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Matthias Wieprecht (we)19.05.14

"Sherlock Holmes und die Zeitmaschine"

Eine Art Rezension zum Hörspiel

Sherlock Holmes gibt Ihnen was auf die Ohren ... Eine Rezension von Matthias Wieprecht.

Die phantastischen Kriminalfälle, die ursprünglich im BLITZ-Verlag erschienen sind, kopieren nicht nur sehr treffend den Stil von Conan Doyle, sondern gehen weiter, erlauben sich erzählerischen Frei- und Spielraum. Dies gilt nicht nur für den Stil, sondern auch für die Inhalte. Sie sind faszinierend und der Leser wird relativ schnell eine Entscheidung zu treffen haben: Ob ihn diese Art von Sherlock-Holmes-Geschichten kalt lassen, da sie von so viel freiem Spiel durchdrungen sind − oder ob er sie genau deshalb besonders zu schätzen weiß.

Wer, bei aller Liebe zum Original, mit einem Augenzwinkern Gedankenspiele zulassen kann à la "Was wäre wenn ... Sherlock Holmes auf die Zeitmaschine träfe" und Ähnliches, wird die Bücher des BLITZ-Verlags lieben!

Der "Winterzeit"-Hörspiel-Verlag hat einige dieser Geschichten bereits äußerst stimmungsvoll in einer Reihe von Hörspielen umgesetzt. Wiewohl man von den großen Rode/Gröger-Hörspielen verwöhnt sein mag, erhält man hier in der Regel ganze "Spielfilme für den Kopf". Tatsächlich sind in dieser Reihe bisher mehr Doppel- als Einzel-CDs erschienen. Ein "X-Mas-Special" ("Der diebische Weihnachtsmann") bildete bisher die wesentliche Ausnahme, was überhaupt eine schöne Idee war, denn wer wollte mit Holmes und Watson nicht einmal die Feiertage verbringen?

Sowohl die Sprecher von Holmes (Till Hagen), Watson (Tom Jacobs) als auch diejenigen aller Nebencharaktere sind ausgesprochen gut ausgewählt worden. Die stimmungsvolle, fein eingebrachte Musik von Alexander Schiborr rundet die Hörspiele ab.

Insgesamt entsteht in diesen Hörspielen das alte London, in dem der Nebel dick und gelb um die Häuser wallt und wo wahrlich unerklärliche Fälle einer Lösung bedürfen.

So auch in dem Fall "Sherlock Holmes und die Zeitmaschine". Der Anfang ist reißerisch, aber auch imposant. Nicht nur wird der Anfang der berühmten "Zeitmaschine" von H.G. Wells (bekannt unter anderem durch die Verfilmung von George Pal mit Rod Taylor in der Hauptrolle), relativ exakt wiedergegeben, sondern man trifft auch auf die erste Mordszene. Aber Moment! Ist es überhaupt ein Mord? Das müssen SIe, werter Leser, selbst herausfinden! Es hat jedenfalls schon etwas "B-Movie"-Mäßiges, wenn sich die Morlocks mit leuchtenden Augen über ihr erstes Opfer hermachen.

Dann folgt ein klarer Schnitt. Sebastian Moran wird festgenommen und Holmes wird vom Bruder des eben erwähnten Opfers darum gebeten, ihn wiederzufinden. Interessant ist, dass dieser Bruder von niemand Geringerem als Peter Groeger gesprochen wird, der hier unter Beweis stellt, dass er durchaus wandlungsfähig ist. Obschon man seine Stimme klar erkennt, wirkt er distanzierter als der "kumpelige" Watson jener anderen Hörspielserie. Bald schon trifft Holmes auf einen Inspektor namens Kent, der ihm − anstelle des Doktors − in diesem Fall zur Seite steht. Leider wird nicht erklärt, warum Watson in dem Fall nichts zu tun bekommt. Tatsächlich ist er lediglich der Erzähler, der in der dritten Person von den Ereignissen berichtet.

Das Hörspiel entwickelt sich anfangs wie ein üblicher Fall. Langsam, dann immer bestimmter, wandelt er sich in eine pure Science-Fiction-Erzählung. Schließlich kommt es zu einem wahrlich gruseligen und actionreichen Showdown in einer unwirklichen Kulisse...

Das Hörspiel ist von Anfang bis Ende spannend. Es ist ein Glück, dass diese etwas ungewöhnliche Art von Pastiche so liebevoll und aufwendig im Hörspiel verarbeitet wurde. Für jeden Fan klassischer Sci-Fi und von Sherlock Holmes bietet dieser Fall einiges zum Schmunzeln und zum Nachdenken − unter anderem auch über die Natur der vierten Dimension.

Diese Hörspielrezension ist auch zusammen mit weiteren Texten aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror in unserem monatlichen Magazin "Incoming Message" erschienen. Falls Sie die "Incoming Message" noch nicht abonniert haben, können Sie das Internet-Magazin zusammen mit unserem wöchentlichen Newsletter "TrekZone Weekend" hier kostenlos bestellen.

(we - 19.05.14)

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