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Christiane Gref (gr)31.07.12

"Sherlock Holmes" zum Hören, Folgen 4 und 5

"Der Engel von Hampstead" und "Die Affenfrau"

Was gibt es Schöneres, als die lauen Sommernächte mit einem Hörbuch auf der Terrasse zu verbringen? Christiane Gref hat zwei Folgen der Reihe "Sherlock Holmes - Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs" rezensiert.

"Der Engel von Hampstead"

London, 1889. Mrs. Hudson, die treue Haushälterin von Sherlock Holmes und Dr. Watson, bittet um Hilfe. Sybil Price, ihre Freundin, ist in Nöten. Auf mysteriöse Art und Weise rafft es einen Familienangehörigen der Sippe Price nach dem anderen dahin. Als die Todesfälle schließlich auch auf das Personal und Freunde übergreifen, verspricht Mrs. Hudson ihr, bei Sherlock Holmes ein gutes Wort einzulegen. Der Meisterdetektiv interessiert sich glücklicherweise sofort für den Fall und lädt Sybil Price zu sich nach Hause ein. Was Sybil Price erzählt, steht zunächst in keinem Zusammenhang mit den Morden. Während Dr. Watson in Ahnungslosigkeit schwelgt und stattdessen ein begehrliches Auge auf die schöne Mrs. Price wirft, laufen Sherlock Holmes' Ermittlungen auf Hochtouren.

Als geübter Krimifan mag man auf die Auflösung kommen, ehe Sherlock Holmes sein berühmtes Schlussplädoyer hält, dennoch ist die Story solide erzählt und macht einfach Spaß. Die beiden Figuren, Holmes und Watson, ergänzen sich - wie man es sich als eingefleischter Fan wünscht. Sticheleien gehören ebenso dazu wie ernsthafte Dialoge, die den Hörer zurück auf das Gleis der Ermittlung setzen. Schön sind auch wieder die Nebenfiguren eingebunden. Die schrullige Mrs. Hudson brilliert mit zahlreichen Auftritten.

Untermalt ist die Szenerie mit angenehmer Pianomusik, die nicht nervt, auch wenn sie sich zuweilen wiederholt. Die Sprecher leisten ganze Arbeit. Anja Kruse als Sybil Price ist einfach wunderbar. Joachim Tennstedt und Detlef Bierstedt (Holmes und Watson) überzeugen ebenso wie Regina Lemnitz als Mrs. Hudson. Mit dabei sind außerdem: Marcel Collé, Uli Krohm und Philine Peters-Arnolds.

Der Illustrator Firuz Askin entwarf ein passendes Cover. Man sieht Sybil Price in schwarzer Trauerkleidung die Straßen des Viertels Hampstead entlang gehen.

Fazit: Ein klassischer Detektivfall, interessant transportiert mit detailliert ausgearbeiteten Figuren.

Generell ist anzumerken, dass Titania Medien für diese Serie mit dem "Blauen Karfunkel" der Deutschen-Sherlock-Holmes-Gesellschaft ausgezeichnet wurde.

Erhältlich ist diese Folge als CD (bei Amazon.de für 7,97 Euro) oder MP3-Download.

"Die Affenfrau"

Eine Kuriositätenschau weilt in der Stadt und plötzlich geht es drunter und drüber. Eine ausgestopfte Affenfrau wird gestohlen. Ein Gnomenpaar und ein Riese sprechen bei Sherlock Holmes vor und bitten den Meisterdetektiv um Hilfe, was Mrs. Hudson schier in den Wahnsinn treibt, fürchtet sie doch um ihre Reputation als unbescholtene Vermieterin. Zunächst scheint der Fall verzwickt. Wer sollte ein Motiv für diesen obskuren Diebstahl haben? Sherlock Holmes und Dr. Watson tauchen in die skurrile Welt der Kuriositätenschau ein.

Diese Folge wird mit einem Augenzwinkern erzählt, obwohl sie ein ernstes Thema behandelt. Missgebildete Menschen wurden damals als Attraktion in den Zirkus verkauft. Ein halbwegs normales Leben war ihnen nicht vergönnt. Mrs. Hudson spiegelt die typische Reaktion der damaligen Zeit wider. Im Zirkus sind die Kuriositäten gut aufgehoben, aber bitte nicht vor der eigenen Haustür. Holmes kümmert sich pragmatisch um die Auflösung des Falls. Watson tappt, wie immer, im Dunkeln. Prima gelungen ist das unvorhersehbare Ende.

Als Sprecher-Hauptbesetzung sind wie immer Joachim Tennstedt, Detlef Bierstedt und Regina Lemnitz dabei. Die Nebenrollen werden verkörpert von Dirk Petrick (Nicodemus), Daniela Reidies (Prinzessin Marietta), Susanne Tremper (Zenora Pastrana), Matthias Keller (Leonard), Ingrid van Bergen (Elvira), Susanne Uhlen (Valerie Hudson), Hildegard Meier (Violet Hudson), Lothar Didjurgis (Mr. Sherman), Rolf Berg (J. Marx), Horst Naumann (Frederick Treves) und Patrick Wolff (Joseph Merrick).

Das Cover bildet sehr gelungen die beiden Seiten der Kuriositätenschau ab. Zum einen die glanzvolle, bunte Bühne, zum anderen die schäbigen Wagen. Im Vordergrund sieht man zwei Männer, die soeben die Affenfrau stehlen.

Fazit: Diese Folge ist schillernd und exotisch, weil sich die Handlung erfrischend von anderen düsteren Detektivgeschichten mit 08/15-Plot abhebt.

Erhältlich ist diese Folge als CD (bei Amazon.de für 7,97 Euro) oder MP3-Download.

Vielen Dank an Titania Medien für die freundliche Bereitstellung der Rezensionsexemplare.

Diese Rezension ist auch zusammen mit weiteren Texten aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror in der Juli-Ausgabe unseres monatlichen Magazins "Incoming Message" erschienen. Falls Sie die "Incoming Message" noch nicht abonniert haben, können Sie das Internet-Magazin zusammen mit unserem wöchentlichen Newsletter "TrekZone Weekend" hier kostenlos bestellen.

(gr - 31.07.12)


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