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Christiane Gref (gr)16.02.13

Kopfloser Reiter & Stimme der Nacht

"Gruselkabinett": Folgen 68 und 69

Sie suchen etwas für lange, dunkle Winterabende? Hier eine Empfehlung von Christiane Gref.

"Die Legende von Sleepy Hollow"

Folge 68 der Reihe "Gruselkabinett" von Titania Medien

(nach einer Erzählung von Washington Irving)

"Die Legende von Sleepy Hollow"
Eigentlich gibt es keinen Grund, das beschauliche Tal Sleepy Hollow zu meiden, doch die Bewohner der angrenzenden Gebiete sehen dies anders. Die schaurige Legende eines kopflosen Reiters ist in aller Munde. Eines Tages kommt ein neuer Dorfschullehrer nach Sleepy Hollow, Ichabod Crane. Er verliebt sich augenblicklich in die schöne Katrina van Tassel, die Tochter des Dorfvorstehers. Zu seinem Leidwesen hat er einen Nebenbuhler, der sich ebenfalls um Katrinas Gunst bemüht. Die Streiche, die dieser Ichabod spielt, um ihn bei Katrina auszustechen, werden immer ausgeklügelter. Doch ist es wirklich nur sein Rivale oder steckt hinter den schauerlichen Spielchen möglicherweise doch der kopflose Reiter?

Bislang kannte ich diese Geschichte nur in der Filmfassung und stellte fest, dass der Filmstoff wohl aus dramaturgischen Gründen stark von der ursprünglichen Geschichte abweicht. Der kopflose Reiter spielt bei Irving nur eine Nebenrolle. Im Vordergrund steht der naive Ichabod Crane, der um Katrinas Wohlwollen kämpft und der sich aufgrund seines schrägen Charakters schwer tut, Freunde im Dorf zu finden. Als ich mich von der filmischen Umsetzung gelöst hatte, fieberte ich unwillkürlich mit, ob es Ichabod gelingen würde, die schöne Katrina für sich zu gewinnen. Eine Liebeskomödie ist diese Folge dennoch ganz und gar nicht. Denn da sind die obskuren Geschehnisse, die Legende des Kopflosen, die immer wieder nebenbei eingeflochten wird. Und schließlich das Ende, das die Geschichte abrundet.

Die Sprecher standen dieses Mal vor der Herausforderung, eine Dorfgemeinschaft darzustellen, die sich Zeit ihres Lebens kennt. Das ist gut gelungen. Jens Wawrczeck als Ichabod Crane musste wie ein Fremdkörper agieren. Auch das kommt glaubhaft rüber. Mit dabei sind außerdem Hasso Zorn als Erzähler, Filipe Pirl, Konrad Bösherz, Hans-Jürgen Dittberner, Katarina Tomaschewsky, Anna Grisebach als Katrina, Martin Kautz, Benjamin Kiesewetter, Dirk Petrick und Wilfried Herbst.

Auf dem Cover sieht man einen kopflosen Reiter. In der einen Hand hält er ein Schwert, in der anderen einen beleuchteten Halloween-Kürbis. Gezeichnet wurde das Titelbild von Firuz Askin.

Fazit: Nicht so gruselig wie die Filmvorlage, aber kein Stück weniger unterhaltsam.



"Stimme in der Nacht"

Folge 69 der Reihe "Gruselkabinett" von Titania Medien

(nach einer Erzählung von William Hope Hodgson)

"Stimme in der Nacht"
Ein Schiff liegt, eingehüllt in dichten Nebel, in einer Flaute im Nordpazifik. Plötzlich nähert sich ein Ruderboot mit einem äußerst scheuen Insassen an Bord. Er weigert sich, auf das Segelschiff zu kommen, behauptet, er sei krank. George und Will, die Nachtwachen des Seglers, stehen vor einem Rätsel. Sie lassen Vorräte an einem Seil herab, die der kranke Mann im Ruderboot nur zu gerne in Empfang nimmt. Kaum hat er die Nahrung an Bord, rudert er unversehens davon. George und Will sind nicht wenig überrascht, als der Mann nach einigen Stunden zu ihnen zurückkehrt. Abermals weigert er sich, an Bord zu kommen. Was ist dies für ein Wesen, das mit menschlicher Stimme spricht? Und was will es von den beiden Nachtwachen?

Diese Folge hat mir außerordentlich gut gefallen. Als wäre es nicht schon gruselig genug, in einer Flaute in dickem Nebel festzustecken, setzt das unvermittelte Erscheinen des merkwürdigen Ruderboots noch einen drauf. Die Handlung nimmt eine völlig unerwartete Wendung und wird noch schauriger.

Vier Sprecher sind in dieser Folge an Bord. George wird von Benjamin Kiesewetter gesprochen, sein Kollege Will von Peter Reinhardt. Die Nachtwachen bleiben die Folge über ruhig im Tonfall, was den Horror eher noch verstärkt. John, der Ruderer in der Nacht, wird von Lutz Mackensy gesprochen, dessen Frau Vivian von Reinhilt Schneider. Die beiden Letzteren haben zweifelsohne den dynamischeren Part im Hörspiel. Exzellent umgesetzt. Besonders erwähnenswert ist die musikalische Untermalung, die eine weitere Facette von Hoffnungslosigkeit in das Stück einwebt.

Auch das Cover ist gelungen. Man sieht zwei Männer auf das offene Meer hinausblicken, Entsetzen in den Gesichtern.

Fazit: Eines der gruseligeren Stücke und sehr stimmungsvoll in Szene gesetzt.

Vielen Dank an Titania Medien für die freundliche Bereitstellung der Rezensionsexemplare.

Diese Hörspielrezensionen sind auch zusammen mit weiteren Texten aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror in der Januar-Ausgabe unseres monatlichen Magazins "Incoming Message" erschienen. Falls Sie die "Incoming Message" noch nicht abonniert haben, können Sie das Internet-Magazin zusammen mit unserem wöchentlichen Newsletter "TrekZone Weekend" hier kostenlos bestellen.

(gr - 16.02.13)

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