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Christiane Gref (gr)27.05.14

"Die Elfen von Cottingley" und "Der Vampir von Sussex"

Zwei "Sherlock Holmes"-Hörspiele von Titania Medien

"Die Elfen von Cottingley" und "Der Vampir von Sussex" - Folge 9 und 10 aus der Reihe "Sherlock Holmes: Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs", rezensiert von Christiane Gref.

Folge 9: "Die Elfen von Cottingley"

"Sherlock Holmes" Folge 9
Der werte Sir Arthur Conan Doyle selbst ist zu Gast bei Sherlock Holmes und Doktor Watson. Im Gepäck hat er außergewöhnliche Fotografien, die tanzende Elfen an einem idyllischen Bachlauf in Cottingley, Yorkshire zeigen. Aufgenommen wurden die Fotos von zwei Mädchen, die behaupten, regelmäßig am Wasser auf die Elfen zu treffen. Doyle bittet die beiden Detektive um eine fachliche Einschätzung, da er von der Echtheit der Bilder überzeugt ist und sich eine zusätzliche Bestätigung einholen möchte. Holmes sieht die Sachlage jedoch anders und beginnt, Indizien zu sammeln, die belegen, dass die Fotos gefälscht sind. Allerdings wird er mit zwei Problemen konfrontiert: Ein Puzzlestück will sich nicht so recht in das Bild einer Fälschung fügen, und Holmes gerät unter Zeitdruck, plant Doyle doch eine baldige Veröffentlichung der Bilder in einem führenden wissenschaftlichen Magazin.

Diese Story ist eine der ruhigeren Sorte. Es geht nicht um Leben und Tod, sondern um analytischen Sachverstand. Da Arthur Conan Doyle sehr unsympathisch und von sich selbst überzeugt dargestellt wird (gesprochen von Sigmar Solbach), drückt man als Hörer unweigerlich dem Detektivteam Holmes und Watson (Joachim Tennstedt und Detlef Bierstedt) die Daumen, den Fall zu Ungunsten von Doyle zu lösen. Die zwei Mädchen, gesprochen von Anita Lochner und Maria Koschny, kommen als unschuldige Elfenbeobachterinnen gut rüber. Die besorgte Tante wird von Luisa Wietzorek gesprochen.

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Passend zur Geschichte werden aufregende Soundeffekte vermieden und der Fokus auf die Dialoge der Beteiligten gelegt. Auf dem Cover sind die beiden Mädchen Polly und Elsie zu sehen, die von einem Schwarm &ätherisch anmutender Elfen umgeben sind.

Fazit: Für Actionjunkies weniger geeignet. Alle, die ruhige Kriminalfälle ohne Leichen schätzen, sind mit dieser Folge bestens bedient.



Folge 10: "Der Vampir von Sussex"

"Sherlock Holmes" Folge 10
Gleich zwei CDs mit insgesamt vier spannenden Fällen erwarten die Hörer.

Der Vampir von Sussex

Eine junge Mutter wird von der Haushälterin dabei ertappt, wie sie offensichtlich das Blut ihres einjährigen Sohnes trinkt. Der Ehemann ist entsetzt und verfügt, dass der Säugling in der Obhut der Haushälterin verbleiben soll. Ein schrecklicher Fall von Vampirismus oder steckt gar etwas anderes dahinter? Holmes und Watson reisen nach Sussex, um dem Geheimnis auf den Grund zu kommen.

Eine tolle Geschichte mit einem cleveren Twist am Ende. Ich war gespannt, wie sich die Story auflöst. Mit diesem Ende hätte ich jedoch nicht gerechnet. Als Sprecher wurden abermals für Sherlock Holmes und Doktor Watson das eingespielte Team Joachim Tennstedt und Detlef Bierstedt verpflichtet. Robert Ferguson, der besorgte Ehemann, wird hervorragend von Charles Rettinghaus gesprochen. Der südamerikanischen Ehefrau Isabella lieh Evelyn Maron ihre Stimme. Die Zofe Dolores wurde von Arianne Borbach gesprochen, die ich - aufgrund des Akzentes der Rolle - nicht erkannte. Jack, der ältere Stiefbruder des malträtierten Babys, wurde von Lucas Mertens gesprochen.

Die Story wurde auch für das Cover verwendet und macht reichlich was her. Man sieht ein blutüberströmtes Baby in den Armen einer böse dreinblickenden Frau. Ziemlich gruselig und höchst interessant.

