Christiane Gref (gr)
18.12.12
Ideales Weihnachtsgeschenk: "Die Schneekönigin"
Ein Hörspiel nach dem Märchen von Hans Christian Andersen
Lassen Sie unter dem Weihnachtsbaum Kindheitserinnerungen aufsteigen. Wer kennt es nicht, das schöne Märchen von der Schneekönigin? Allen, an denen die Geschichte in Kindertagen vorbeigegangen ist, legt Susanne Gref diese Hörspielfassung ganz besonders ans Herz.
Inhalt
Die Kinder Kay und Gerda sind beste Freunde. Plötzlich spürt Kay einen Stich im Herzen und hat diesen bald darauf schon wieder vergessen. Er weiß nicht, dass es sich um einen Splitter des bösen Zauberspiegels handelt. Der Spiegel, einst vom Teufel gefertigt, zerbarst aufgrund der Leichtsinnigkeit seiner Diener. Wer einen Splitter ins Auge oder ins Herz bekommt, der ist dazu verdammt, die Welt mit anderen Augen zu sehen.
Es kommt, wie es kommen muss. Kay verändert sich. Er wird gehässig, ungerecht und geht seine eigenen Wege. Auf diesen Moment hat die Schneekönigin, die ebenso gefühlskalt wie Kay ist, nur gewartet. Kurzerhand entführt sie den Jungen und nimmt ihn in ihren Palast aus Eis mit. Gerda ist zu Tode betrübt, als Kay nicht mehr nach Hause zurückkehrt. Sie weigert sich den Unkenrufen ihrer Großmutter Glauben zu schenken und beginnt die abenteuerliche Suche, bei der sie manches Mal ihr Leben riskiert.
Kritik
Die große Besetzungsliste wartet mit vielen bekannten Stimmen aus dem Fernsehen auf. Die Schneekönigin wird hervorragend von Susanne Uhlen gesprochen. Gerdas Stimme dürften die meisten Fantasy-Begeisterten kennen, denn Paulina Rümmelein spricht Arya Stark in "Game of Thrones". Hinter dem knurrigen Teufel steckt Tommi Piper und der Sprecher von Kay, Malte Wetzel, wurde bekannt durch "Milo und Mars" (als Milo). Erzählt wird die Geschichte von Christian Wolff ("SOKO 5113"). Insgesamt wirken 30 Sprecher an dem Stück mit.
Auf dem Klappentext steht, dass die Musik Tschaikowskis als Sounduntermalung genutzt wurde. An manchen Stellen passt sie nicht, finde ich. Mich hat klassische Musik noch nie hinter dem Ofen hervor geholt. Aber dies schmälerte zum Glück den Hörgenuss nur minimal.
Auf dem Cover ist die Schneekönigin abgebildet – und zwar so, wie ich sie mir als Kind immer vorgestellt habe. Eine Frau mit langen weißen Haaren. Neben ihr kauert im Schnee ein durchgefrorener Junge. Gezeichnet wurde das Cover von Firuz Askin.
Fazit: Wow! Kaufen!
Vielen Dank an Titania Medien für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
Diese Hörspielrezension ist auch zusammen mit weiteren Texten aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror in der Dezember-Ausgabe unseres monatlichen Magazins "Incoming Message" erschienen. Falls Sie die "Incoming Message" noch nicht abonniert haben, können Sie das Internet-Magazin zusammen mit unserem wöchentlichen Newsletter "TrekZone Weekend" hier kostenlos bestellen.
(gr - 18.12.12)
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