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Christiane Gref (gr)05.05.14

Neue "Gruselkabinett"-Folgen

"Lodoiska" und "Der Mönch" aus der Reihe "Gruselkabinett"

Christiane Gref rezensiert drei neue Hörspiele: die Folge mit dem Titel "Lodoiska" sowie die Doppelfolge "Der Mönch" aus der Reihe "Gruselkabinett" von Titania Medien.

"Lodoiska" − Folge 79, nach einer Vorlage von Theodor Hildebrand

Folge 79: Lodoiska
Alfred Lobenthal, ein Oberst des preußischen Heeres, muss 1818 seine Heimatstadt Berlin in Windeseile verlassen. Eine Begründung liefert er seiner Familie für den Umzug in eine einsam gelegene Residenz im böhmischen Wald jedoch nicht. Ehefrau Helene möchte das Beste aus dem Umzug machen, preist anfangs die ländliche Idylle und Abgeschiedenheit, beginnt sich aber alsbald zu langweilen. Alfred ist meist nie zugegen, da er ausgedehnte Reisen unternimmt. Da kommt es Helene sehr gelegen, dass eine Dame in die Schlossruine in der Nähe zieht. Diese Dame scheint sich gut mit den beiden Kindern der Lobenthals zu verstehen, denn sie beschenkt sie reichlich und trifft sich mit ihnen im Wald.

Helene möchte sich gerne mit Lodoiska, so nennt sich die Fremde, anfreunden − aber sie beißt auf Granit. Lodoiska redet davon, dass es gefährlich sei, mit ihr Umgang zu pflegen. Helene versteht die Welt nicht mehr.

Was hat es indessen mit Alfred Lobenthals Reaktion auf sich, der erschrickt, als er den Namen der neuen Nachbarin erfährt. Was ist seine Rolle in der ganzen Geschichte? Und warum beginnt Lodoiska plötzlich, Drohungen gegen die Familie Lobenthal auszusprechen?

Diese Folge ist − analog der Vorlage − als klassischer Schauerroman aufgebaut. Alles passt hervorragend zusammen. Die Einsamkeit von Ehefrau Helene, die Angst um ihre Kinder, der dunkle Wald und schließlich Lodoiska, die gefährliche Fremde. Für ihre Sprecherrolle konnte man die tschechische Schauspielerin Jana Nagyová (Arabella in "Die Märchenbraut") gewinnen. Susanne Uhlen stand für Helene Lobenthals Rolle parat. Ebenfalls eine gute Wahl. Hasso Zorn wurde wieder als Erzähler besetzt.

Fazit: "Lodoiska" ist ein Highlight. Diese Folge geht wirklich unter die Haut und punktet durch die hervorragende Sprecherbesetzung.

"Der Mönch" − Folgen 80 & 81, nach einer Vorlage von Matthew Gregory Lewis

Doppelfolge 80 & 81: Der Mönch
Die Stadt Madrid spricht von einem Wunder. Die Bewohner strömen in Scharen die Kirche. Grund für die Wiederentdeckung des Glaubens sind die Predigten des jungen Mönches Ambrosio, der mit seinem flammenden Zorn die Massen begeistert. Zwar vermag niemand recht zu sagen, warum die Reden einen solchen Eindruck hinterlassen, doch die Wirkung auf die Bevölkerung ist ungeheuerlich.

Der junge AdligeDon Lorenzo de Medina trifft während einer dieser Messen auf die schöne Antonia Dalfa. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Auch Lorenzos Schwester Agnes ist verliebt. Ihr Problem ist jedoch, dass sie eine Nonne ist und darüber hinaus schwanger. Ausgerechnet Lorenzos Freund Raymondo ist der Vater des Ungeborenen. Raymondo plant, Agnes aus dem Kloster zu entführen. Doch plötzlich tritt Ambrosio auf den Plan und vereitelt die Flucht. Er übergibt Agnes der bösartigen Äbtissin Agatha, die Agnes für die Unzucht hart bestraft.

Soweit verläuft alles normal, zumindest nach den kirchlichen Maßstäben des 18. Jahrhunderts. Doch nach und nach erschließt sich dem Hörer, dass ein dämonischer Einfluss die Handlungen lenkt. Warum bedient sich der charismatische Mönch Ambrosio der Hexerei, um an willige Geliebte zu kommen? Und was hat es mit dem merkwürdigen Novizen auf sich, der Ambrosio wie ein Schatten folgt und zu einem finsteren Pakt überredet? Da ich nicht spoilern will, bitte ich die Hörer, Geduld zu haben. Der erste Teil der Doppelfolge ist etwas langatmig, aber die gemächliche Handlung bereitet den rasanten zweiten Teil vor, und ich war froh über die sorgfältig inszenierte Handlung.

Die Stimmen können wie immer überzeugen. David Nathan als Ambrosio schafft es, einem die Gänsehaut über den Rücken zu jagen. Einerseits ergeht er sich in keuschen Reden, andererseits lässt er − auf gut Deutsch − die Sau raus. Auch Dagmar von Kurmin (Äbtissin Agatha), Eckart Dux und der Erzähler Hasso Zorn leisten ganze Arbeit. Margot Rothweiler(Lady Bedfort), ist ebenfalls als Sprecherin an Bord.

Die Soundeffekte werden, zumindest in der ersten Folge, sparsam eingesetzt, da sich der Grusel über die Dialoge entspinnt. Die zweite CD hat dann handlungsbedingt ein paar Schockeffekte zu bieten.

Fazit: Wer Goethes "Faust" nicht nur als langweilige Schullektüre empfunden hat, wer Spaß an subtilen Geschichten hat, der ist sehr gut beraten. Wer "schnellen" Grusel bevorzugt, sollte hier verzichten und sich eine andere Folge "Gruselkabinett" zulegen.

Diese Rezension ist auch zusammen mit weiteren Texten aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror in unserem monatlichen Magazin "Incoming Message" erschienen. Falls Sie die "Incoming Message" noch nicht abonniert haben, können Sie das Internet-Magazin zusammen mit unserem wöchentlichen Newsletter "TrekZone Weekend" hier kostenlos bestellen.

(gr - 05.05.14)

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