Das gefleckte Band

Helen Stoner möchte heiraten, hat jedoch Angst, kurz vor ihrer Hochzeit zu sterben. Holmes und Watson sind sofort Feuer und Flamme für den Fall. Denn warum hat eine junge Frau bereits graue Haare, was hat es mit dem mysteriösen Tod der Zwillingsschwester kurz vor deren Heirat auf sich und was bedeutet die ominöse letzte Warnung, die Helen Stoner von ihrer sterbenden Schwester erhält, sie solle sich vor dem gefleckten Band in Acht nehmen? Ehe das Detektivgespann sich zum Wohnsitz der Stoners begibt, trifft der Stiefvater von Helen aufgebracht in der Bakerstreet ein und bedroht die beiden. Jetzt erst recht, denkt sich Holmes und geht unverdrossen der Lösung des Falls nach.

Eine spannende Geschichte, bei der die Rollenverteilung von Gut und Böse bereits am Anfang feststeht. Helen Stoner (Arianne Borbach) ist so verzweifelt, dass man die Ärmste am liebsten trösten würde. Der Stiefvater indes ist dermaßen unsympathisch, dass man ihm alles Mögliche an den Hals wünscht. Heinz Ostermann hat als Sprecher des fiesen Dr. Roylott ganze Arbeit geleistet.

Die Soundeffekte sind hier gut platziert, gerade am Ende sorgen sie reichlich für Spannung.

Der Fall Milverton

Charles Augustus Milverton ist ein Erpresser der übelsten Sorte. Nicht nur eine Hochzeit der britischen High Society hat er bislang platzen lassen. Sherlock Holmes und Doktor Watson haben es mit einer verzweifelten Klientin zu tun, die ebenfalls von Milverton mit einem Bündel Liebesbriefe erpresst wird und das Lösegeld für ihre hitzigen Zeilen nicht aufbringen kann. Doch was tun gegen einen Mann, der mit allen Wassern gewaschen ist und der es sogar schafft, Holmes aus der Reserve zu locken?

Dies ist einer der lustigeren Fälle. Zwar scheint das zu Beginn ganz und gar nicht der Fall zu sein, doch im Laufe der Handlung entwickelt sich der Humor und Sherlock Holmes darf sich auch einmal wieder verkleiden. Milverton wird exzellent von Hans Werner Bussinger gesprochen. Der Racheengel, Mrs. X, von Rita Engelmann und der Inspektor, der unseren Detektiven auf den Pelz rückt, von Christian Rode.

Der Teufelsfuß

Eigentlich möchte Holmes sich in Cornwall entspannen und eine langwierige Krankheit auskurieren, doch plötzlich scheint in der kleinen Ortschaft der Teufel umzugehen. Kartenspielende Irre, eine tote Schwester über der Stuhllehne und ein Pfarrer, der die Welt nicht mehr versteht. Als sogar im Pfarrhaus eine Leiche auftaucht, strengen sich Holmes und Watson mehr denn je an, den Täter zu finden. Sie legen sich so ins Zeug, dass sie sogar vor einem tödlichen Selbstversuch nicht zurückschrecken.

Das Beste zum Schluss heißt es so schön. Für mich war diese Geschichte die stärkste. Der Mörder geht außerordentlich grausam zu Werke und ich habe mich stellenweise gegruselt. Außerdem ist die Handlung schön verzwickt. Ein El Dorado für jedes Ermittlerherz. Als Sprecher haben wir hier Jürg Löw als Löwenjäger Dr. Leon Sterndale, Dagmar Altrichter als Mrs. Porter, David Nathan als Mortimer Tregennis sowie die beiden "alten Hasen" Joachim Tennstedt und Detlef Bierstedt.

Fazit: Das Viererpaket ist eine gelungene Zusammenstellung von kürzeren, aber nichtsdestotrotz spannenden Fällen des Detektivteams mit einer Spielzeit von über 150 Minuten. Die Mischung der Geschichten in Bezug auf Handlung und Orte hat mir ebenfalls sehr gefallen. Ich kann Folge 10 uneingeschränkt weiterempfehlen.

Diese Hörspielrezension ist auch zusammen mit weiteren Texten aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror zuvor in unserem monatlichen Magazin "Incoming Message" erschienen. Falls Sie die "Incoming Message" noch nicht abonniert haben, können Sie das Internet-Magazin zusammen mit unserem wöchentlichen Newsletter "TrekZone Weekend" hier kostenlos bestellen.

(gr - 27.05.14)

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