorbenen statt. Mit gemischten Gefühlen finden sich die sechs geladenen Angehörigen dort ein. Was keiner von ihnen ahnt, ist, dass der Erbberechtigte eine Nacht in der Bibliothek, dem Sterbezimmer von Cyrus West, verbringen muss, um das Erbe antreten zu dürfen. Das an sich wäre ja schon schlimm genug, denn die Haushälterin erzählt ständig, dass es in dem alten Gemäuer spuke, doch nach der Testamtseröffnung taucht auch noch ein Irrenwärter auf, der berichtet, dass ein Serienmörder aus der nahe gelegenen Anstalt geflohen sei. Die Gäste geraten in Panik.

Gruselkabinett Folgen 84 und 85
Als Vorlage für das Hörspiel diente das Theaterstück "The Cat and the Canary" des amerikanischen Autors John Willard. Es wurde insgesamt viermal verfilmt. So überrascht es nicht, dass Titania Medien den Stoff für ein Hörspiel der Gruselkabinett-Reihe adaptierte. Die Dialoge wurden etwas abgeändert, um sie der heutigen Zeit anzupassen. Auch die Feindseligkeit der Charaktere untereinander wirkt stärker als in den Filmen.

Die Sprecher sind wieder einmal exquisit ausgewählt. Dagmar von Kurmin, die Mammy Pleasant spricht, macht ihre Sache prima. Eckart Dux als Roger Crosby spricht den Rechtsanwalt mit rauer Stimme, und Sascha Wussow gibt den Harry Blythe wunderbar arrogant. Julia Stoepel als Cicily Young und Joseline Gassen als Susan Sillsby geben ein gutes Duett ab. Patrick Bach spricht den höflichen Charlie Wilder. Auch die anderen Sprecher machen einen guten Job, auch wenn sie hier nicht explizit erwähnt werden.

Dieses Hörspiel ist vom Thema her prädestiniert für Schockeffekte. Diese kommen auch in einigen Schlüsselszenen zum Tragen. Da es sich um ein Kammerspiel handelt, wurde auf getragene Musik, wie sie beispielsweise gerne bei Außenhandlungen verwendet wird, verzichtet. Knackige Sounds und ein paar Musikeinspieler verleihen der Handlung Geschwindigkeit.

Bewusst hat sich Titania Medien dafür entschieden, eine Doppelfolge aus dem Stoff von Willard zu machen. Dies hat dem Stück als Hörfassung gut getan. Die Handlung mit sechs Charakteren muss auch langsam aufgebaut werden, sonst käme man bei all den Namen und gegenseitigen Verstrickungen nicht mit. Auch wenn man die Filme kennt, ist diese Adaption etwas völlig Neues, da sie rein akustisch funktioniert.

Fazit: Ausgezeichnete Hörspieladaption des Theaterstücks. Wer ein Fan der alten Kriminalfälle ist, sollte hier zugreifen.



"Das Zeichen der Vier"

Folge 11 der Serie "Die geheimen Fälle von Sherlock Holmes" von Titania Medien

Mary Morstans Vater ist unter mysteriösen Umständen verschwunden, seitdem bekommt die junge Frau jährlich ein Paket mit einer wertvollen Perle. Eines Tages erhält sie eine Nachricht von ihrem unbekannten Freund. Er möchte sie treffen. Mary Morstan wird das Ganze nun suspekt. Sie sucht kurzerhand die Bakerstreet auf, um Sherlock Holmes und seinen Freund Doktor Watson um Hilfe zu bitten. Doktor Watson stellt fest, dass es sich bei Mary Morstan nicht nur um eine clevere Auftraggeberin handelt, sondern auch um eine sehr aparte Frau. Das Detektivgespann macht sich auf die Suche nach dem Versender der Perlen und muss dabei tief in die - nicht immer ruhmreiche - Vergangenheit Englands eintauchen.

Sherlock Holmes Folge 11
Titania Medien griff bei ihrer Auswahl auf einen Klassiker zurück. Die Originalfassung wurde nur unwesentlich gekürzt. Ein paar Szenen wurden der heutigen Zeit angepasst, was allerdings nicht stört. Es wird auf etliche, den Fans hinreichend bekannte Charaktere zurückgegriffen. Unter anderem natürlich die neugierige Haushälterin Mrs. Hudson sowie den Besitzer des freundlichen Spürhundes Toby. Auch die Straßenjungen, die Sherlock Holmes hin und wieder für seine Dienste rekrutiert, haben einen Einsatz, der den Lauf der Geschichte deutlich verändert.

Die Dialoge sind mit feinsinnigem Humor gewürzt und wirken natürlich.

Die Sprecher machen wie immer das Flair der Geschichte aus. Mit Janina Sachau, die Mary Morstan ihre Stimme lieh, hat Titania Medien eine gute Entscheidung getroffen. Ihr nimmt man das Flirten mit Doktor Watson ab, ebenso wie die Anregungen, die sie dem Detektivgespann mit analytischer Intelligenz präsentiert. Besonders überzeugend ist auch Peer Augustinski in der Rolle des Thaddeus Sholto sowie Christian Rode als Inspektor Jones. Aber auch Joachim Tennstedt musste sich einer Herausforderung stellen. In dieser Folge konsumiert Sherlock Holmes einiges an Drogen, was Tennstedt auch gelungen darstellt.

Die Musik ist wunderbar und dezent eingesetzt. Die Klänge führen den Hörer durch die Handlung und trennen die Szenen voneinander, ohne den Konsumenten herauszureißen.

Fazit: Diese Folge lohnt sich. Der Geschichte wird Zeit gegeben, sich zu entfalten. Dennoch ist die Spielzeit leider viel zu schnell vorbei.

Diese Hörspielrezension ist auch zusammen mit weiteren Texten aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror in der Mai-Ausgabe unseres monatlichen Magazins "Incoming Message" erschienen. Falls Sie die "Incoming Message" noch nicht abonniert haben, können Sie das Internet-Magazin zusammen mit unserem wöchentlichen Newsletter "TrekZone Weekend" hier kostenlos bestellen.

(gr - 30.06.14)

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